- 31.01.2014, 12:38:19
- /
- OTS0123 OTW0123
Die Unterlagen sind eingereicht: Hall in Tirol auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe

Hall in Tirol (TP/OTS) - Hall in Tirol ist mit der Münzstätte als
Geburtsort des Talers und der größten erhaltenen Altstadt
Westösterreichs eine der bedeutendsten kultur- und
wirtschaftshistorischen Städte Tirols. Jetzt setzt Hall in Tirol
einen weiteren Schritt: Die Münzstadt bewirbt sich um die
Auszeichnung als UNESCO-Weltkulturerbe. Über ein Jahr lang wird der
Prüfungsprozess dauern - aber Hall ist gut vorbereitet: Schon längst
ist das gesamte Ensemble der Altstadt unter Schutz gestellt, und ein
Masterplan stellt sicher, dass die historische Altstadt auch
zukünftig ein vitaler Lebens- und Wirtschaftsraum bleibt.
In die Welterbeliste werden nur Stätten aufgenommen, die nach
Meinung des Welterbekomitees herausragende universelle Bedeutung aus
historischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Gründen haben:
Diese Voraussetzungen erfüllt Hall in Tirol mit einer der ersten
historisch belegten "Industrien" voll und ganz. Für die Münzindustrie
setzte Hall Meilensteine: Im 15. Jahrhundert wurde mit dem
"Guldiner", die sogenannte "Taler-Währung" erfunden, die nicht nur
den wirtschaftlichen Austausch über Landesgrenzen ermöglichte,
sondern auch Namenspatron für den Dollar war. Auch die erste
funktionierende industrielle Münzprägung, die Walzenprägung, wurde in
Hall in Tirol entwickelt. Diese Technologie verbreitete sich in ganz
Europa und galt über 180 Jahre als "state of the art". Als
Weltkulturerbe vorgeschlagen wird die Münze Hall in Verbindung mit
der Haller Altstadt: Hier wurde ein geschlossenes Altstadtensemble
nicht nur erhalten, sondern wurde und wird zum vitalen Lebens- und
Wirtschaftsraum weiterentwickelt.
"Die Aufnahme in die Welterbe-Liste würde für Hall in Tirol eine
hohe internationale Auszeichnung und Anerkennung der historischen
Bedeutung der Stadt und seiner Münzstätte darstellen", so
Landeskonservator Werner Jud. Den Haller Bürgern selbst ist die
positive Weiterentwicklung der Stadt ein großes Anliegen - das
bestätigen auch die Vorschläge und Ideen aus der Partizipation im
Herbst 2013.
"Die Bewerbung als Weltkulturerbe ist ein wichtiger Mosaikstein
im Rahmen dieser Weiterentwicklung, denn mit der möglichen
Auszeichnung würde einerseits das bisher Geleistete gewürdigt,
andererseits ein Auftrag für die Zukunft erteilt: Für die Bewerbung
muss nämlich ein "Masterplan" beigelegt werden. Nur wenn eine
entsprechende Entwicklungsperspektive für die Zukunft vorliegt,
verleiht die UNESCO die Auszeichnung", ergänzt Dr. Eva Maria Posch
(Bürgermeisterin Hall in Tirol).
Der Zeitplan für eine mögliche Aufnahme orientiert sich an den
Vorgaben der UNESCO: Bis April 2015 wird die Einreichung geprüft, die
Entscheidung fällt im Juli 2015.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TPK






