MKV-Kukacka zu Bildungsstandard-Test: Differenziertes Schulsystem und Gymnasium zeigen sich überlegen

MKV appelliert an ÖVP sich nicht in Defensive drängen zu lassen

Wien (OTS) - Die Ergebnisse dieser Tests der Bildungsstandards bestärken den MKV weiterhin für ein differenziertes Schulsystem samt achtjährigem Gymnasium einzutreten. Die AHS erbringt mit Abstand die besten Leistungen im getesteten Fach Englisch und die Neue Mittelschule (NMS) schneidet nicht besser ab als das Auslaufmodell Hauptschule, obwohl in den neuen Schultyp viel Geld in zusätzliches Lehrerpersonal investiert wurde - nämlich für zwei Pädagogen pro Klasse in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. "Die jüngsten Testergebnisse haben bewiesen, dass sich das differenzierte Schulsystem sowohl in der Praxis, als auch im internationalen Vergleich als besser erwiesen hat. Wenn sich das Modell der NMS trotz mehr Geld und mehr Personal nicht als erfolgreich erweist, muss dieser Schultyp neu überdacht werden", fordert Kukacka.

Die Lehrerpersonalkosten lagen deshalb im Schuljahr 2012 bei der Hauptschule bei rund 6.600 Euro, an der NMS bei etwa 7.200 Euro und in der AHS-Unterstufe bei rund 4.700 Euro. "Schon der Rechnungshofbericht zum Modellversuch NMS aus dem Dezember 2013 zerpflückte das Lieblingsprojekt der früheren Unterrichtsministerin Claudia Schmied als teuer, ineffizient und überhastet eingeführt, weil es ohne wissenschaftliche Begleitung und Evaluation durchgedrückt wurde. Ihr offen eingestandenes ideologisches Ziel war ja die verpflichtende Gesamtschule für alle 10- bis 14-Jährigen und die NMS sollte als Vorstufe dazu dienen", sagt StS a.D. Mag. Helmut Kukacka, Vorsitzender des Mittelschüler-Kartell-Verbandes.

Wichtig wäre es vor allem, in die einzig echte Gesamtschule, nämlich die Volksschule, sowie in die vorschulische Bildung und in den Kindergarten zu investieren. Dort liegen die größten Probleme unseres Schulsystems begraben. Das verlange vor allem Förderung und Überprüfung der Deutschkenntnisse vor Eintritt in das Regelschulwesen, damit dann zu diesem Zeitpunkt Chancengleichheit besteht und aus Rücksicht auf Schwächere kein anderes Kind gebremst wird.

"Die Zukunft unseres Schulsystems - auch dies zeigen die aktuellen Ergebnisse - könne nicht im Modell der Gesamtschule liegen. Sie bleibt ein ideologischer Ladenhüter links-grüner Parteien, die mangels neuer Ideen auf den Konzepten des frühen 20. Jahrhunderts beharren", ist Kukacka überzeugt. Notwendig sei der mühsame Weg ständiger Reformen um unser erfolgreiches differenziertes Schulsystem zu verbessern. Der MKV appelliert dabei an die ÖVP-Führung sich von diesem Weg nicht abbringen zu lassen, sondern offensiv an ihm festzuhalten. Die ÖVP darf sich in der Bildungspolitik nicht in die Defensive drängen lassen. Sie würde damit ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal ihrer Politik aufgeben und Wähler verlieren ohne neue zu gewinnen.

"Die Aufrechterhaltung und Stärkung des Gymnasiums, die Verbesserung und Aufwertung der Hauptschule vor allem im städtischen Bereich ist notwendig und sachlich gerechtfertigt und wird zudem von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt. Es gibt keine überzeugenden Argumente, daran etwas Grundsätzliches zu ändern, wenngleich auch hier Verbesserungsbedarf besteht", so Kukacka abschließend.

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Michael Burda
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