• 03.02.2014, 14:27:44
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Arbeitslosigkeit: AKNÖ-Präsident Markus Wieser fordert mehr Geld und Personal für AMS

Über-50-Jährige besonders hart betroffen, Maßnahmen auch bei Jugendlichen notwendig

Utl.: Über-50-Jährige besonders hart betroffen, Maßnahmen auch bei
Jugendlichen notwendig =

Wien (OTS/AKNÖ) - AKNÖ-Präsident Markus Wieser zeigt sich besorgt
über den Anstieg der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich. Ende
Jänner waren fast 65.700 Menschen auf Arbeitssuche, das sind um 8
Prozent mehr als im Jänner 2013. Angesichts der Zahlen fordert der
AKNÖ-Präsident, dass das AMS-Budget keinesfalls gekürzt werden dürfe.

65.700 NiederösterreicherInnen haben Ende Jänner Arbeit gesucht. Das
ist nicht nur ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. "Das ist
ein Anstieg von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2009. In
einer solchen Situation darf nicht darüber nachgedacht werden, Mittel
für das AMS zu kürzen", sagt AKNÖ-Präsident Markus Wieser. "Wir
brauchen dringend mehr Geld und mehr Personal für das
Arbeitsmarktservice, damit wir den Betroffenen so gut wie möglich
helfen können." Auf Landesebene sollte der Beschäftigungspakt TEP
helfen, die Entwicklung einzudämmen, zeigt sich Wieser vorsichtig
optimistisch: "Mit dem Pakt haben wir zielgerichtete und regional
ausgerichtete Maßnahmen vor allem für Ältere und Jugendliche
vereinbart, die diesen beiden Gruppen am Arbeitsmarkt helfen
sollten".

Anstieg trifft Ältere besonders hart

Besonders hart trifft der jüngste Anstieg Über-50-Jährige. Die
Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe ist im Vergleich zum Vorjahr
um fast 20 Prozent gestiegen, so stark wie in keiner anderen
Altersgruppe. Das müsste nicht so sein, sagt
AKNÖ-Arbeitsmarktexpertin Claudia Tschernutter: "Die Sozialpartner
haben sich bereits 2011 auf ein Bonus-Malus-System verständigt. Das
soll aber laut Regierungsabkommen aber erst 2017 eingeführt werden."
Notwendig seien parallel auch Programme, die Betriebe wirklich
motivieren, eine betriebliche Gesundheitsförderung einzuführen.
Tschernutter erhofft sich Besserung durch die 350 Millionen Euro, die
die Bundesregierung an Förderungen für die Wiedereingliederung
älterer ArbeitnehmerInnen bereitstellt. "Allerdings müssen Länder und
Gemeinden dieses Geld auch abholen."

1.800 Jugendliche in Überbetrieblichen Ausbildungsstätten

Bei den Jugendlichen haben die Überbetrieblichen Ausbildungsstätten
das Schlimmste verhindert, sagt AKNÖ-Lehrlingsexperte Robert Hörmann:
"Aktuell erlernen etwa 1.800 Jugendliche in Niederösterreich auf
diesem Weg einen Beruf. Das zeigt, wie wichtig dieses Auffangnetz
ist." Allerdings könnte hier noch mehr getan werden: "Auch in
Niederösterreich brauchen wir endlich Jobwerkstätten für Jugendliche,
wie es sie in anderen Bundesländern bereits gibt. Die
Überbetrieblichen Ausbildungsstätten müssen gestärkt werden."

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