• 10.02.2014, 12:09:29
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Jungbauernschaft: Schulbücher sollen Landwirtschaft realistisch darstellen

Schulbuchoffensive gestartet

Utl.: Schulbuchoffensive gestartet =

Wien (OTS) - Die Österreichische Jungbauernschaft - Bauernbund
Jugend, die größte agrarische Interessenvertretung der jungen
Bäuerinnen und Bauern im ländlichen Raum, startet nun eine
Schulbuchoffensive, mittels der Entscheidungsträger dazu angehalten
werden sollen, sich für eine realitätsnahe Darstellung der heimischen
Landwirtschaft in den Lehrmaterialien der Volks- und Hauptschulen,
der Neuen Mittelschule sowie den Gymnasien einzusetzen. "Im
Schulalter werden wichtige Grundsteine in der Ausbildung der Kinder
gelegt. Gerade hier müssen wir uns verstärkt dafür einsetzen, dass
unsere österreichische Landwirtschaft so gezeigt wird, wie sie ist",
so Stefan Kast, Bundesobmann der Jungbauernschaft.

Kinder und Jugendliche kennen die Landwirtschaft häufig nur noch
aus Bilder- und Schulbüchern - oft in Form idyllisch-romantischer
Schilderungen, die nicht viel mit der Realität zu tun haben.
Gesellschaft und Öffentlichkeit haben eine viel zu große Distanz zur
Landwirtschaft, die oft schon einer Entfremdung gleicht. Immer
seltener haben Menschen die Möglichkeit, Landwirtschaft direkt zu
erleben und dadurch im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Sie
sind darauf angewiesen, dass ihnen Fakten in Wort und Bild vermittelt
werden. Die Bauern wiederum sind darauf angewiesen, dass diese
Vermittlung funktioniert.

Aufruf: Kopien und Scans von Schulbüchern übermitteln

In einem ersten Schritt will man zuerst Bilder und Seiten von
verfälschten Darstellungen sammeln, erste Exemplare wurden bereits
durchforstet. "Dabei kommen oftmals verzerrte Ansichten ans
Tageslicht. Mehrmals ist von Massentierhaltung die Rede. In einem
Schulbuch wird den Landwirten wortwörtlich vorgeworfen, dass das
Bewusstsein, dass Tiere Lebewesen sind, in den angeblichen
Massentierhaltungen verloren gegangen ist. Diese erschreckenden
Beispiele sind höchstwahrscheinlich aber nur der Anfang", so Kast.

Die Österreichische Jungbauernschaft ruft daher auf, dass die
Leserinnen und Leser wie auch Eltern von schulpflichtigen Kindern dem
Jungbauern-Büro Kopien und Scans von solchen Texten sowie Bildern
übermitteln. Dies kann man per E-Mail ([email protected]), per
Post (Brucknerstraße 6/3, 1040 Wien) oder auch per Fax tun (01/505 81
73-9923). Die Medien werden dabei um intensive Unterstützung gebeten,
damit möglichst viele Leser erreicht werden.

Landwirtschaft darstellen, wie sie ist

"Oftmals hören wir bei Diskussionen, dass sich viele Bauern
darüber aufregen, dass einerseits die Kinder und Jugendlichen nur
mehr wenig über die Landwirtschaft wissen, andererseits lesen die
eigenen Kinder jene Schulbücher, in denen dieser Berufszweig entweder
veraltet, als Intensivwirtschaft oder tierquälerisch vermittelt wird.
Wir wollen dem nun diese Aktion entgegensetzen und bitten dabei um
Unterstützung!", so Kast. Die Jungbauernschaft wird in weiterer Folge
bei den Ministerien und Schulbuchverlagen für eine realistische und
wahrheitsgemäße Darstellung der österreichischen Landwirtschaft
werben.
(Schluss)

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