- 19.02.2014, 12:30:18
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FPÖ begrüßt die geplante Einrichtung einer medizinischen Fakultät in Linz
Wissenschaftssprecher Andreas F. Karlsböck und oö. Landesrat Haimbuchner einig.
Utl.: Wissenschaftssprecher Andreas F. Karlsböck und oö. Landesrat
Haimbuchner einig. =
Wien (OTS) - In einer gemeinsamen Pressekonferenz begrüßten der
freiheitliche Wissenschaftssprecher Dr. Andreas F. Karlsböck und der
oberösterreichische FP-Landesrat Dr. Manfred Haimbuchner die
bevorstehende Einrichtung einer medizinischen Fakultät an der
Universität Linz.
Karlsböck und Haimbuchner verwiesen unisono auf den eklatanten
Ärztemangel, vor allem in den ländlichen Regionen, der sich nicht nur
statistisch niederschlage, sondern von der Bevölkerung auch "gefühlt"
werde. "Heute existieren andere Lebensentwürfe", betonte Karlsböck,
"den Landarzt alten Stils, der rund um die Uhr verfügbar gewesen ist,
gibt es nicht mehr." Viele Spitäler litten unter einem eklatanten
Ärztemangel, und Facharztstellen blieben unbesetzt. Der freiheitliche
Wissenschaftssprecher, selbst praktizierender Zahnarzt, gab sich
überzeugt, dass mit der Etablierung einer neuen medizinischen
Fakultät ein wichtiger Schritt gesetzt werde, die Ärzteausbildung
deutlich zu verbessern.
Karlsböck erneuerte in diesem Zusammenhang das freiheitliche
Anliegen, die Patientenbetreuung weg von den Spitalsambulanzen hin zu
den niedergelassenen Ärzten zu verlagern. "Um dem Ärztemangel
entgegenzuwirken, sollten künftig Ärzte auch Ärzte anstellen dürfen,
was derzeit aufgrund von Kassenverträgen nicht möglich ist", so der
FP-Mandatar.
Den Einwand, es handle sich um ein "Prestigeprojekt" ließ Karlsböck
nicht gelten. Während nämlich in anderen Bundesländern
Privatuniversitäten als Landesuniversitäten geführt würden, habe man
sich in Oberösterreich für eine "ehrlichere Lösung" entschieden. Die
bereits bestehenden hohen Fachkompetenzen, etwa in der
Transplantationsmedizin, Unfallchirurgie und Kinderheilkunde würden
in der neuen Fakultät nur gebündelt. Haimbuchner assistierte seinem
Nationalratskollegen, indem er auf die hohe Wertschöpfung verwies,
die dem Land Oberösterreich zugute komme. Außerdem sei das Vorhaben
nicht neu. Schon 1890 habe der dem Dritten Lager zugehörige
Reichsratsabgeordnete Dr. Karl Beurle erstmals einen Antrag auf
Errichtung einer medizinischen Fakultät eingebracht.
Karlsböck thematisierte auch die Malversationen rund um die
Österreichische Hochschülerschaft. Die Verschränkung von
Pflichtmitgliedschaft und "Demotraining" im Vorfeld des
Akademikerballs seien ebenso inakzeptabel wie der Umgang mit
Pflichtmitgliedsbeiträgen von Studierenden rund um das Café Rosa, wo
an die 500.000 Euro in den Sand gesetzt worden seien. Karlsböck
kündigte an, den Vorstand des ÖH nahen Facultas Verlages, Mag. Thomas
Staufer, wegen Untreue anzuzeigen, weil dessen kolportiertes
Jahresgehalt in Höhe von 458.000 Euro weit überhöht sei.
Im heutigen Wissenschaftsausschuss werde er, Karlsböck, sich unter
anderem für eine bessere Dotierung der Fachhochschulen, eine
ausreichende Finanzierung von Studienplätzen und die Erhöhung der
Studienbeihilfe einsetzen.
Abschließend kritisierte Karlsböck einmal mehr den Verzicht auf ein
eigenes Wissenschaftsministerium. Dieses Kernressort als Anhängsel
des Wirtschaftsministeriums zu führen, sei für die Lehrenden und
Studierenden ein fatales Signal und schwäche Österreich in der
Scientific Community.
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