- 04.02.2014, 08:02:45
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Creditreform PRIVATINSOLVENZSTATISTIK 2013: 41 Insolvenzen pro Werktag
Über 10.100 insolvente Privatpersonen
Utl.: Über 10.100 insolvente Privatpersonen =
Wien (OTS) - Die endgültigen Zahlen der Creditreform
Privatinsolvenzstatistik für das Gesamtjahr 2013 zeigen einen
weiteren Rückgang bei den insolventen Privatpersonen: 10.138
zahlungsunfähige Private bedeuten ein Minus von 3,9%. Während die
Anzahl der eröffneten Schuldenregulierungsverfahren um 5,6% auf 8.980
Verfahren zurückgeht, sind die mangels Vermögen abgewiesenen
Insolvenzanträge um 11,7% auf 1.158 Verfahren gestiegen. Die
Insolvenzursachen liegen hauptsächlich im falschen Umgang mit Geld:
84% der von Creditreform befragten Gläubiger sehen darin den Grund
für die Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung. In jedem zweiten Fall
ist die Einkommensverschlechterung infolge von Arbeitslosigkeit oder
Scheidung/Trennung der Insolvenzgrund. Gut ein Drittel der
Insolvenzen ist auf gescheiterte Selbstständige zurück zu führen.
Hauptgläubiger sind Banken, Telekommunikationsunternehmen und
Leasingunternehmen. Rainer Kubicki, Geschäftsführer von Creditreform,
sieht den "typischen Schuldner" in einem männlichen Wiener zwischen
25 und 40 Jahren, lediglich mit Pflichtschulabschluss und
Migrationshintergrund und einer durchschnittlichen Verschuldung von
rund 70.000 Euro.
Bundesländervergleich: 15 von 10.000 Erwachsenen sind
zahlungsunfähig/überschuldet, Wiener am stärksten betroffen
Ein Blick auf die einzelnen Bundesländer zeigt, dass entgegen dem
Österreich-Trend die Insolvenzen im Burgenland (+8,9%) und in Tirol
(+0,9%) angestiegen sind. Am stärksten gesunken sind die Insolvenzen
in Kärnten (-13,6%), der Steiermark (-9,2%) und in Vorarlberg
(-8,4%). Im Vergleich zur Einwohnerzahl sind die Wiener fast doppelt
zu häufig von Insolvenzen betroffen als der Österreichweite
Durchschnitt. Fast 30 von 10.000 erwachsenen Wienern wurden
insolvent. Österreichweit wurden hingegen 15 von 10.000 Erwachsenen
zahlungsunfähig.
Conclusio
Der erfreuliche Rückgang der Privatinsolvenzen lässt den Schluss
zu, dass die Österreicher sorgfältiger mit ihrem Geld umgehen und
weniger auf Pump konsumieren. Vielfach sind sie dazu aber auch durch
steigende Lebenserhaltungskosten und stagnierende Reallöhne
gezwungen. Durch die steigende Arbeitslosigkeit ist überdies die
Entschuldung mittels Zahlungsplan (eine Zahlungsvereinbarung zwischen
dem Schuldner und den Gläubigern) schwieriger geworden. Auch die
Banken haben seit der Finanzkrise und vor dem Hintergrund von Basel
III gelernt und sind bei der Privatkreditvergabe vorsichtiger
geworden.
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