Außenminister Kurz verkündet internationale Konferenz zu humanitären Konsequenzen von Nuklearwaffen in Wien 2014

Wien/Nayarit (OTS) - Derzeit findet in Nayarit, Mexiko eine bedeutende internationale Konferenz zu den humanitären Auswirkungen von Nuklearwaffen mit 146 teilnehmenden Staaten statt. Währenddessen gab Außenminister Sebastian Kurz heute in Wien bekannt, dass Österreich eine Folgekonferenz noch im Jahr 2014 ausrichten wird.

Beatrice Fihn, Sprecherin der International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) dazu: "Die Teilnahme von 146 Staaten in Mexiko ist ein starker Ausdruck der globalen Besorgnis über die Existenz von Nuklearwaffen. Für die internationale Zivilgesellschaft ist klar, dass die Diskussion über die humanitären Auswirkungen von Nuklearwaffen nur eine einzige vernünftige Schlussfolgerung zulässt:
das Verbot und die Eliminierung dieser Waffen. Die Wiener Konferenz wird der entscheidende Moment sein, an dem die Staaten in dieser Hinsicht tätig werden."

Im März 2013 fand die erste globale Konferenz zu diesem Thema in Norwegen statt. Es wurde eindrücklich festgehalten, dass es auf den Einsatz von Nuklearwaffen, sei es durch einen beabsichtigten Einsatz, Unfall oder menschliche Fehleinschätzung, keine angemessene Reaktion geben kann. Die derzeit stattfindende Konferenz in Mexiko baut auf diesen Ergebnissen auf und ist Zeichen der wachsenden Unterstützung der globalen Initiative.

Nuklearwaffen sollen nie wieder eingesetzt werden. Dies wird im Zentrum der Wiener Konferenz stehen. Erwartet wird, dass eine Antwort darauf gefunden wird, wie dieses Ziel erreicht werden kann.

Klare Worte dazu fand Bundespräsident Heinz Fischer in seiner Rede während des High Level Meetings zu nuklearer Abrüstung im September 2013 in New York, wo er auf Einladung von UN Generalsekretär Ban Ki-moon im Eröffnungssegment sprach: "Nuklearwaffen müssen stigmatisiert, verboten und vernichtet werden bevor sie uns vernichten."

Nuklearwaffen sind die einzigen Massenvernichtungswaffen die nicht einem umfassenden internationalen Verbot unterliegen. Diese rechtliche Anomalie muss durch ein internationales Abkommen aufgehoben werden, auch wenn die Nuklearwaffenbesitzerstaaten zu Beginn nicht daran teilnehmen. ICAN ruft alle Staaten auf, während der Wiener Konferenz sich zur Arbeit an einem neuen rechtlichen Instrument zu verpflichten mit dem Nuklearwaffen letztendlich verboten werden.

Nadja Schmidt von ICAN Austria: "Die Wiener Konferenz ist für Österreich eine herausragende Möglichkeit eine globale Führungsrolle zu übernehmen und bringt uns einen Schritt näher zu einer Welt ohne Nuklearwaffen. Der Beginn von Verhandlungen über einen Verbotsvertrag kann der entscheidende Moment des 21. Jahrhunderts sein. Wir begrüßen die Initiative von Außenminister Kurz und fordern entschlossenes Handeln um diesen Prozess während der Wiener Konferenz 2014 zu starten."

Über ICAN

ICAN Austria ist der österreichische Zweig der weltweit aktiven International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN). Ziel dieser, im November 2012 gegründeten NGO ist die Verhandlung einer umfassenden Nuklearwaffenkonvention - als effektiver Beitrag zur Förderung des internationalen Friedens und Sicherheit durch die totale Eliminierung von Nuklearwaffen. Der Beitrag von ICAN Austria dazu ist die Sensibilisierung der (österreichischen) Zivilgesellschaft für die humanitären Konsequenzen von Nuklearwaffen, die Bewusstseinsförderung für die reale Bedrohung von weltweit immer noch 17.000 existierenden Nuklearwaffen, die Aktivierung der österreichischen Zivilgesellschaft und der österreichischen Bundesregierung, sowie nationale und internationale Lobbying-Aktivitäten für die Erreichung unseres Ziels: Global Zero!

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