ÖH Uni Wien: Nein zu weiterem Schritt zur Abschaffung des freien Hochschulzugangs!

Universität Wien plant Aufnahme- und Eignungstests im Lehramt! Universität Wien plant Aufnahme- und Eignungstests im Lehramt!

Wien (OTS) - Wien - "Bei schon bestehenden Aufnahmeverfahren wurde in den letzten Semestern klar, dass alleine die Existenz dieser den Zugang zu den Hochschulen erschwert. Die bildungspolitischen Entwicklungen seit dem UG 2002 finden in diesem mehrstufigen Aufnahmeverfahren inklusive Steop für das Lehramt einen traurigen Höhepunkt", erklärt Lucia Grabetz (VSStÖ) vom Vorsitzteam der ÖH an der Uni Wien. Die Haltung der Hochschüler_innenschaft an der Universität Wien zu Aufnahmetest und Zugangsbeschränkungen ist dem Rektorat seit langem bekannt. "Uns wurde bis Dezember wiederholt von der Universität zugesichert, dass kein verpflichtender Eignungstest eingeführt werden wird", kritisiert Stephanie Mihelic, Zuständige der ÖH Uni Wien für den Lehramtsbereich, die Vorgehensweise des Rektorats. "Die Umsetzung dieses Aufnahmeverfahrens ist ein weiterer Schritt zur Abschaffung des freien Hochschulzugangs", betont Stephanie Marx (Unabhängige für den KSV LiLi) vom Vorsitzteam.****

Das Rektorat der Universität Wien will die, ohnehin schon umfangreichen Zulassungskriterien, weiter verschärfen. Diesmal soll es die Lehramtsstudien an der Universität Wien treffen. Die seit Beginn des Wintersemesters 2013/14 laufenden Arbeitsgruppen, welche die Lehramtsdiplomstudien in Bachelor/Master Studienpläne gießen sollen, wurden von Anfang an in Unkenntnis darüber gelassen. Das zeigt, dass das Rektorat der Universität Wien versucht, auch in den letzten verbliebenen Gremien, in denen Studierende real die Möglichkeit zur Mitbestimmung haben, zu unterlaufen beziehungsweise aktiv zu verhindern. Während inneruniversitär auf allen Ebenen noch heftige Diskussionen laufen und kritische Stimmen gegen den geplanten "Eignungstest" lauter werden, sendet das Rektorat an alle Studierenden der Universität die Information, dass dieses mehrstufige Aufnahmeverfahren beschlossen ist. "Damit ignoriert das Rektorat der Uni Wien - nicht nur die ÖH, sondern auch alle anderen Vertretungsgremien sowie Institute und Fakultäten", kritisiert Cathy Schneider (GRAS)vom Vorsitzteam.

Die Umsetzung des Aufnahmeverfahrens bei Lehramtsstudien wäre ein weiterer Schritt zur Verunmöglichung, (selbst)kritische Wissenschaft, die gesellschaftliche Entwicklungen in den Blick nimmt, zu fördern. Begründet wird die Entscheidung von Seiten des Rektorats mit §63, Abs 12 UG, welcher besagt, dass die Eignung für das Lehramt festzustellen sei. Wie diese "Eignung" festzustellen ist, ist allerdings den Universitäten selbst überlassen. Die in dieser Form geplanten Verfahren sind nicht notwendig. Weiters ist die Beschwichtigungstaktik des Rektorats eine reine Farce, die Aussage:
"Es wird im Resultat kein/e StudienwerberIn, die/der alle Schritte des Verfahrens durchlaufen hat, vom Lehramtsstudium ausgeschlossen", gilt für die kommenden drei Jahre. Es ist zu erwarten, dass danach das Auswahlverfahren verschärft wird. Die Österreichische Hochschüler_innenschaft an der Universität Wien spricht sich vehement gegen das sogenannte "Service an Studierende". (Zitat Rektorat Uni Wien) aus und fordert weiterhin lediglich einen Online-Self-Assessment-Test zur Erfüllung der gesetzlichen Grundlage. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Stephanie Mihelic
Zuständige der ÖH Uni Wien für den Lehramtsbereich
tel: 06645180707
mail: stephanie.mihelic@oeh.univie.ac.at

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