Größte private Thermalbohrung in Österreich gestartet

Kaindorf (OTS) - Der steirische Obst&Gemüse Vermarkter Frutura, startete in der Oststeiermark die größte private Thermalbohrung in Österreich. Ziel ist es, in thermalwasserbeheizten Gewächshäusern eine ökologisch nachhaltige Produktion von Tomaten, Paprika und Gurken aus regionalem Anbau zu sichern!

"Gerade die Vorbereitungsarbeiten für diese erste Bohrung waren sehr intensiv und bedurften vieler detaillierter Expertisen. Insgesamt nahmen diese zwei Jahre in Anspruch", erklärt Univ.-Prof. Dr. Johann Goldbrunner, beauftragter Geologe und Geothermieexperte aus Graz.

Die Wärme kommt aus der Tiefe.

Bis auf 3.650 Meter muss gebohrt werden, um auf die Thermalwassermenge von 60 l/s bei einer Wassertemperatur von mindestens 110GradC zu stoßen.

Goldbrunner erklärt: "Dabei wird Thermalwasser zur Beheizung der Gewächshäuser entnommen und mittels einer zweiten Bohrung wieder in den Thermalstrom zurückgepumpt."

"Durch diese Technik ist eine Beeinträchtigung fremder Wasserrechte sowie ein Druckverlust der Thermalwasserströme nicht zu erwarten", attestiert Prof. Goldbrunner.

Strenge Überwachung durch das Land Steiermark.

Die steirischen Behörden haben für die Probebohrungen, als auch für die zukünftigen Betriebsphasen einen Sachverständigen vor Ort eingesetzt.

Um Probleme auszuschließen und höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, wurde dieser vom Land Steiermark beauftragt, mögliche Auswirkungen durch die Bohrungen detailliert zu überwachen. Dies geschieht mittels ständigen Kontrollen und regelmäßiger Beweissicherung durch den Sachverständigen.

Probebohrung läuft derzeit nach Plan.

"Wir haben bereits die 1.200 Metermarke erreicht", freut sich Bohrleiter Zoltan Toth, Geschäftsführer der Spezialfirma Top-Thermal. "Wir können jeweils innerhalb von 5 Tagen maximal 500 Meter in die Tiefe bohren. Danach muss das Bohrloch mit Zement ausgekleidet und damit stabilisiert werden. Jede Unterbrechungen muss vermieden werden, um eine Verschüttung des Bohrlochs zu verhindern" betont Toth.

In drei Arbeitsschichten will man Mitte März in einer Tiefe von 3.650 Metern angelangt sein. "Es läuft bis jetzt alles reibungslos und es sind keinerlei Komplikationen zu erwarten. Einzig die Witterung und die Kälte ist für mein Team und mich eine große Herausforderung", berichtet Toth weiter.

"Mit einer erfolgreichen Bohrung wäre dieses europaweit einzigartige ökologische Vorzeigeprojekt zur nachhaltigen Nutzung von Thermalenergie gesichert", so Projektleiter Bertram Mayer.
Die Produktion von Gemüse durch die Beheizung von Glashäusern mit geothermischer Energie im Rahmen des Geothermie-Projektes der Frutura, stellt somit eine umweltschonende, jederzeit verfügbare, CO2-einsparende und rückstandsfreie Nutzungsform dar.

Rückfragen & Kontakt:

Edith Deibel, e.deibel@frutura.com
Christian Deutsch, c.deutsch@kommstrategie.at

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