Aktuelle Studie: Online-Shopping steigert auch Verkäufe im klassischen Geschäftslokal

Wien (OTS) -

  • Chance für den Handel: Die Einführung einer Omnichannel- Strategie - ein Mix aus Geschäftslokalen und Online-Präsenz -wirkt sich positiv auf Geschäftsergebnis aus
  • 95 Prozent der Online-Verkäufe erfolgen zusätzlich zu stationären Verkäufen im Geschäft - nicht stattdessen
  • Präsenz auf Online-Marktplätzen, wie z. B. eBay, zeigt nachweislich positive Auswirkungen auf die Verkäufe im Offline-Geschäft

eBay hat gemeinsam mit dem renommierten Beratungsunternehmen Deloitte die erste ökometrische Studie zu den Entwicklungen des "Omnichannel-Handels" (1) veröffentlicht. In der Studie wurden die Auswirkungen von Online-Shopping auf den stationären Handel detailliert untersucht und quantifiziert. Dabei wurden vier Schlüsselergebnisse identifiziert, die zeigen, wie eine Omnichannel-Strategie, also eine parallele Nutzung aller zur Verfügung stehenden Kommunikations-, Vertriebs- und Verkaufswege, Einzelhändlern dabei helfen kann, ihre Absätze zu steigern.

Der Erfolg liegt daran, dass führende Omnichannel-Händler in der Lage sind, auch jene Menschen als Käufer zu gewinnen, die sonst das Geschäft zwar betreten, aber oft ohne Kaufabschluss verlassen. Durch einen Omnichannel-Zugang des Handels können frustrierende Shopping-Erlebnisse, die oft den Einkauf nicht zustande kommen lassen, wie Warteschlangen an der Kasse oder nicht vorrätige Artikel, reduziert werden.

1. Verbindung von stationärem und Online-Geschäft Chance für den Handel - Online-Präsenz bringt zusätzlichen Umsatz im stationären Geschäft

Entgegen historischer Annahmen ergab das Studienergebnis, dass Ausgaben im Online-Handel in vielen Bereichen zusätzlich zu stationären Einkäufen erfolgen. In den für den Einzelhandel auch in Österreich besonders wichtigen Kernsegmenten der Studie, Bekleidung und Haushaltsgeräte (Weißware), wird von auch im E-Commerce tätigen Unternehmen praktisch der gesamte Online-Umsatz zusätzlich generiert, ohne die bisherigen Absätze im stationären Handel negativ zu beeinflussen. Die Studie zeigt, dass zum Beispiel in Großbritannien mehr als 95 Prozent der Online-Verkäufe im Bereich Frauenbekleidung zusätzlich zu den Verkäufen im Geschäft erfolgen. Das bedeutet: Von rund 121 Euro (100 Pfund), die in einem Online-Shop umgesetzt wurden, wären - ohne Online-Präsenz - nur rund 6 Euro (5 Pfund) auch im stationären Geschäft des Händlers umgesetzt worden. Diese Statistik wird auch von den Ergebnissen im deutschen Gerätemarkt bestätigt, wo sogar 98 Prozent der Online-Käufe zusätzliche Umsätze für die Händler darstellten, die sonst nicht möglich gewesen wären.

Alexander von Schirmeister, Vizepräsident der EMEA-Region bei eBay, erklärt, wie eine Omnichannel-Strategie Händlern dabei hilft, mehr Gewinne zu erzielen - und gleichzeitig praktisch und hilfreich für Kunden ist: "Es ist eine Win-Win-Situation: Händler, die in mehreren Kanälen aktiv sind, profitieren vom technischen Umbruch und der Erweiterung des gesamten Marktes. Sie werden auch für nicht-lokale Käufer sichtbar. Gleichzeitig steigt die Loyalität einer Marke gegenüber, wenn diese in mehreren Kanälen präsent ist." Das belegen die aktuellen Studienergebnisse aus Deutschland und Großbritannien eindrucksvoll. Es ist anzunehmen, dass sich die Situation am österreichischen Markt sehr ähnlich darstellt.

2. Omnichannel-Strategie ausschlaggebend, um die "Super Shopper" zu erreichen

Außerdem wurde gezeigt, dass die meisten Konsumenten, die höherwertige Einkäufe erledigen, dafür verschiedene Kanäle nutzen -das heißt für Händler, dass ein Omnichannel-Angebot den Weg zu lukrativeren Verkäufen ebnet. Die Studie zeigt, dass dieser identifizierte Käufertyp (der Super Shopper) um 30 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit zu Recherchen vor dem Besuch im Geschäft neigt. Dieser Typ recherchiert vorab mit dem Ziel herauszufinden, welcher Einkaufskanal ihm für den jeweiligen Kauf am meisten bietet - in Sachen Auswahl, Bequemlichkeit und Nutzen.

Wie Alexander von Schirmeister erklärt, sind Online-Verkäufe keine Bedrohung, sondern eine zusätzliche Chance - die von den Händlern ergriffen werden sollte: "Die Studie zeigt, dass in den untersuchten Bereichen der Handel nicht aus den Fronten on- und offline besteht. Konsumenten möchten das Beste aus beiden Welten: Online-Shopping mit unterschiedlichen Endgeräten, aber auch das Stöbern im Geschäft. Als Händler ist man gut beraten, den Konsumenten auf all diesen Ebenen zu begegnen, sonst verzichtet man auf Kunden - und es wird schwierig sein, diese in Zukunft zurück zu gewinnen."

