- 14.02.2014, 09:21:48
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Pendlerrechner: Chaos und Verunsicherung bei PendlerInnen
AKNÖ-Präsident Markus Wieser fordert rasche Reparatur
Utl.: AKNÖ-Präsident Markus Wieser fordert rasche Reparatur =
Wien (OTS/AKNÖ) - Der neue Pendlerrechner des Finanzministeriums
funktioniert nicht. Bei der AKNÖ häufen sich die Beschwerden wegen
falscher Berechnungen. So würde das Programm bei der Berechnung des
Pendlerpauschales Bahnlinien berücksichtigen, die es gar nicht gibt.
AKNÖ-Präsident Markus Wieser fordert ein rasches Ende des Chaos.
So einfach sollte der neue Pendlerrechner des Finanzministeriums die
Arbeitnehmerveranlagung machen: Wohnort und Arbeitsort eingeben, die
Arbeitszeit - und schon weiß man, was man bei Pendlerpauschale und
Pendlereuro herausbekommt. So die Theorie. Bisher brachte das vor
allem Chaos. Zuerst ging der Rechner viel zu spät online, wie die
AKNÖ vergangene Woche kritisiert.
Programm errechnet völlig umständliche Strecken
Und kaum ist er online, funktioniert er nicht richtig. "Heute hat
sich bei uns ein Arbeitnehmer gemeldet, weil ihm das Programm
angezeigt hat, dass er jetzt mit der Bahn fahren müsse. Der Rechner
schickt ihn zu einem entfernt gelegenen Bahnhof, obwohl der Bus
praktisch vor der Haustüre hält", schildert
AKNÖ-Steuerrechtsexpertin Elisabeth Holub.
Vorhandene öffentliche Verkehrsmittel nicht gefunden
In einem anderen Fall hat der Pendlerrechner einer Arbeitnehmerin
angezeigt, dass sie nur mit dem Auto zur Arbeit fahren könnte und das
entsprechende Pauschale berechnet. "Auch das war eine
Fehlinformation. Die Betroffene pendelt jetzt schon mit den Öffis und
ist eigentlich sehr zufrieden damit. Nur der Pendlerrechner kennt
offenbar die Linien nicht", sagt Holub. "Hier scheint die
Datenbankabfrage bei den Verkehrsunternehmen nicht wirklich zu
funktionieren. Im konkreten Fall führt das dazu, dass das Programm
für die Betroffene einen geringeren Freibetrag errechnet, als ihr
zusteht."
Wieser: "Menschen müssen sich drauf verlassen können, dass der
Pendlerrechner funktioniert"
AKNÖ-Präsident Markus Wieser zeigt sich unzufrieden mit dem neuen
Instrument: "Zuerst geht der Pendlerrechner viel zu spät online, und
dann gibt es eine Panne nach der anderen. Die eigentlich
begrüßenswerte Entlastung der PendlerInnen wird von einem Chaos
begleitet, das rasch repariert werden muss. Wenn es offizielle
Programme von Ministerien gibt, müssen sich die Menschen darauf
verlassen können, dass sie funktionieren."
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