- 13.02.2014, 10:07:41
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Christian Ragger: Hypo-Rätsel um verlorene 25 Millionen für Alpine
Wird glückloser Manager Kranebitter anders behandelt als Kulterer?
Utl.: Wird glückloser Manager Kranebitter anders behandelt als
Kulterer? =
Klagenfurt (OTS) - "Die Wahrheit über das Desaster der Hypo Bank
International gehört auf den Tisch. Es fällt auf, dass die Gründe
hierfür meist nur in der Ära bis 2006 gesucht werden und für die Zeit
danach, als die bayrische Landesbank und ab Dezember 2009 der Bund
die Geschäfte führten, herrscht Funkstille", meint der Obmann der
Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger. In diesem
Zusammenhang stellt er die Frage, ob der glücklose von
Ex-Finanzminister Pröll bestellte Vorstand Gottfried Kranebitter,
unter dessen Führung das Verlustrisiko explodiert ist, anders
behandelt wird als Wolfgang Kulterer. "Kranebitter hat dem Baukonzern
Alpine im September 2012 einen Kredit von 25 Millionen gewährt, als
Medien bereits über akute Zahlungsschwierigkeiten desselben
berichteten. Das Geld ist weg und der Steuerzahler haftet dafür", so
Ragger.
Für ihn ist es rätselhaft, warum die verstaatlichte Hypo in
dieser Causa anders reagiert als bei Wolfgang Kulterer. Letzteren hat
die Bank wegen eines 2-Millionenkredites an die Fluglinie Styrian
Spirit angezeigt. Kulterer und ein zweiter Manager Gert Xander wurden
auch rechtskräftig verurteilt. Mit folgender richterlicher
Begründung: "Ein Bankangestellter missbraucht seine Befugnis, wenn er
trotz erkannter mangelnder Bonität und fehlender Sicherheiten zum
Zeitpunkt der Kreditschuldenentstehung - also wirtschaftlich
unvertretbar - Kredite gewährte". "Bei Kranebitter gingen die 25
Millionen für die Alpine daneben und es passierte bisher nichts
Vergleichbares wie bei Styrian Spirit". Während die Hypo Kulterer
wegen der 2 Millionen auch zivilrechtlich belangen will, tut sie das
bei Kranebitter nicht, obwohl die Schadenssumme mehr zwölfmal so hoch
ist.
Allein dieses Beispiel zeige, mit welch zweierlei Maß die
Hypo-Problematik aufgearbeitet werde. "Man tut so, als ob alles
Negative bis 2007 geschehen wäre und über die Missgriffe danach wird
der Mantel des Schweigens gedeckt. Es wäre daher dringend notwendig,
dass man offenlegt, in wie vielen Fällen und an wen die Hypo unter
dem glücklosen Kranebitter Kreditnachlässe in Südosteuropa, vor allem
in Kroatien, gewährt hat. Da geht es um Milliarden, für die der
Steuerzahler geradesteht", so Ragger abschließend.
(Schluss)
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