UVP Marchfeldkogel: Ende der UVP noch vor Beginn - gefälschte Gutachten im Spiel?

Grüne Niederösterreich prüfen rechtliche Konsequenzen

St. Pölten (OTS) - Im Marchfeld soll auf einer Fläche von rund einem Quadratkilometer ein 40 Meter hohen Berg, der "Marchfeldkogel" aufgeschüttet werden. Mit Bauschutt und Bodenaushub. Für die Bevölkerung vor Ort und die Grünen ein gigantisches Deponieprojekt. Widerstand hat sich formiert.
Heute hätte im Turnsaal der Volksschule Markgrafneusiedl die Umweltverträglichkeitsprüfung (kurz: UVP) für den geplanten Marchfeldkogel beginnen sollen. Die grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Petrovic und Amrita Enzinger waren vor Ort: Kurz nach der Begrüßung wurde verkündet: Die UVP wird verschoben - Zeitpunkt unbekannt, offizielle Begründung auch unbekannt:
Madeleine Petrovic und Amrita Enzinger waren ebenso überrascht wie die anwesenden VertreterInnen der Bürgerinitiative - haben aber herausgefunden, dass das Gutachten des Straßenbauprojekts S8 beinahe 1:1 als Gutachten für den Marchfeldkogel aufgelegt wurde. Auch beim Autor des Gutachten liegt der Verdacht nahe dass getrickst wurde. Für Madeleine Petrovic wäre dies eine Gutachtenfälschung und damit ein strafrechtlicher Tatbestand.
Die Grüne Abgeordnete Enzinger erklärt sich das abrupte Ende noch vor Beginn der UVP daher so: "Bei der öffentlichen Umweltverträglichkeitsprüfung wäre aufgedeckt worden, dass das Projekt von hinten bis vorne stinkt. Behörden agieren hier nicht korrekt, wissen das, und haben kalte Füße bekommen - wir werden alle Möglichkeiten, das Projekt zu kippen, prüfen."

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