• 14.02.2014, 11:34:17
  • /
  • OTS0088 OTW0088

Stimmungslage vor den Wahlen zum Europäischen Parlament: Österreicher mit gemischten Gefühlen

Ergebnisse des aktuellen Eurobarometers für Österreich vorgestellt

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5093 Im Bild
v.l.n.r. Mag. Daniel Schönherr, Autor des Nationalen
Eurobarometer-Berichts für Österreich und Mag. Richard Kühnel,
Vertreter der EU-Kommission in Österreich

Utl.: Ergebnisse des aktuellen Eurobarometers für Österreich
vorgestellt =

Wien (OTS) - Einige Monate vor der EU-Wahl hält die relative Mehrheit
der Österreicher die Mitgliedschaft in der EU für wichtig, um für die
Zukunft gerüstet zu sein. Nicht zuletzt im globalen Umfeld spielt die
EU aus Sicht der Österreicher eine zentrale Rolle. Erfreulich ist der
sehr hohe Bekanntheitsgrad der EU-Institutionen. Zentrales Thema ist
nach wie vor die Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise auf
EU-Ebene, wo die Befragten in Österreich mehr gemeinsame Maßnahmen
auf EU-Ebene fordern. Allerdings sind nur noch 27 Prozent der
Österreicher der Meinung, dass sich die EU in die richtige Richtung
entwickelt. Vor allem im Bereich Bürokratie gibt es hier Vorbehalte.
Das sind die zentralen Erkenntnisse aus dem
Eurobarometer-Länderbericht für Österreich, der heute in Wien
vorgestellt wurde.

Richard Kühnel, Vertreter der EU-Kommission in Österreich, sagte
bei der Vorstellung: "Das Eurobarometer verdeutlicht, dass die
Österreicherinnen und Österreicher die Anstrengungen der EU bei der
Bekämpfung der Wirtschaftskrise zu schätzen wissen. Das zeigt die
hohe Zustimmung zur Währungsunion und den gemeinsamen Maßnahmen gegen
die Krise. Aber auch ganz praktische Errungenschaften, wie
wegfallende Grenzkontrollen oder einfachere Geschäfte innerhalb der
EU sind nach wie vor ein Begriff. Gleichzeitig müssen wir andere
Entwicklungen ernst nehmen, vor allem in Bezug auf die Themen
Bürokratie und Mitsprachemöglichkeit in der EU. In diesem
Zusammenhang stellt die EU-Wahl eine zentrale Möglichkeit dar Europa
mitzugestalten. Es wird maßgeblich vom neuen EU-Parlament und der
neuen EU-Kommission abhängen, welche Impulse Europa in Zukunft setzen
kann und wie sich die Union weiterentwickelt."

Daniel Schönherr, Autor des nationalen Berichts für Österreich,
ergänzte: "Die aktuelle Eurobarometer-Befragung zeigt, welch
differenziertes Bild die Österreicherinnen Österreicher mittlerweile
von der EU haben. Während einzelne Aspekte wie z.B. die
Mitsprachemöglichkeiten nach wie vor kritisch gesehen werden, halten
die Österreicherinnen und Österreicher die Mitgliedschaft in der EU
gerade in Krisenzeiten auch für wichtig und notwendig."

Das aktuelle Standard-Eurobarometer hat nach Assoziationen,
Erwartungen und Wissenstand der EU gefragt. Demnach hält eine
relative Mehrheit der Österreicher die Mitgliedschaft in der EU für
wichtig, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Während 42% (+2 Pp.)
der Aussage, das Land wäre ohne die EU besser für die Zukunft
gerüstet, zustimmen, widersprechen ihr 48% (+2 Pp.). Die EU wird von
den Österreichern als wichtiger Faktor für die Zukunft des Landes und
seiner Interessen eingeschätzt, nicht zuletzt im globalen Umfeld.
Dort - so 61% (-2 Pp.) der Österreicher - zähle die Stimme der EU,
und insbesondere hinsichtlich der Globalisierung und ihrer Folgen
vertrauen die Österreicher auf die EU. Dass Österreich nämlich allein
mit den negativen Folgen der Globalisierung umgehen kann, glauben nur
35% (-6 Pp.). Zudem glaubt die Mehrheit der Österreicher nicht, dass
das Land allein die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise
bewältigen kann und fordert deshalb mehr Kooperation mit den anderen
Mitgliedsstaaten: Rund drei Viertel sagen, die Länder innerhalb der
EU werden (74%, +/-0 Pp.; EU28: 83%, -1 Pp.) und sollten (78%, -1
Pp.; EU28: 90%, +/-0 Pp.) infolge der Krise enger zusammenarbeiten.

Dennoch sind nur noch 27% der Österreicher (+2 Pp.) der Meinung,
dass die Dinge in der Europäischen Union derzeit in die richtige
Richtung gehen. Wesentliches Kriterium für die Einstellung zur EU
scheint die Einschätzung von Demokratie und Mitsprachemöglichkeit zu
sein: während nämlich 73% der Österreicher (-1 Pp.) mit der
Demokratie im eigenen Land zufrieden sind, sagen das nur 42% (-3 Pp.)
in Bezug auf die Europäische Union, 54% (+3 Pp.). Allerdings ist das
Vertrauen in die EU in Österreich im Vergleich zum Frühjahr 2013
gestiegen (39%, +4 Pp.) und höher als im EU-Durchschnitt (31%, +/-0
Pp.). Ein halbes Jahr vor den Europawahlen geben 95% (+1 Pp.) der
Österreicher an, schon einmal etwas über das Europaparlament gehört
oder gelesen zu haben. Auch die Europäische Kommission (94%, +2 Pp.;
EU28: 82%, -1 Pp.) und die EZB (94%, +1 Pp.; EU28: 82%, -2 Pp.) sind
in Österreich mittlerweile nahezu allen ein Begriff. 47% (-1 Pp.) der
Österreicher blicken optimistisch in die Zukunft der EU, fast genauso
viele (46%, +/-0 Pp.) pessimistisch. Im Schnitt aller
EU28-Mitgliedsstaaten gibt knapp mehr als jeder zweite EU-Bürger
(51%, +2 Pp.) an, optimistisch an die Zukunft der EU zu denken, 43%
(-3 Pp.) sind pessimistisch.

Die Umfrage zum Standard-Eurobarometer 80 wurde zwischen dem 2.
und 17. November 2013 durchgeführt. In Österreich wurden 1.032
Personen und in Summe 27.829 Personen ab 15 Jahren in den 28
Mitgliedsstaaten persönlich befragt. Die Wahl zum Europäischen
Parlament findet in Österreich am 25. Mai 2014 statt.

Links:

Eurobarometer 80:
http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/eb/eb80/eb80_en.htm

Länderbericht Österreich:
http://www.ots.at/redirect/Laenderbericht_Oesterreich

Factsheet zu Österreich: http://www.ots.at/redirect/factsheet1

Wahl zum Europäischen Parlament: http://www.elections2014.eu/de

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5093

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | EUK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel