• 05.02.2014, 15:31:14
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ÖH Uni Wien: Nein zu weiterem Schritt zur Abschaffung des freien Hochschulzugangs!

Universität Wien plant Aufnahme- und Eignungstests im Lehramt!

Utl.: Utl.:Universität Wien plant Aufnahme- und Eignungstests im
Lehramt! =

Wien (OTS) - Wien - "Bei schon bestehenden Aufnahmeverfahren wurde in
den letzten Semestern klar, dass alleine die Existenz dieser den
Zugang zu den Hochschulen erschwert. Die bildungspolitischen
Entwicklungen seit dem UG 2002 finden in diesem mehrstufigen
Aufnahmeverfahren inklusive Steop für das Lehramt einen traurigen
Höhepunkt", erklärt Lucia Grabetz (VSStÖ) vom Vorsitzteam der ÖH an
der Uni Wien. Die Haltung der Hochschüler_innenschaft an der
Universität Wien zu Aufnahmetest und Zugangsbeschränkungen ist dem
Rektorat seit langem bekannt. "Uns wurde bis Dezember wiederholt von
der Universität zugesichert, dass kein verpflichtender Eignungstest
eingeführt werden wird", kritisiert Stephanie Mihelic, Zuständige der
ÖH Uni Wien für den Lehramtsbereich, die Vorgehensweise des
Rektorats. "Die Umsetzung dieses Aufnahmeverfahrens ist ein weiterer
Schritt zur Abschaffung des freien Hochschulzugangs", betont
Stephanie Marx (Unabhängige für den KSV LiLi) vom Vorsitzteam.****

Das Rektorat der Universität Wien will die, ohnehin schon
umfangreichen Zulassungskriterien, weiter verschärfen. Diesmal soll
es die Lehramtsstudien an der Universität Wien treffen. Die seit
Beginn des Wintersemesters 2013/14 laufenden Arbeitsgruppen, welche
die Lehramtsdiplomstudien in Bachelor/Master Studienpläne gießen
sollen, wurden von Anfang an in Unkenntnis darüber gelassen. Das
zeigt, dass das Rektorat der Universität Wien versucht, auch in den
letzten verbliebenen Gremien, in denen Studierende real die
Möglichkeit zur Mitbestimmung haben, zu unterlaufen beziehungsweise
aktiv zu verhindern. Während inneruniversitär auf allen Ebenen noch
heftige Diskussionen laufen und kritische Stimmen gegen den geplanten
"Eignungstest" lauter werden, sendet das Rektorat an alle
Studierenden der Universität die Information, dass dieses mehrstufige
Aufnahmeverfahren beschlossen ist. "Damit ignoriert das Rektorat der
Uni Wien - nicht nur die ÖH, sondern auch alle anderen
Vertretungsgremien sowie Institute und Fakultäten", kritisiert Cathy
Schneider (GRAS)vom Vorsitzteam.

Die Umsetzung des Aufnahmeverfahrens bei Lehramtsstudien wäre ein
weiterer Schritt zur Verunmöglichung, (selbst)kritische Wissenschaft,
die gesellschaftliche Entwicklungen in den Blick nimmt, zu fördern.
Begründet wird die Entscheidung von Seiten des Rektorats mit §63, Abs
12 UG, welcher besagt, dass die Eignung für das Lehramt festzustellen
sei. Wie diese "Eignung" festzustellen ist, ist allerdings den
Universitäten selbst überlassen. Die in dieser Form geplanten
Verfahren sind nicht notwendig. Weiters ist die
Beschwichtigungstaktik des Rektorats eine reine Farce, die Aussage:
"Es wird im Resultat kein/e StudienwerberIn, die/der alle Schritte
des Verfahrens durchlaufen hat, vom Lehramtsstudium ausgeschlossen",
gilt für die kommenden drei Jahre. Es ist zu erwarten, dass danach
das Auswahlverfahren verschärft wird. Die Österreichische
Hochschüler_innenschaft an der Universität Wien spricht sich vehement
gegen das sogenannte "Service an Studierende". (Zitat Rektorat Uni
Wien) aus und fordert weiterhin lediglich einen
Online-Self-Assessment-Test zur Erfüllung der gesetzlichen Grundlage.
(Schluss)

~
Rückfragehinweis:
Stephanie Mihelic
Zuständige der ÖH Uni Wien für den Lehramtsbereich
tel: 06645180707
mail: [email protected]

~

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