3. Bedeutende Chance für den österreichischen Einzelhandel: Grenzüberschreitender Handel weiter am Vormarsch

Die Studie zeigt auch, dass der grenzüberschreitende Online-Handel zu einer großen Chance für den Einzelhandel wird und weiter stark wächst. Schirmeister: "Export und grenzüberschreitender Online-Handel ist für ein kleines Land wie Österreich besonders wichtig. Österreichische Händler können ihren Kundenstamm leicht vervielfachen, indem sie mittels Online-Handel neue Märkte erschließen. Aber das ist natürlich keine Einbahnstraße. Die Studie zeigt auch, dass schon 90 Prozent der österreichischen Online-Shopper bereits von deutschen Angeboten Gebrauch gemacht haben."

Der grenzüberschreitende Handel wächst rasch - die Einzelhändler in UK und Deutschland haben z. B. im Jahr 2012 rund 5,9 Milliarden Euro (mehr als 8 Milliarden Dollar) durch Exporte aus dem Online-Handel generiert, die Mode-Exporte aus UK allein werden auf rund 0,9 Milliarden Euro (1,22 Milliarden Dollar) im Jahr 2013 geschätzt. Die Verkäufe von Frauenbekleidung von eBay.co.uk an spanische Käufer haben sich von 2010 bis 2012 verdoppelt. Eine Studie des Online-Zahlungsanbieters PayPal hat im Vorjahr ergeben, dass der grenzüberschreitende Online-Handel zwischen den sechs größten Märkten weltweit einen geschätzten Wert von rund 73 Milliarden Euro (über 100 Milliarden Dollar) umsetzt - eine Zahl, die sich den Prognosen zufolge bis 2018 verdreifachen wird.

4. Präsenz in Online-Marktplätzen wie eBay steigert auch die Kundenfrequenz in Offline-Geschäften

Die Studie hat weiters ergeben, dass auch die Präsenz in Online-Marktplätzen zu einer höheren Kundenfrequenz in Offline-Geschäften beiträgt. Die Nutzung von eBay steigert, abseits der dort getätigten Umsätze, auch jene im stationären Geschäft um 1,2 Prozent - das ist am Beispiel der Händler für Frauenbekleidung gleichzusetzen mit einem Anstieg der Werbungskosten um 7,3 Prozent oder einem relativen Anstieg von Internetrecherchen von 8,9 Prozent.

Schirmeister dazu: "Die Ergebnisse zeigen, dass die Präsenz am eBay-Marktplatz dazu beitragen kann, die im Geschäft erzielten Umsätze zu erhöhen - durch bessere Markenbekanntheit. Durch die Technologien von eBay Inc ist Größe kein Hindernis mehr für Händler, die die Chancen des Omnichannel-Handels nutzen möchten."

Im Großen und Ganzen zeigt die Studie, dass die Geschäftswelt heute gleichzeitig lokal, global, online und offline ist und dass wirtschaftlicher Erfolg im Handel von der parallelen Nutzung aller zur Verfügung stehenden Vertriebswege abhängt. Dieser Omnichannel-Zugang ermöglicht großen und kleinen Marktteilnehmern miteinander Erfolg zu haben.

(1) Die Verkaufszahlen von 21 führenden europäischen Händlern wurden umfassend analysiert. Zusätzlich wurden 2.000 Personen in Deutschland und in Großbritannien im Rahmen der Studie befragt.

Die gesamte Studie zum Download finden Sie unter
http://www.zukunftdeshandels.de/omnichannel/reports

English summary, source:

The findings quoted here are taken from 'The Omnichannel Opportunity: A Report for eBay' prepared by Deloitte which is available on request. Deloitte's team of economists and retail market experts in the UK and Germany were commissioned by eBay to measure the value of omnichannel retailing. (Omnichannel describes the 360-degree integrated approach to retail that addresses how consumers like to shop today: via a mixture of stores, ecommerce and third-party shopping sites; using mobile, tablet and desktop devices.)

The report is based upon three primary research exercises: i) the application of an econometric model to examine the sales impacts experienced by retailers that have already embraced these trends across certain markets in order to assess the value of adopting an omnichannel strategy; ii) surveying consumers in selected European markets; iii) interviews with leading European retailers to explore their views on omnichannel retailing and how companies can best respond. In addition, relevant secondary data from existing reports and research was applied in Deloitte's study.

Über eBay:

eBay Inc. (NASDAQ:EBAY) ist eine globale Handelsplattform und ein führender Zahlungsanbieter. Das Unternehmen wurde 1995 in den USA gegründet und verbindet jeden Tag Millionen Käufer und Verkäufer auf der ganzen Welt - über den weltweit größten Online-Marktplatz eBay, der es den Menschen ermöglicht, in nahezu jedem Land der Welt zu kaufen und zu verkaufen, über PayPal, das es Privatpersonen und Unternehmen erlaubt, digitale Zahlungen sicher, einfach und schnell auszuführen und zu empfangen, sowie über GSI, das Unternehmen bei ihren E-Commerce-Aktivitäten, beim Multi-Channel-Handel sowie beim digitalen Marketing unterstützt. X.commerce vereint die Technologien und Entwicklergemeinden von eBay, PayPal und der E-Commerce-Plattform Magento, um das Ziel von eBay Inc., neue Möglichkeiten für den Handel zu schaffen, weiter voranzutreiben. Daneben erreicht eBay Inc. Millionen von Menschen über spezialisierte Marktplätze wie StubHub, dem weltweit größten Marktplatz für Tickets, und die Kleinanzeigen-Seiten von eBay, die zusammengenommen eine Präsenz in mehr als 1.000 Städten weltweit haben. Seit 2001 ist eBay in Österreich (www.ebay.at) vertreten. Mehr Information über das Unternehmen und sein globales Online-Markenportfolio sind abrufbar unter www.ebayinc.com/.

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