ORF-JournalistInnen weisen Angriffe der Grünen zurück

Gegen Vorverurteilung eines ORF-Redakteurs durch Peter Pilz

Wien (OTS) - Der grüne Politiker Peter Pilz wirkt beleidigt. Beleidigt, weil er selbst nicht in die Ö1-Sendung "Klartext" eingeladen wurde. Eingeladen wurde nämlich die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig, so wie FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner von der ÖVP. Glawischnig hat die Einladung nicht angenommen und kommt daher nicht. So weit, so normal. Hätten Strache oder Mikl-Leitner abgelehnt, wären auch sie nicht in die Sendung gekommen.

Statt dessen wäre Peter Pilz gern selbst auf Sendung gegangen. Das hat die Redaktion abgelehnt. Die Redaktion hätte auch abgelehnt, wenn von FPÖ oder ÖVP andere als die eingeladenen Personen geschickt worden wären. Die Entscheidung, wer zu einer Sendung eingeladen wird, trifft die Redaktion und nicht eine Parteizentrale.

Schärfstens zurückzuweisen ist jedenfalls, dass dem Vernehmen nach Peter Pilz versucht haben soll, bis in die Geschäftsführung des ORF hinauf zu intervenieren, um Druck auf die Redaktion auszuüben und auf diese Art zu einer Einladung in die Sendung zu kommen. Schärfstens zurückzuweisen ist auch, wie der Politiker Pilz im Internet per Blog und Social Media vor einer großen Öffentlichkeit versucht, die Integrität des Moderators der Sendung in Frage zu stellen. Und schärfstens zurückzuweisen ist auch der von Pilz erhobene Vorwurf, mit der Sendung würde bewusst gegen das ORF-Gesetz verstoßen. Dies festzustellen ist Sache der zuständigen Behörden und nicht eines beleidigten Grün-Mandatars.

Der Redakteursrat des ORF
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