• 13.02.2014, 11:39:11
  • /
  • OTS0107 OTW0107

Bilanz Pelletwirtschaft 2013: Österreich hat zweithöchsten Pelletverbrauch pro Kopf weltweit

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5104 DI Franz
Schwarzauger und Dr. Christian Rakos

Wien (OTS) - Der österreichische Branchenverband proPellets
präsentiert die Bilanz der heimischen Pelletwirtschaft 2013. Die
Produktion von Pellets stieg in Österreich auf einen neuen Rekordwert
von 962.000t und rund 10.500 neue Pelletheizanlagen wurden in
Österreich installiert. Weltweit hat sich der Verbrauch von Pellets
innerhalb der letzten 12 Jahre auf 22,5 Millionen Tonnen
verzehnfacht. Österreich liegt beim Pelletsverbrauch pro Kopf
weltweit hinter Estland auf Platz zwei. Österreichische
Pelletkesselhersteller exportieren bis zu 80% ihrer Produktion ins
Ausland.

Dr. Christian Rakos, Geschäftsführer von proPellets und Präsident
des europäischen Pelletdachverbandes zu der erfreulichen Entwicklung:
"Auch im Jahr 2013 konnte die heimische Pelletwirtschaft das
kontinuierlich hohe Wachstum der letzten Jahre fortsetzen. Österreich
ist beim Verbrauch, aber auch bei der Produktion ein Spitzenland.
International ist die Pelletwirtschaft zum Hoffnungsträger für die
Nutzung von erneuerbarer Energie geworden."

10.500 neue Pelletheizanlagen

2013 wurden in Österreich ca. 10.500 Pelletheizungen installiert.
Die Pelletkessel werden hauptsächlich in Einfamilienhäusern
eingebaut, wo sie meist alte Ölheizungen ersetzen. Auch in
Gewerbebetrieben, insbesondere bei Hotels werden immer häufiger
Pelletheizungen installiert. Die Gesamtanzahl von Pelletheizungen in
Österreich stieg damit um 10% auf über 112.000. Österreichs
Produzenten von Pelletheizanlagen sind weltweit Technologie- und
Marktführer. Einzelne Betriebe exportieren bis zu 80% Ihrer
Produktion. Vom englischen Königshaus bis nach Chile sind
österreichische Pelletheizanlagen in Betrieb.

Neuer Rekordwert bei der Pelletproduktion

Die heimische Produktion von Pellets stieg von 893.000t im Jahr
2012 auf einen neuen Rekordwert von 962.000t. Der Verbrauch von
Pellets entwickelte sich von 790.000t auf 880.000t. Österreich ist
nach wie vor Nettoexporteur bei Pellets: 2013 standen 360.000t
Importen 480.000t Exporte gegenüber. Weltweit stieg die Nutzung von
Pellets in den letzten 12 Jahren von 2 Millionen Tonnen auf 22,5
Millionen Tonnen. Hauptproduzent und Hauptmarkt ist Europa. Etwa die
Hälfte der Pellets wird zur Erzeugung von Ökostrom verwendet, die
andere Hälfte wird als Brennstoff für die Wärmeerzeugung verwendet.
DI (FH) Franz Schwarzauger, Leitung Verkauf
Sägenebenprodukte/Pellets, Mayr-Melnhof Holz Gruppe und Obmann
proPellets: "Für die österreichischen Pelletsproduzenten hat die
nachhaltige, regionale Versorgung des heimischen Marktes oberste
Priorität, was durch kontinuierliche Investitionen in
Kapazitätserweiterungen untermauert wird. Die Rohstoffbasis bilden
primär anfallende Nebenprodukte aus der lokalen Holzindustrie."

Heizkostenersparnis von insgesamt Euro 178 Millionen gegenüber
Heizöl extra leicht

Bei einem Gesamtverbrauch von 880.000t ersparten sich die
heimischen Pelletheizer im vergangenen Jahr gegenüber Heizöl
extraleicht in Summe Euro 178 Millionen. Für einen einzelnen Haushalt
mit einem Bedarf von 6 Tonnen Pellets betrug die Einsparung über Euro
1.200,-. Derzeit ist der Preisvorteil von Pellets gegenüber Heizöl
extraleicht 41% (Stand Jänner 2014).

Jobmotor Biobrennstoffe: 18.600 primäre Arbeitsplätze

Laut einer Erhebung im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr,
Innovation und Technologie (BMVIT) sicherte die Bereitstellung von
Holzbrennstoffen (Stückholz, Hackgut und Pellets) im Jahr 2012 in
Österreich 12.748 Vollzeitarbeitsplätze. Bei den heimischen
Industriebetrieben die Biomasseheizkessel herstellen gab es 5.870
Vollzeitarbeitsplätze. In Summe sichert der Nutzung von Holz als
Energieträger damit über 18.500 primäre Vollzeitarbeitsplätze, der
sekundäre Beschäftigungseffekt (Handel, Installateure, Zulieferer)
ist entsprechend noch höher.

Innovation und Qualitätssicherung

Durch hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung bringen
heimische Hersteller von Pelletkesseln laufend technische
Innovationen auf den Markt. Die wichtigsten Entwicklungen gab es im
Bereich der Emissionsminderung. Moderne Pelletkessel weisen äußerst
niedrige Emissionswerte auf, die zum Teil um den Faktor 1000 unter
den Emissionen veralteter Stückholzfeuerungen liegen.

Wichtig für den Konsumenten ist, dass Pellets in gleichbleibend
hoher Qualität geliefert werden. Um dies sicherzustellen hat
proPellets Austria gemeinsam mit dem Deutschen Pelletverband das
Qualitätszertifizierungssystem ENplus entwickelt. Dieses hat sich in
den letzten 4 Jahren zum EU weit erfolgreichsten Qualitätssiegel
entwickelt. Mehr als die Hälfte der gesamten europäischen
Pelletproduktion ist bereits ENplus zertifiziert. In Österreich sind
bereits über 90% der Produktion zertifiziert.

Ökobilanz: Treibhausgasreduktion von 97%

Die CO2 Emissionen bei der Pelletherstellung sind sehr niedrig.
Das liegt daran, dass die Energieversorgung der Pelletierwerke meist
mit der Rinde der Bäume erfolgt, die im Sägewerk geschnitten werden.
So kann mit Pellets aus heimischer Produktion eine
Treibhausgasreduktion gegenüber Heizöl Extraleicht von 97% erzielt
werden!

Ausblick

2014 wird in Österreich die Produktion von Pellets die 1 Million
Tonnen Grenze überschreiten. Neue Pelletwerke werden gebaut, etwa in
Aspang (NÖ), in Wels und in Guttenbrunn (NÖ). In Stainach (Stmk) wird
ein Werk reaktiviert. Setzt sich die erfolgreiche Entwicklung fort,
könnte es zu einer Verdoppelung des Pelletverbrauchs bis zum Jahr
2020 kommen. Das würde gegenüber der Nutzung von Heizöl eine CO2
Einsparung von über 2,2 Millionen Tonnen bedeuten.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/5104

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PEL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel