• 31.01.2014, 14:56:40
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management club: Abgabenänderungsgesetz setzt falsche Signale

Die positiven Ansätze im Regierungsprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes werden durch das geplante Abgabenänderungsgesetz 2014 zunichte gemacht

Utl.: Die positiven Ansätze im Regierungsprogramm zur Stärkung des
Wirtschaftsstandortes werden durch das geplante
Abgabenänderungsgesetz 2014 zunichte gemacht =

Wien (OTS) - "Die geplanten Änderungen beinhalten
investitionsschädliche Maßnahmen, ein dynamischeres Wachstum wird
damit sicher nicht erreicht." ist Gerhard Starsich, Präsident des
management club überzeugt.

Der management club erkennt die Bemühungen der neuen Regierung -
insbesondere in Zeiten der Budgetkonsolidierung und negativer
Konjunkturentwicklung - zur Verbesserung der wirtschaftlichen
Situation an und unterstützt die im Regierungsprogramm vereinbarten
Punkte in weiten Teilen.

"Es scheint in Österreich eine Kultur des Mittelmaßes zu geben.
Eine Einschränkung der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Bezügen über
500.000 Euro pro Jahr ist ein Kniefall vor dem öffentlichen
Managerbashing, bringt aber nichts." stellt Starsich fest.
International tätige Führungskräfte werden auf diese Art langfristig
abgeschreckt. Damit entgehen dem Land aber dringend notwendige
Investitionen, Arbeitsplätze gehen verloren, der Standort ist für
Headquarter-Ansiedelungen weniger attraktiv.

Dass gerade ein Land wie Österreich, wo mittlerweile 6 von 10
Euros durch den Export verdient werden, Unternehmen, die in diesem
Bereich sehr erfolgreich unterwegs sind, stärker belasten will, ist
unverständlich und völlig kontraproduktiv. Die geplanten Maßnahmen im
Bereich der Gruppenbesteuerung, d.h. eine Einschränkung des
Verlustabzuges auf EWR-Länder, bzw. Länder mit denen ein
Doppelbesteuerungsabkommen mit großer Amtshilfe besteht, ist nicht
nachvollziehbar. Gerade die Expansion in Emerging Markets war immer
eine Stärke österreichischer Betriebe, die sich dadurch als
Nischenplayer, in manchen Bereichen sogar als globale Marktführer
etablieren konnten. Kündigungen dieser Abkommen können zu
Nachversteuerungen führen und damit große Probleme für Unternehmen
verursachen, schränken die Planungssicherheit und damit auch
wachstumsfördernde Anreize ein. Ebenso reiht sich die Einschränkung
der steuerlichen Absetzbarkeit von Zins- und Lizenzzahlungen in eine
Reihe von standortfeindlichen Belastungen ein.

Auch die geplanten Änderungen bei der GmbH Light und beim
Gewinnfreibetrag treffen die österreichische Wirtschaft, besonders
die kleinen und mittleren Unternehmen, die allerdings fast 85 Prozent
aller österreichischen Betriebe ausmachen und einen Großteil der
heimischen Arbeitsplätze sichern.

"Die Regierung ist angehalten, eine Verbesserung der
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch entsprechende Maßnahmen
herbeizuführen. Die Wirtschaft ist bereit, ihren Anteil an der
Sanierung des Staatshaushaltes mitzutragen. Allerdings muss die
öffentliche Hand zuerst strukturelle Effizienz- und Sparpotenziale
heben, bevor sie neue Belastungen für die Selbstständigen,
Gewerbetreibenden und Unternehmen andenkt. Zahlreiche Vorschläge dazu
liegen vor, diese müssen nun umgesetzt werden." mahnt mc-Präsident
Gerhard Starsich abschließend ein.

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