Bürger tragen jetzt Verantwortung für Arbeitsplätze in der Mariahilfer Straße

Gabriele Tamandl (ÖAAB-FCG): "Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzverluste wegen Planungschaos beim grünen Prestigeprojekt. Aber niemand fragt die Beschäftigten!"

Wien (OTS/ÖAAB-FCG) - Drei große Geschäfte haben in der Mariahilfer Straße bereits aufgegeben und sperren demnächst zu. 40 Prozent der Kaufleute des Einkaufsboulevards beklagen laut einer Erhebung des Wirtschaftsbundes eine negative Kundenfrequenz. Dies sei, so die Studie, auch für durchschnittlich 4,3 Prozent Umsatzrückgang oder 57 Millionen Euro weniger Einnahmen verantwortlich.
Dass nun zwar die Wohnbevölkerung der Bezirke Mariahilf und Neubau über das Projekt abstimmen kann, nicht aber die Unternehmer und die zehntausend ArbeitnehmerInnen der größten Geschäftsstraße Wiens, hält Gabriele Tamandl von der ÖAAB-FCG-Fraktion der AK-Wien für äußerst bedenklich.
"Mit der höchsten Arbeitslosenrate seit Jahrzehnten hat Wien ohnehin schon die rote Laterne umgehängt bekommen", kritisiert Tamandl politisch zweideutig. "Das Projekt ist doch angesichts mehrerer folgenschweren Korrekturen mit der Busspur und Einbahnführungen längst gescheitert!"
Dass das Projekt nun laut einer Umfrage unter den Unternehmern, so VP-Obmann Manfred Juraczka, erneut mit 67,7 Prozent eine große Ablehnung gefunden hat, ist für Gaby Tamandl der Beweis für das Scheitern der bisherigen Fußgänger-Zonen-Lösung.
Bei der offiziellen Umfrage der Stadt soll nun die Wohnbevölkerung entscheiden, wie die größte Einkaufsstraße Wiens künftig aussehen soll. Die Bürger entscheiden nun mit, ob hier künftig Arbeitsplätze verloren gehen. "Dass diese wichtige Aufgabe nun auf die Bürger abgewälzt wird, ist das eigentliche Versagen der rotgrünen Stadtregierung", wettert Gaby Tamandl. Und sie kritisiert dabei auch die rote Führung um AK-Präsidenten Rudi Kaske in der AK-Wien: "Es scheint fast, dass hier an der Erhaltung von Arbeitsplätzen niemand ernsthaft interessiert ist!"

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