- 03.02.2014, 11:11:33
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MKV-Kukacka zu Bildungsstandard-Test: Differenziertes Schulsystem und Gymnasium zeigen sich überlegen
MKV appelliert an ÖVP sich nicht in Defensive drängen zu lassen
Utl.: MKV appelliert an ÖVP sich nicht in Defensive drängen zu
lassen =
Wien (OTS) - Die Ergebnisse dieser Tests der Bildungsstandards
bestärken den MKV weiterhin für ein differenziertes Schulsystem samt
achtjährigem Gymnasium einzutreten. Die AHS erbringt mit Abstand die
besten Leistungen im getesteten Fach Englisch und die Neue
Mittelschule (NMS) schneidet nicht besser ab als das Auslaufmodell
Hauptschule, obwohl in den neuen Schultyp viel Geld in zusätzliches
Lehrerpersonal investiert wurde - nämlich für zwei Pädagogen pro
Klasse in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. "Die jüngsten
Testergebnisse haben bewiesen, dass sich das differenzierte
Schulsystem sowohl in der Praxis, als auch im internationalen
Vergleich als besser erwiesen hat. Wenn sich das Modell der NMS trotz
mehr Geld und mehr Personal nicht als erfolgreich erweist, muss
dieser Schultyp neu überdacht werden", fordert Kukacka.
Die Lehrerpersonalkosten lagen deshalb im Schuljahr 2012 bei der
Hauptschule bei rund 6.600 Euro, an der NMS bei etwa 7.200 Euro und
in der AHS-Unterstufe bei rund 4.700 Euro. "Schon der
Rechnungshofbericht zum Modellversuch NMS aus dem Dezember 2013
zerpflückte das Lieblingsprojekt der früheren Unterrichtsministerin
Claudia Schmied als teuer, ineffizient und überhastet eingeführt,
weil es ohne wissenschaftliche Begleitung und Evaluation
durchgedrückt wurde. Ihr offen eingestandenes ideologisches Ziel war
ja die verpflichtende Gesamtschule für alle 10- bis 14-Jährigen und
die NMS sollte als Vorstufe dazu dienen", sagt StS a.D. Mag. Helmut
Kukacka, Vorsitzender des Mittelschüler-Kartell-Verbandes.
Wichtig wäre es vor allem, in die einzig echte Gesamtschule, nämlich
die Volksschule, sowie in die vorschulische Bildung und in den
Kindergarten zu investieren. Dort liegen die größten Probleme unseres
Schulsystems begraben. Das verlange vor allem Förderung und
Überprüfung der Deutschkenntnisse vor Eintritt in das
Regelschulwesen, damit dann zu diesem Zeitpunkt Chancengleichheit
besteht und aus Rücksicht auf Schwächere kein anderes Kind gebremst
wird.
"Die Zukunft unseres Schulsystems - auch dies zeigen die aktuellen
Ergebnisse - könne nicht im Modell der Gesamtschule liegen. Sie
bleibt ein ideologischer Ladenhüter links-grüner Parteien, die
mangels neuer Ideen auf den Konzepten des frühen 20. Jahrhunderts
beharren", ist Kukacka überzeugt. Notwendig sei der mühsame Weg
ständiger Reformen um unser erfolgreiches differenziertes Schulsystem
zu verbessern. Der MKV appelliert dabei an die ÖVP-Führung sich von
diesem Weg nicht abbringen zu lassen, sondern offensiv an ihm
festzuhalten. Die ÖVP darf sich in der Bildungspolitik nicht in die
Defensive drängen lassen. Sie würde damit ein wesentliches
Alleinstellungsmerkmal ihrer Politik aufgeben und Wähler verlieren
ohne neue zu gewinnen.
"Die Aufrechterhaltung und Stärkung des Gymnasiums, die Verbesserung
und Aufwertung der Hauptschule vor allem im städtischen Bereich ist
notwendig und sachlich gerechtfertigt und wird zudem von der Mehrheit
der Bevölkerung unterstützt. Es gibt keine überzeugenden Argumente,
daran etwas Grundsätzliches zu ändern, wenngleich auch hier
Verbesserungsbedarf besteht", so Kukacka abschließend.
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