Arbeitslosigkeit: AKNÖ-Präsident Markus Wieser fordert mehr Geld und Personal für AMS

Über-50-Jährige besonders hart betroffen, Maßnahmen auch bei Jugendlichen notwendig

Wien (OTS/AKNÖ) - AKNÖ-Präsident Markus Wieser zeigt sich besorgt über den Anstieg der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich. Ende Jänner waren fast 65.700 Menschen auf Arbeitssuche, das sind um 8 Prozent mehr als im Jänner 2013. Angesichts der Zahlen fordert der AKNÖ-Präsident, dass das AMS-Budget keinesfalls gekürzt werden dürfe.

65.700 NiederösterreicherInnen haben Ende Jänner Arbeit gesucht. Das ist nicht nur ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. "Das ist ein Anstieg von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2009. In einer solchen Situation darf nicht darüber nachgedacht werden, Mittel für das AMS zu kürzen", sagt AKNÖ-Präsident Markus Wieser. "Wir brauchen dringend mehr Geld und mehr Personal für das Arbeitsmarktservice, damit wir den Betroffenen so gut wie möglich helfen können." Auf Landesebene sollte der Beschäftigungspakt TEP helfen, die Entwicklung einzudämmen, zeigt sich Wieser vorsichtig optimistisch: "Mit dem Pakt haben wir zielgerichtete und regional ausgerichtete Maßnahmen vor allem für Ältere und Jugendliche vereinbart, die diesen beiden Gruppen am Arbeitsmarkt helfen sollten".

Anstieg trifft Ältere besonders hart

Besonders hart trifft der jüngste Anstieg Über-50-Jährige. Die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 20 Prozent gestiegen, so stark wie in keiner anderen Altersgruppe. Das müsste nicht so sein, sagt AKNÖ-Arbeitsmarktexpertin Claudia Tschernutter: "Die Sozialpartner haben sich bereits 2011 auf ein Bonus-Malus-System verständigt. Das soll aber laut Regierungsabkommen aber erst 2017 eingeführt werden." Notwendig seien parallel auch Programme, die Betriebe wirklich motivieren, eine betriebliche Gesundheitsförderung einzuführen. Tschernutter erhofft sich Besserung durch die 350 Millionen Euro, die die Bundesregierung an Förderungen für die Wiedereingliederung älterer ArbeitnehmerInnen bereitstellt. "Allerdings müssen Länder und Gemeinden dieses Geld auch abholen."

1.800 Jugendliche in Überbetrieblichen Ausbildungsstätten

Bei den Jugendlichen haben die Überbetrieblichen Ausbildungsstätten das Schlimmste verhindert, sagt AKNÖ-Lehrlingsexperte Robert Hörmann:
"Aktuell erlernen etwa 1.800 Jugendliche in Niederösterreich auf diesem Weg einen Beruf. Das zeigt, wie wichtig dieses Auffangnetz ist." Allerdings könnte hier noch mehr getan werden: "Auch in Niederösterreich brauchen wir endlich Jobwerkstätten für Jugendliche, wie es sie in anderen Bundesländern bereits gibt. Die Überbetrieblichen Ausbildungsstätten müssen gestärkt werden."

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