Konsumentenpolitische Tagung (1) - Blecha: PVÖ ist starker und streitbarer Kämpfer für Konsumentenrechte und -schutz

"Kampf" gegen die Teuerung an allen Fronten - PVÖ fordert mehr Transparenz, Kontrolle und härtere Strafen

Wien (OTS/SK) - "Der Pensionistenverband Österreichs, DIE starke Interessensvertretung der älteren Generation hat den Konsumentenschutz ab den 1990er-Jahren zu einem seiner zentralen Aufgaben gemacht. Wir sind ein unermüdlicher und streitbarer Kämpfer für Konsumentenrechte und Konsumentenschutz und konnten bereits viele Ungerechtigkeiten beseitigen und Verbesserungen erwirken", betonte der Präsident des Pensionistenverbandes (PVÖ) Karl Blecha, heute, Mittwoch zum Auftakt der Konsumenentenpolitischen Tagung des PVÖ, der größten und mitgliederstärksten Seniorenorganisation Österreichs. ****

"Der tägliche Einkauf, Wohnen, Heizen, Strom und Gas - alles wird immer teurer. Pensionistinnen und Pensionisten spüren die Teuerung bis zu doppelt so stark und leiden ganz besonders unter den steigenden Preisen. Damit muss endlich Schluss sein! Daher führt der Pensionistenverband einen harten Preiskampf an zahlreichen Fronten -von Lebensmitteln, über Energie, bis hin zu ungerechtfertigt hohen Überziehungszinsen oder intransparenten, teuren Produkten der privaten Altersvorsorge", unterstrich Blecha vor zahlreichen FunktionärInnen des PVÖ und KonsumentenschutzexpertInnen, die zur Konsumentenpolitischen Tagung des PVÖ nach Wien gekommen sind.

Der Kampf gegen die Teuerung und ganz besonders gegen den "Österreich-Aufschlag" in den Supermärkten, eine, wie Blecha betont, "Folge von Preisabsprachen", stand und steht im Zentrum der aktuellen konsumentenpolitischen Arbeit des PVÖ. Dass die neue Bundesregierung bereits zugesichert hat, der Teuerung, dem "Österreich-Aufschlag" und den hohen Energiepreisen mit einem Maßnahmenpaket zu begegnen, sei "ausdrücklich zu begrüßen" und zu einem großen Teil auf den Druck des Pensionistenverbandes zurückzuführen, so Blecha, der weitere zentrale Forderungen des Pensionistenverbandes nannte:

Wohnen:

"Wohnen darf kein Privileg sein. Es muss wieder für alle günstiger und leistbar werden." Daher fordert der PVÖ:
* Einen Preisstopp für Mieten: Der Hauptmietzins darf den Richtwert + 20 Prozent nicht übersteigen
* Mehr Wohnbauförderung für den sozialen Wohnbau
* Geringere Betriebskosten durch Streichung der Grundsteuer und der Versicherungskosten aus dem Betriebskostenkatalog
* Streichung der Maklerprovision für Mieter

Energiepreise:

"Obwohl die Stromkosten auf dem Weltmarkt sinken, steigen die Preise für die Endverbraucher stetig an." Daher fordert der PVÖ, dass die Anbieter Preissenkungen auf dem Großhandelsmarkt an Kunden weitergeben müssen.
Außerdem:
* Neustrukturierung der Ökostromförderung (2013 zahlten Haushalte um 43 Prozent bzw. 64 Euro im Durchschnitt mehr als 2012)
* Die geplante überstürzte Einführung von elektronischen Stromzählern muss überdacht werden

Probleme beim Einkaufen:

"Kleine, fast unleserliche Kennzeichnungen Preisauszeichnungen und immer größere Packungsgrößen erschweren gerade älteren Menschen den täglichen Einkauf."
Daher fordert der PVÖ:
* Kleinere Produktgrößen
* Preise und Inhaltsstoffe müssen deutlich und übersichtlich ausgezeichnet sein
Außerdem:
* Die Nahversorgung im ländlichen Raum muss gesichert werden
* Volles Rücktrittsrecht bei auf Messen getätigten Käufen

Wettbewerbsrecht:

"Durch nicht nachvollziehbare Aufschläge und illegale Preisabsprachen werden Konsumentinnen und Konsumenten spürbar finanziell geschädigt." Daher fordert der PVÖ:
*Kampf dem Österreich-Aufschlag in den Supermärkten
* Geldstrafen für Preissünder müssen dem Konsumentenschutz zugutekommen
* Volle Akteneinsicht nach rechtskräftig abgeschlossenen Kartellverfahren
* Bei hochkonzentrierten Märkten (Energie, Mineralöl, Lebensmittel) soll es eine Beweislastumkehr geben. D.h. Anbieter müssen beweisen, dass die Preise gerechtfertigt sind.

Banken:

"Dass die Überziehungszinsen durchschnittlich 11,22 Prozent betragen, während die Guthabenzinsen bei lächerlichen 0,125 Prozent (vor KeSt) liegen, ist absolut unverhältnismäßig."
Der PVÖ fordert daher:
* Mehr Preisklarheit bei Girokonten - höhere Guthaben- und niedrigere Überziehungszinsen

Private Altersvorsorge:

"Die aktuellen Produkte der privaten Altersvorsorge sind kostenintensiv, riskant und wenig transparent. Zu diesem Ergebnis kam auch die EU-Kommission sowie eine aktuelle Studie des PVÖ-Konsumentenschutzexperten Dr. Harald Glatz(abzurufen unter
http://pvoe.at/content/glatz-aktuelle-studie-beweist-erneut-ueberlege
nheit-des-gesetzlichen-pensionssystems"). Der PVÖ fordert daher:
* Produkte der privaten Altersvorsorge müssen transparenter werden * Verzinsung muss unter Einbeziehung aller Kosten deutlich dargestellt werden
* Mindestverzinsung muss garantiert werden
* Es braucht faire Ausstiegsmöglichkeiten

"Wir werden in all diesen wichtigen Bereichen sicher nicht lockerlassen und appellieren hier ganz besonders an den Wirtschaftsminister", fasste Blecha die zentralen konsumentenpolitischen Forderungen des PVÖ zusammen und unterstrich abschließend: "Wir sind DIE starke Interessensvertretung der älteren Generation und wir werden unseren Kampf gegen die Teuerung verstärkt weiter führen." (Forts.)

Rückfragehinweis: GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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