• 10.02.2014, 15:55:50
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Artenvielfalt und Ökosysteme im Winter schützen

Pernkopf: Arbeiten am Erhalt unserer Naturschätze

Utl.: Pernkopf: Arbeiten am Erhalt unserer Naturschätze =

St. Pölten (OTS/NLK) - Auch im Winter gibt es ein vielfältiges
Programm, um sich aktiv für den Naturschutz zu engagieren. So ist es
zum Beispiel möglich, die Amphibien bei deren Wanderung zu ihren
Laichgewässern zu unterstützen. Jedes Jahr fallen Tausende von ihnen
dem Straßenverkehr zum Opfer. Mittels der sogenannten
Zaun-Kübel-Methode wird in einem Gemeinschaftsprojekt von der NÖ
Mittelschule in Orth an der Donau, den Österreichischen Bundesforsten
und dem Nationalpark Donau Auen ein lokales Schutzprojekt
durchgeführt. Entlang der Orther Uferstraße werden die Amphibien
durch einen Zaun und Kübelfallen von der lebensgefährlichen
Überquerung abgehalten. Um die gesammelten Tiere dann täglich sicher
über die Straße zu bringen, braucht es allerdings noch weitere
helfende Hände. Alle in Niederösterreich heimischen Amphibienarten
sind auf der Liste der gefährdeten Tierarten zu finden.

"Niederösterreich kommt in Sachen Naturschutz eine Vorreiterrolle
zu. Bereits im Jahr 1924 wurde hierzulande ein Naturschutzgesetz
erlassen. Wir als Bundesland Niederösterreich sind uns unserer
Naturschätze bewusst und arbeiten alle gemeinsam an deren Schutz und
Erhalt", erklärt Naturschutz-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf nicht
ohne Stolz. Intakte Ökosysteme garantieren den Menschen sauberes
Trinkwasser, Luft zum Atmen, gesunden Boden um Nahrung und
nachwachsende Rohstoffe zu pflanzen und stehen als wertvoller
Erholungsraum zur Verfügung. "Wir müssen uns bewusst machen, dass
eine vielfältige und gesunde Natur wichtig für das menschliche Dasein
ist. Jede und jeder kann einen Beitrag leisten und sich ehrenamtlich
engagieren", betont Mag. Maria Lackner, Leiterin der Initiative
Naturland Niederösterreich, die Wichtigkeit des Engagements für die
Artenvielfalt.

Die Palette, um die Artenvielfalt zu erhalten und Ökosysteme zu
schützen, umfasst auch einen dreitägigen Praxiskurs im März, wo
Interessierte auf der Perchtoldsdorfer Heide die Kunst des
Trockensteinmauer-Bauens erlernen. Dabei vermittelt ein Profi die
Grundfertigkeiten zur Errichtung von Stützmauern an Hängen oder
Böschungen in Trockenbauweise. Diese Mauern sind - wenn sie
fachkundig errichtet wurden - heftigen Niederschlägen aufgrund ihrer
Wasserdurchlässigkeit gewachsen und elastischer bei Frost und
Pflanzenwuchs. Aufgrund der Tatsache, dass kaum Energie zur
Errichtung benötigt wird, sind sie auch sehr umweltfreundlich und für
viele Tierarten ein besonders wichtiger Lebensraum. Fledermäuse,
Reptilien, Amphibien und Insekten finden in Trockensteinmauern ein
neues Zuhause.

Auch die feuchten, kühlen Räume in Weinkellern bieten Fledermäusen
im Winter einen beliebten Rückzugsort. Heutzutage sind viele
Weinkeller unbenutzt oder sie werden als Lager für alles Mögliche
verwendet. Wer einen alten Weinkeller kennt oder besitzt kann dort
eventuell Fledermäuse beobachten und sich dann bei der
Koordinationsstelle für Fledermausschutz melden. So ist es möglich,
die raren Lebensräume der Fledermäuse zu erhalten und die
involvierten Menschen bestmöglich über Schutzmaßnahmen zu
informieren. Auf der Homepage www.naturland-noe.at finden
Interessierte alle Informationen zu den Veranstaltern der oben
angeführten Aktionen und auch Ideen, wie man sich für den Natur- und
Artenschutz engagieren kann.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon
02742/9005-13324, e-mail [email protected], bzw. Energie- und
Umweltagentur NÖ, Mag. (FH) Christine Penz, Telefon 02742/219 19-137,
[email protected], www.enu.at.

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