• 27.01.2014, 12:25:17
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Walser zum Holocaust-Gedenktag: "Niemals vergessen ist aktueller denn je!"

Grüne für verpflichtende Bildungsprogramme an Schulen

Utl.: Grüne für verpflichtende Bildungsprogramme an Schulen =

Wien (OTS) - "Der Holocaust-Gedenktag ist keine überflüssige Mahnung,
sondern dringend notwendig, um die richtigen Lehren aus den
nationalsozialistischen Gräueltaten zu ziehen", erinnert
Grünen-Mandatar Harald Walser an den von den Vereinten Nationen 2005
eingeführten "Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer": "Auch
bei uns sind die Verantwortlichen aufgerufen, nicht nur in
Sonntagsreden, sondern mit konkreten Handlungen deutlich zu machen,
dass für das offizielle Österreich eine klare Abgrenzung gegenüber
Nationalsozialismus und Neofaschismus eine Selbstverständlichkeit
sein muss und zum Grundkonsens in der Zweiten Republik gehört."

"Es war ein fatales Signal, dass in der Hofburg die Elite des
europäischen Rechtsextremismus zum Tanz geladen war, während die
Überlebenden vor der Hofburg nicht einmal die Möglichkeit zum Protest
hatten", erinnert der Grüne Abgeordnete an die Vorkommnisse am
letzten Wochenende: "Die FPÖ ist anscheinend nicht bereit, ihre
Rolle innerhalb des europäischen Rechtsextremismus zu überdenken. Im
Gegenteil, sie strebt eine führende Rolle an und tut alles, um
diesbezüglich auch international als führende Kraft wahrgenommen zu
werden. SPÖ und ÖVP sollten das endlich zur Kenntnis nehmen und die
FPÖ dorthin stellen, wo sie hingehört - ins politische Abseits."

Walser spricht sich für schulische Bildungsprogramme aus: "Noch immer
ist trotz aller Lippenbekenntnisse nicht gewährleistet, dass künftige
Lehrkräfte im Rahmen ihrer Ausbildung mit dieser Problematik
konfrontiert werden: "Die Gedenkstätte in Mauthausen muss in diesem
Zusammenhang von jedem parteipolitischen Einfluss befreit und zum
zentralen Ort der Reflexion über die NS-Zeit in Österreich werden.
Die derzeitigen Zustände in der Gedenkstätte lassen aber wenig
Hoffnung aufkommen, dass wir diesbezüglich auf einem richtigen Weg
sind", erinnert Walser an eine unbefriedigende Anfragebeantwortung
der Innenministerin in der letzten Woche.

Das Burgtheater hat in den letzten Wochen die Thematik mit
beeindruckenden Veranstaltungen öffentlich gemacht und gezeigt, wie
man das Thema eindrucksvoll mit Jugendlichen erörtern kann: "Die
Veranstaltungs-Reihe stand aber nicht zufällig unter dem Titel -Die
letzten Zeugen-, auf die Erinnerungs-Arbeit von
Holocaust-Überlebenden können wir künftig nicht mehr im bisherigen
Ausmaß zählen", so Walser: "Eines ist sicher: Das antifaschistische
-Niemals vergessen- ist aktueller denn je!"

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