Fremdenfeindliche Äußerungen von Minister Rupprechter am BOKU Ball

ÖH BOKU erschüttert über verbale Entgleisungen von Landwirtschaftsminister bei Eröffnungsrede

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft an der Universität für Bodenkultur (ÖH BOKU) ist erschüttert über die fremdenfeindlichen Äußerungen von Bundesminister Andrä Rupprechter während seiner Eröffnungsrede am BOKU-Ball 2014 am 31. Jänner in der Wiener Hofburg.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden der ÖH BOKU, Johann Strube, meinte der Minister in seiner Eröffnungsrede: "Mein Freund, von einem aus Mecklenburg-Vorpommern brauchen wir uns nicht sagen zu lassen, wie wir Wissenschaftspolitik gestalten. Als ich studiert habe, herrschte dort noch Realsozialismus." Mit dieser Aussage diskreditiert er alle Nicht-ÖsterreicherInnen, die sich in diesem Land politisch engagieren. "Die Aussagen zeugen von einem höchstbefremdlichen Europabild, in dem Nicht-ÖsterreicherInnen offenbar immer noch mit Argwohn betrachtet werden," so Strube entsetzt. "Es ist auch demokratiepolitisch bedenklich. Schließlich habe ich als gewählter Vertreter eine demokratische Legitimation, mich bildungspolitisch zu äußern. Für einen Bundesminister sind solche Aussagen untragbar" stellt der stellvertretende ÖH BOKU Vorsitzende fest.

Die HochschülerInnenschaft an der BOKU als Veranstalterin des Balls lebt von der Vielfalt der Studierenden. Das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder, unabhängig ihrer Herkunft, ist die Grundlage der Vertretungsarbeit.

"Die ÖH BOKU erwägt auf Grund dieser Entgleisung Andrä Rupprechter in Zukunft nicht mehr als Ehrengast zu ihrem Ball einzuladen" so dass Vorsitzteam unisono.

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