Christian Ragger: Hypo-Rätsel um verlorene 25 Millionen für Alpine

Wird glückloser Manager Kranebitter anders behandelt als Kulterer?

Klagenfurt (OTS) - "Die Wahrheit über das Desaster der Hypo Bank International gehört auf den Tisch. Es fällt auf, dass die Gründe hierfür meist nur in der Ära bis 2006 gesucht werden und für die Zeit danach, als die bayrische Landesbank und ab Dezember 2009 der Bund die Geschäfte führten, herrscht Funkstille", meint der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger. In diesem Zusammenhang stellt er die Frage, ob der glücklose von Ex-Finanzminister Pröll bestellte Vorstand Gottfried Kranebitter, unter dessen Führung das Verlustrisiko explodiert ist, anders behandelt wird als Wolfgang Kulterer. "Kranebitter hat dem Baukonzern Alpine im September 2012 einen Kredit von 25 Millionen gewährt, als Medien bereits über akute Zahlungsschwierigkeiten desselben berichteten. Das Geld ist weg und der Steuerzahler haftet dafür", so Ragger.

Für ihn ist es rätselhaft, warum die verstaatlichte Hypo in dieser Causa anders reagiert als bei Wolfgang Kulterer. Letzteren hat die Bank wegen eines 2-Millionenkredites an die Fluglinie Styrian Spirit angezeigt. Kulterer und ein zweiter Manager Gert Xander wurden auch rechtskräftig verurteilt. Mit folgender richterlicher Begründung: "Ein Bankangestellter missbraucht seine Befugnis, wenn er trotz erkannter mangelnder Bonität und fehlender Sicherheiten zum Zeitpunkt der Kreditschuldenentstehung - also wirtschaftlich unvertretbar - Kredite gewährte". "Bei Kranebitter gingen die 25 Millionen für die Alpine daneben und es passierte bisher nichts Vergleichbares wie bei Styrian Spirit". Während die Hypo Kulterer wegen der 2 Millionen auch zivilrechtlich belangen will, tut sie das bei Kranebitter nicht, obwohl die Schadenssumme mehr zwölfmal so hoch ist.

Allein dieses Beispiel zeige, mit welch zweierlei Maß die Hypo-Problematik aufgearbeitet werde. "Man tut so, als ob alles Negative bis 2007 geschehen wäre und über die Missgriffe danach wird der Mantel des Schweigens gedeckt. Es wäre daher dringend notwendig, dass man offenlegt, in wie vielen Fällen und an wen die Hypo unter dem glücklosen Kranebitter Kreditnachlässe in Südosteuropa, vor allem in Kroatien, gewährt hat. Da geht es um Milliarden, für die der Steuerzahler geradesteht", so Ragger abschließend.

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