AKNÖ-Präsident Markus Wieser: Weniger Geld für Kinderbetreuung ist ein falscher Schritt (1)

Wieser fordert bei Enquete zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie die Regierung auf, versprochene Mittel nicht zu kürzen

Wien (OTS/AKNÖ) - Die von Familienministerin Karmasin geäußerten Pläne, von den angekündigten 400 Millionen Euro für Kinderbetreuung nur 350 Millionen auszubezahlen, lassen die Alarmglocken schrillen. "Gleich zu Beginn der Amtsperiode einen Schritt in die falsche Richtung zu setzen, ist fatal. Gerade in die Frühförderung muss jetzt mehr denn je investiert werden", forderte Präsident Markus Wieser bei einer Enquete der AK Niederösterreich zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Außerdem erinnerte der Präsident an die wichtigen Konjunkturimpulse, die den Ausbau von Betreuungseinrichtungen begleiten.

Laut Medienberichten soll entgegen früherer Versprechen nun Geld für Kinderbetreuung eingespart werden. Für die Investition in Kinderbetreuungseinrichtungen sprechen aber viele Gründe. Schon allein aus wirtschaftlicher Sicht zahlt sich der Ausbau aus. "Eine flächendeckende Ausweitung von Einrichtungen kommt der Bauwirtschaft zu Gute und kurbelt die Konjunktur an", so der Präsident der NÖ Arbeiterkammer Markus Wieser, der auch auf die positiven Beschäftigungseffekte verweist. Aber auch bei den Qualitätsstandards in den Betreuungseinrichtungen gibt es österreichweit dringend Nachholbedarf. In Niederösterreich ist es zulässig, dass eine einzige ausgebildete Kinderpädagogin bis zu 25 betreut. Laut ExpertInnen sollen es höchstens 20 Kinder pro Gruppe und maximal zehn Kinder pro Fachkraft sein. Eine hochwertige Förderung unserer Kinder braucht optimale Bedingungen.

Der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen ist eine wichtige Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es gibt noch immer zu wenige leistbare Kinderbetreuungseinrichtungen in Niederösterreich, die den Lebensrealitäten von Berufstätigen gerecht werden. Das zeigten auch die ExpertInnen in ihren Vorträgen bei der Enquete "Beruf und Familie: Nur Frauensache?" in St. Pölten eindrucksvoll auf.

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