• 12.02.2014, 11:10:00
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Bundesminister Rupprechter: Beihilfenvorschlag der EU-Kommission gefährdet Erneuerbare-Ziele in Österreich

ÖsterreicherInnen unterstützen Ausbau erneuerbarer Energie

Utl.: ÖsterreicherInnen unterstützen Ausbau erneuerbarer Energie =

Wien (OTS) - "Österreich verfügt über ein effektives und
erfolgreiches Fördermodell. Den Versuch, ein bestimmtes Fördermodell
im Bereich der Stromerzeugung auf Basis erneuerbare Energieträger
vorzuschreiben, lehne ich entschieden ab", betont Bundesminister
Andrä Rupprechter bei einer Pressekonferenz zur aktuellen
EU-Energiepolitik mit dem Dachverband Erneuerbare Energie Österreich
und der Umweltorganisation GLOBAL2000 heute, 12. Februar 2014. Anlass
ist der Vorschlag der Europäischen Kommission zur Neuregelung der
Beihilfen für Umweltschutz und erneuerbare Energien.

Der Vorschlag sieht eine Einschränkung der Unterstützung für den
Ausbau erneuerbarer Energien vor, wodurch Atom- und Kohlekraftwerke
stärker gefördert werden als der Ausbau sauberer Energie.
"Der vorliegende Beihilfenvorschlag der Europäischen Kommission
gefährdet die Erneuerbare-Ziele in Österreich", warnt Rupprechter vor
der Einführung eines europaweiten, technologie-neutralen
Ausschreibungsmodelles anstelle des in Österreich bewährten
Einspeisetarifsystems. Die Frage der Zulässigkeit von Fördersystemen
müsse von der Effizienz und Effektivität abhängig gemacht werden.

green jobs, green economy, green europe

"Ich kämpfe für eine mutige europäische Klima- und Energiepolitik mit
klaren Zielen - sowohl bei der Reduktion von Treibhausgasen, als auch
beim Ausbau der erneuerbaren Energieträger und bei der
Energieeffizienz. Diese drei Ziele sind untrennbar miteinander
verbunden", unterstreicht Rupprechter. "Österreich soll seine
Vorreiterrolle im Umweltbereich ausbauen und weiterentwickeln."

Rupprechters Ziel wird laut einer aktuellen Umfrage vom
Umfrageinstitut GfK, in Auftrag von Erneuerbare Energie Österreich
und Kleinwasserkraft Österreich, von der Mehrheit der
Österreicherinnen und Österreicher unterstützt: 78 Prozent der
Befragten wollen, dass Österreich beim Ausbau erneuerbarer Energien
in der EU eine Vorreiterrolle einnimmt. 85 Prozent wollen, dass
erneuerbare Energien mehr und Atom- und Kohlekraft weniger gefördert
werden, und 80 Prozent der Befragten wollen, dass die
Entscheidungskompetenz darüber bei den Mitgliedsstaaten und nicht bei
der EU liegt.

Moderne Energie- und Klimapolitik steht in keinem Widerspruch zu
Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum. Derzeit werden in Österreich
im Umweltsektor knapp 33 Milliarden Euro erwirtschaftet, davon
entfällt etwa die Hälfte auf das Management von Energieressourcen.
"Der Ausbau erneuerbarer Energie schafft und sichert wichtige green
jobs. Mein Ziel sind über 200.000 green jobs und mindestens 40
Milliarden Euro Umsatz in den nächsten vier Jahren. Ich will ein
lebenswertes Österreich in einem grünen Europa nach dem Motto green
jobs, green economy, green europe", so Rupprechter abschließend.

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