Weidenholzer: Gegen Armut in Europa ankämpfen!

SPÖ-Europaabgeordneter: "Wichtig ist Arbeit, von der man leben kann!"

Wien (OTS/SK) - Die Zahl der armutsgefährdeten Personen in Europa nahm in den letzten Jahren enorm zu und betrug im Jahr 2012 26,6 Prozent. Anlässlich des aktuellen Sozialberichtes der Kommission fordert SPÖ-Europaabgeordneter Josef Weidenholzer ein aktives Gegensteuern. "Die Krise seit 2008 hat in Europa mehr als sieben Millionen Menschen in die Armut getrieben. "Fast 10 Prozent aller Europäer leben in Verhältnissen, in denen sie sich keine Waschmaschine, kein Auto, kein Telefon oder kein Heizmaterial leisten können." ****

Der Bericht zeigt, dass die Haushaltseinkommen immer noch dem Wachstum des BIP hinterher hinken. Sozialexperte und Volkshilfe-Präsident Weidenholzer fordert daher: "Wir dürfen die Kosten für die Rettung von Banken nicht auf die Schultern der Schwächsten in der Gesellschaft legen. Der radikale Kahlschlag der Sozialsysteme in manchen Ländern sowie die Politik der undemokratischen Troika gehören gestoppt."

Dass der Bericht in Bezug auf Pensionisten ein sehr euphorisches Bild zeichnet, wonach die Armutsgefährdung bei älteren Menschen in Europa gesunken sei, sieht Josef Weidenholzer kritisch: "Ich halte die Einschätzung der Kommission für undifferenziert. Die ältere Generation darf bei Maßnahmen zur Armutsbekämpfung nicht übersehen werden", erklärt der Europaabgeordnete, der auch als Spitzenkandidat des Pensionistenverbandes in die EU-Wahl geht und bezieht sich darauf, dass immer noch jede dritte alleinstehende Pensionistin in Österreich von Ausgrenzung betroffen ist.

Der SPÖ-Europaabgeordnete machte zudem auf die sozialdemokratischen Ziele für ein gerechteres Europa aufmerksam: "Es braucht für jeden Job in Europa einen Mindestlohn, der über der Armutsgrenze liegt. Menschen, die arbeiten, müssen auch in einer Höhe entlohnt werden, um davon ein würdiges Leben führen zu können." Er fordert eine Trendwende in Europa, insbesondere im Zuge der Europawahlen im Mai. (Schluss) bj/mp

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