Becker: Kampf gegen Arbeitslosigkeit durch engere Zusammenarbeit der AMS in der EU

EU-Parlamentsausschuss segnet Einigung zu Vernetzung der Arbeitsmarktverwaltungen ab

Brüssel, 13. Februar 2014 (ÖVP-PD) "Heute haben wir eine stärkere Waffe im Kampf gegen Arbeitslosigkeit durchgesetzt. Bei etwa 26 Millionen Arbeitslosen in der EU ist es nur logisch, dass alle öffentlichen Arbeitsmarktverwaltungen der EU-Länder künftig verpflichtend zusammenarbeiten müssen", so Heinz K. Becker, Beschäftigungssprecher der ÖVP im EU-Parlament. Der EU-Abgeordnete war Chefverhandler der Europäischen Volkspartei (EVP) für das Gesetz, das einen verpflichtenden Erfahrungs- und Datenaustausch zwischen den Arbeitsmarktservices vorsieht. Heute segnet der Beschäftigungsausschuss das Verhandlungsergebnis zwischen EU-Parlament, Rat und Kommission ab. ****

"Die wichtigste Priorität ist, dass die Arbeitsmarktservices effizienter werden, Daten austauschen und das Lernen von
Erfahrungen der anderen zur Verpflichtung wird", erklärt Becker. Dabei habe das österreichische AMS eine "Vorzeigerolle". "Niedrigste Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit in Europa belegen den konkreten Beitrag, den effiziente Arbeitsmarktverwaltungen leisten können. Vor allem Mitgliedstaaten mit hoher Arbeitslosigkeit und inneffizienten Arbeitsmarktservices können von der österreichischen Erfahrung voll profitieren", so der EU-Abgeordnete.

Bisher gab es nur eine informelle Kooperation der öffentlichen Arbeitsmarktverwaltungen in der EU. "Durch das Netzwerk soll ein umfassendes Benchlearning, festgelegt durch qualitative und quantitative Indikatoren, ermöglicht werden. Dadurch soll ebenfalls die nach österreichischem Modell in der EU eingeführte Jugendgarantie wirksam unterstützt werden", betont Becker und stellt klar: "Keinesfalls darf die neue Zusammenarbeit zu einem Senken der Mindeststandards oder erhöhtem Konkurrenzkampf führen."

Mit der Internet-Plattform "EURES" soll darüber hinaus auch die grenzüberschreitende Mobilität Arbeitssuchender gesteigert werden. "Es kann nicht sein, dass es trotz horrender Arbeitslosigkeit in einigen Regionen Europas gleichzeitig fast zwei Millionen freie Stellen in der EU gibt, die nicht besetzt werden können. Hier wird ein enormes Jobpotential vergeudet", so Becker.

Nach dem heutigen Beschluss muss noch das Plenum des EU-Parlaments zustimmen. Ab Herbst 2014 soll dann die verpflichtende Zusammenarbeit der AMS beginnen.

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