- 19.02.2014, 10:11:24
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Stadler/Androsch zum internationalen Tag der sozialen Gerechtigkeit
Soziale Sicherheit ist kein Selbstläufer
Utl.: Soziale Sicherheit ist kein Selbstläufer =
St. Pölten (OTS) - Aus Anlass des morgigen internationalen Tages der
sozialen Gerechtigkeit weisen der Vorsitzende der SPÖ
Niederösterreich, Mag. Matthias Stadler, und NÖ Soziallandesrat, Ing.
Maurice Androsch, darauf hin, dass soziale Gerechtigkeit eine
wichtige Voraussetzung für das friedliche Zusammenleben in der
Gesellschaft sei. "Wir brauchen eine faire wirtschaftliche
Entwicklung, von der alle Menschen profitieren. Wirtschaftlichen
Erfolg ohne sozialen Ausgleich darf es nicht geben. Dazu ist aber in
einer internationalisierten Wirtschaft ein verstärktes soziales
Europa notwendig, um für die notwendige Fairness zu sorgen",
appelliert Stadler in Richtung Europawahl, die Bedeutung eines
solidarischen Miteinanders in Europa nicht aus den Augen zu lassen.
"Soziale Sicherheit ist kein Selbstläufer, sondern muss geschaffen
werden. Der Weg zu mehr Gerechtigkeit führt in Europa wie auch im
eigenen Land ausschließlich über die Beseitigung bestehender
Ungleichheiten, insbesondere in den Bereichen Arbeit, Bildung,
Kinderbetreuung, Pflege und Wohnraum. Dafür gilt es, die
Sozialdemokratie auf europäischer Ebene zu stärken", sieht Stadler in
der Chancengleichheit das Rezept für eine gerechte Verteilung von
Zugangs- und Lebenschancen.
Auch für NÖ Soziallandesrat Androsch liegt der Schlüssel zu Wohlstand
und Frieden, in der sozialen Balance. "Viele Menschen spüren, dass
unsere Gesellschaft ungerechter geworden ist. Die Kluft zwischen arm
und reich wächst und die Verlierer dieser Entwicklung werden ihrem
Schicksal überlassen. Daher geht es um faire Verteilung, soziale
Ausgewogenheit und gleiche Chancen. Alle verdienen die gleichen
Möglichkeiten auf ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben. Das ist
der wichtigste Aspekt einer gerechten Gesellschaft", erklärt
Androsch.
Für Androsch beginnt die Frage der sozialen Gerechtigkeit bereits im
Kleinkindalter, wenn es darum geht, im Interesse besserer
Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausreichend Kinderkrippen und
Krabbelstuben anzubieten. Ein offener Zugang zu Bildungseinrichtungen
sei gleichfalls für die eigenen Zukunftsperspektiven wichtig, hält
Androsch fest: "Bildungschancen dürfen nicht von der Dicke der
Geldbörse der Eltern abhängig sein."
Auch nach der Ausbildung ist das soziale Augenmaß wichtig: Junge
Menschen brauchen leistbaren Wohnraum, um fair ins Erwachsenenleben
starten zu können. Mehr Gerechtigkeit muss es auch am Arbeitsmarkt
geben. Nach wie vor werden Frauen schlechter entlohnt und beruflichen
Neueinsteigern wie auch älteren ArbeitnehmerInnen am Arbeitsmarkt
Probleme bereitet. "Schließlich spielt das Thema 'soziale
Gerechtigkeit' selbst im hohen Alter eine bedeutende Rolle, wenn sich
die Frage nach einem Altern in Würde stellt. Auch hier sind
Rahmenbedingungen, die es älteren Menschen erlauben, möglichst lange
aktiv und selbstständig in ihrem bevorzugten Umfeld leben zu können,
ein Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit", so Stadler und Androsch
abschließend.
(Schluss) ha
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