- 17.02.2014, 14:30:48
- /
- OTS0156 OTW0156
Bürger tragen jetzt Verantwortung für Arbeitsplätze in der Mariahilfer Straße
Gabriele Tamandl (ÖAAB-FCG): "Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzverluste wegen Planungschaos beim grünen Prestigeprojekt. Aber niemand fragt die Beschäftigten!"
Utl.: Gabriele Tamandl (ÖAAB-FCG): "Umsatzrückgänge und
Arbeitsplatzverluste wegen Planungschaos beim grünen
Prestigeprojekt. Aber niemand fragt die Beschäftigten!" =
Wien (OTS/ÖAAB-FCG) - Drei große Geschäfte haben in der Mariahilfer
Straße bereits aufgegeben und sperren demnächst zu. 40 Prozent der
Kaufleute des Einkaufsboulevards beklagen laut einer Erhebung des
Wirtschaftsbundes eine negative Kundenfrequenz. Dies sei, so die
Studie, auch für durchschnittlich 4,3 Prozent Umsatzrückgang oder 57
Millionen Euro weniger Einnahmen verantwortlich.
Dass nun zwar die Wohnbevölkerung der Bezirke Mariahilf und Neubau
über das Projekt abstimmen kann, nicht aber die Unternehmer und die
zehntausend ArbeitnehmerInnen der größten Geschäftsstraße Wiens, hält
Gabriele Tamandl von der ÖAAB-FCG-Fraktion der AK-Wien für äußerst
bedenklich.
"Mit der höchsten Arbeitslosenrate seit Jahrzehnten hat Wien ohnehin
schon die rote Laterne umgehängt bekommen", kritisiert Tamandl
politisch zweideutig. "Das Projekt ist doch angesichts mehrerer
folgenschweren Korrekturen mit der Busspur und Einbahnführungen
längst gescheitert!"
Dass das Projekt nun laut einer Umfrage unter den Unternehmern, so
VP-Obmann Manfred Juraczka, erneut mit 67,7 Prozent eine große
Ablehnung gefunden hat, ist für Gaby Tamandl der Beweis für das
Scheitern der bisherigen Fußgänger-Zonen-Lösung.
Bei der offiziellen Umfrage der Stadt soll nun die Wohnbevölkerung
entscheiden, wie die größte Einkaufsstraße Wiens künftig aussehen
soll. Die Bürger entscheiden nun mit, ob hier künftig Arbeitsplätze
verloren gehen. "Dass diese wichtige Aufgabe nun auf die Bürger
abgewälzt wird, ist das eigentliche Versagen der rotgrünen
Stadtregierung", wettert Gaby Tamandl. Und sie kritisiert dabei auch
die rote Führung um AK-Präsidenten Rudi Kaske in der AK-Wien: "Es
scheint fast, dass hier an der Erhaltung von Arbeitsplätzen niemand
ernsthaft interessiert ist!"
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AAW






