• 06.02.2014, 08:11:18
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AKNÖ-Präsident Wieser: Probleme bei Pendlerpauschale und Pendlereuro 2014 wegen verzögertem Pendlerrechner-Start des BMF

AKNÖ: Pendlerrechner-Tohuwabohu nicht auf dem Rücken der ArbeitnehmerInnen austragen

Utl.: AKNÖ: Pendlerrechner-Tohuwabohu nicht auf dem Rücken der
ArbeitnehmerInnen austragen =

Wien (OTS/AKNÖ) - Vor knapp einem Jahr von der Bundesregierung als
Linderung gegen die hohen Treibstoffpreise initiiert, sorgt der
Pendlereuro für das Jahr 2014 derzeit für Verwirrung. Das Problem:
Der neue Online-Pendlerrechner des Finanzministeriums verzögert sich
seit Jahresbeginn wegen technischen Schwierigkeiten, ein Ausdruck aus
diesem Pendlerrechner ist aber ab 2014 Voraussetzung für die laufende
Berücksichtigung des Pendlereuros und der Pendlerpauschale durch den
Dienstgeber. Die Folge: Ein "Notfallparagraph" räumt den Arbeitgebern
jetzt eine verlängerte Frist bis Ende September 2014 ein. "Der neue
Finanzminister Spindelegger ist aufgerufen, das Tohuwabohu möglichst
rasch zu beenden. Eine neue Verordnung muss eine Auszahlung des
Pendlereuros 2014 und der Pendlerpauschale bis allerspätestens Ende
Juni garantieren", so AKNÖ-Präsident Markus Wieser, der auch generell
eine Erhöhung der Pendlerförderung verlangt.

Mit 1. Jänner 2014 sollte ein neuer Online-Pendlerrechner Probleme
bei der Beurteilung der Zumutbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln
und bei der Berechnung der Entfernung zwischen Arbeitsstätte und
Wohnort beheben. Allerdings ist es dem Finanzministerium bis heute
nicht gelungen, den Pendlerrechner ins Netz zu stellen. Diese
Verzögerung führt laut einer Durchführungsverordnung vom 19.9.2013
(Bundesministerin Fekter) nun dazu, dass die Dienstgeber für eine
Aufrollung des Pendlereuros 2014 und der Pendlerpauschale länger Zeit
haben, konkret bis Ende September 2014. Dienstnehmer müssen dazu bis
Ende Juni einen Ausdruck des neuen Pendlerrechners beim Arbeitgeber
abgeben.

"Wir haben bereits erste Fälle, wo Dienstgeber trotz altem Antrag
vorläufig keine Pendlerpauschale berücksichtigen und auf den neuen
Ausdruck des Pendlerrechners warten. Da fallen Arbeitnehmer derzeit
um ihre alte Pendlerpauschale um und müssen auf die Aufrollung
warten", berichtet Elisabeth Holub, Leiterin des AKNÖ-Steuerreferats.
Holub ergänzt, das sei nicht korrekt, da die Dienstgeber die
Lohnsteuer richtig errechnen müssen, also vorläufig die alte
Pendlerpauschale berücksichtigen müssen, solange es nicht zur
Aufrollung kommt.

AKNÖ-Präsident Markus Wieser fordert eine Reform der gesetzlichen
Grundlagen: "Die einzig vernünftige Vorgangsweise ist eine
Kilometerberechnung mit einem handelsüblichen Autoroutenplaner und
die Streichung aller anderen Bestimmungen. Außerdem muss
gewährleistet sein, dass die Arbeitnehmer den Pendlereuro 2014 und
die Pendlerpauschale allerspätestens Ende Juni am Lohnkonto haben,
die Aufrollfrist September schreit nach einer Vorverlegung".

Laut einer Analyse geht derzeit jeder dritte Euro an
Pendlerpauschale nach Niederösterreich, knapp 1 Mio. beziehen
Pendlerpauschale. Der Pendlereuro ist von der Entfernung zum
Arbeitsplatz abhängig und wirkt als Absetzbetrag - das heißt, er
reduziert die Lohnsteuer. Der Pendlereuro ist ein Jahresbetrag: Jeder
Pendler bekommt seit 2013 pro Jahr für einen Kilometer Distanz
zwischen Wohnstätte und Arbeitsplatz zwei Euro.

Service: Verordnung, mit der der Pendlerrechner eingeführt wurde:
http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2013_II_276/BGBLA_2
013_II_276.pdf

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