• 29.01.2014, 12:19:05
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Finanzierung der Universitäten und der Forschung bis zum Jahr 2020

Gemeinsam mit FFG, FWF und den Universitäten fordert der Rat für Forschung und Technologieentwicklung mehr Geld für Zukunftsinvestitionen

Utl.: Gemeinsam mit FFG, FWF und den Universitäten fordert der Rat
für Forschung und Technologieentwicklung mehr Geld für
Zukunftsinvestitionen =

Wien (OTS) - In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Pascale
Ehrenfreund, der Präsidentin des FWF, Harald Kainz, dem Rektor der TU
Graz, und Klaus Pseiner, dem Geschäftsführer der FFG forderten die
Vorsitzenden des Forschungsrates einmal mehr die Realisierung der
dringend notwendigen Maßnahmen zur besseren Finanzierung des
tertiären Sektors (Hochschulsektor) sowie der F&E-Gesamtausgaben.
"Nur durch eine kontinuierliche Steigerung der budgetären Ausstattung
kann ein nachhaltiges Wachstum für Wissenschaft und Forschung
gewährleistet werden kann", so der Vorsitzende des Forschungsrates
Dr. Hannes Androsch. Starke Schwankungen, so der einhellige Tenor
aller ForschungsvertreterInnen, wirken sich insbesondere auf den
notwendigen Aufbau qualifizierten Forschungspersonals negativ aus und
schränken damit auch die Absorption bereits vorhandener Mittel ein.

Im Vorfeld der Budgetverhandlungen ruft der Forschungsrat daher
mit einer aktuellen Empfehlung die Regierung dringend auf, nicht nur
ein klares Bekenntnis, sondern vor allem auch tatsächliches
Engagement für Bildung, Wissenschaft und Forschung zu zeigen. "Wir
brauchen", so der stellvertretende Vorsitzende des Forschungsrates,
Univ.-Prof. Dr. Peter Skalicky, "für diese Bereiche sowohl optimale
Rahmenbedingungen als auch eine angemessene finanzielle Ausstattung."

Deutliche Verbesserungen bei der Finanzierung von Wissenschaft
und Forschung gefordert

Mit Implementierung der "Strategie der Bundesregierung für
Forschung, Technologie und Innovation" im Jahr 2011 wurde ein
wichtiger Schritt zur Verbesserung der Rahmenbedingungen von
Wissenschaft und Forschung in Österreich gesetzt. Als ein
wesentliches Ziel wurde darin das Erreichen einer F&E-Quote von 3,76%
(in Prozent des BIP) bis 2020 festgehalten. Die Bundesregierung hat
nun in ihrem aktuellen Regierungsprogramm die Bereiche "Wissenschaft
und Forschung" erneut als elementare Stützen der gesamtstaatlichen
Entwicklung Österreichs ausgewiesen. Als ein Ziel im
Regierungsprogramm wird das Setzen konkreter budgetärer Maßnahmen zum
Erreichen des 2%-Quote (in Prozent des BIP) für tertiäre
Bildungseinrichtungen bis zum Jahr 2020 angekündigt.
Rund 200 Mio Euro Steigerung pro Jahr fehlen zum Erreichen des
F&E-Ausgabenziels von 3,76% des BIP bis zum Jahr 2020
Noch vor der neuen Regierungsbildung, im Oktober 2013, wurde im
Auftrag des Rates die Berechnung möglicher Pfade der
Forschungsquotenziele bis 2020 durch das WIFO publiziert. Aus der
Studie geht hervor, dass der Entwicklungstrend der F&E-Quote zwar
noch eine Zunahme der Ausgaben für Wissenschaft und Forschung
aufweist, die erforderlichen Steigerungen zur Erreichung des
3,76%-Zieles jedoch nicht eingehalten werden können. Konkret zeigt
die WIFO Studie, dass zur Erreichung des Quotenzieles eine starke
Steigerung bei der öffentlichen Finanzierung von 2013 bis 2020
notwendig wäre. Ausgehend von 2013 beträgt der kumulierte zusätzliche
Finanzierungsbedarf bei der öffentlichen Finanzierung bis 2018 über
zwei Milliarden.

Zum Erreichen des Ausgabenziels von 2,0% des BIP für den tertiären
Sektor bis 2020 fehlen pro Jahr 400 Mio Euro Steigerung
Soll das 2%-Ziel für den tertiären Bildungsbereich bis zum Jahr 2020
erreicht werden, muss der Finanzierungspfad für die Bereiche
Hochschulen, Grundlagenforschung und angewandte Forschung signifikant
angehoben werden.

Zur Erreichung des 2%-Ziels müssten die Ausgaben von 1,51% des BIP
oder 4,3 Mrd. Euro im Jahr 2010 auf 8,3 Mrd. Euro im Jahr 2020
steigen. Da der öffentliche Finanzierungsanteil im tertiären Sektor
gegenüber dem privaten überwiegt, sind die notwendigen Steigerungen
vorrangig durch die öffentliche Hand zu tragen. Jährliche
Mehrausgaben von im Schnitt rund 400 Mio. Euro über den verbleibenden
Zeitraum wären zum Erreichen des 2%-Ziels daher notwendig. Da im
Bundesfinanzrahmen entsprechende Steigerungen nicht enthalten sind,
ist die Zielerreichung unwahrscheinlich, weswegen akuter
Handlungsbedarf besteht.

Grafiken unter:
http://www.rat-fte.at/news-reader/items/pk-finanzierung

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