• 31.01.2014, 10:59:02
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Sterbehilfe-Verbot in Verfassung bleibt "wichtiges Ziel"

Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich, Schaffelhofer, zur Diskussion über Regierungspläne: "Noch viel Überzeugungsarbeit nötig"

Utl.: Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich, Schaffelhofer,
zur Diskussion über Regierungspläne: "Noch viel
Überzeugungsarbeit nötig" =

Wien, 31.01.14 (KAP) Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) sieht
in der Übereinkunft der Bundesregierung, das geltende Verbot der
aktiven Sterbehilfe und das "Grundrecht auf ein Sterben in Würde" in
der Verfassung zu verankern, ein "nach wie vor wichtiges Ziel".
KAÖ-Präsidentin Gerda Schaffelhofer zur zuletzt wieder aufgeflammten
Mediendebatte in einer Aussendung am Freitag: Die Verankerung in der
Verfassung wäre ein "entscheidender Schritt", um die Menschenwürde
und die Rechte unheilbar Kranker und Sterbender abzusichern - auch
wenn diese in Österreich mit dem parteiübergreifenden Festhalten am
Euthanasie-Verbot und dem Ausbau der humanen Sterbebegleitung
bereits jetzt gewahrt sei.

Im Auftrag der Regierung sollen sich nun zunächst eine
parlamentarische sowie die Bioethik-Kommission beim Bundeskanzleramt
mit der möglichen verfassungsrechtlichen Festschreibung des
Tötungsverbots befassen. Wenn es dann zu einer Gesetzesvorlage der
Regierung kommt, müssen die beiden Regierungsparteien im Parlament
auch Abgeordnete der Opposition gewinnen, um die für ein solches
Verfassungsgesetz nötige Zwei-Drittel-Mehrheit zu erreichen.

"Hier wird es noch viel Überzeugungsarbeit brauchen", weiß die
KAÖ-Präsidentin. Die Möglichkeiten der modernen Medizin schürten ein
"heute weit verbreitetes Selbstverständnis" - nämlich dass der
Mensch alleine über sich selbst und sein Leben verfügen könnte.
"Gerade am Ende des Lebens und in existenziellen Krisen wird die
Versuchung daher immer größer, in sein eigenes Leben und auch das
anderer einzugreifen", gab Schaffelhofer zu bedenken. "Bei aller
Selbstverantwortung und Gestaltungsfreiheit, die der Mensch für sein
Leben hat", sehe der christliche Glaube im Leben - von seinem
natürlichen Anfang bis zu seinem natürlichen Ende - ein "Geschenk
Gottes".

Gerade Grenzsituationen und Krisen könnten zum Wachsen und Reifen
der Person beitragen. "Auch darum setzen wir uns für ein Sterben in
Würde ohne aktive Sterbehilfe ein", so Schaffelhofer. Damit die
Mehrheit der Bevölkerung das Euthanasie-Verbot auch weiterhin
mitträgt, brauche es einen weiteren Ausbau der Hospizversorgung,
qualifizierte Beratung für Betroffene und Angehörige und auch das
Zeugnis bekannter und glaubwürdiger Persönlichkeiten.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) rme/jmo/

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