- 23.01.2014, 13:24:46
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- OTS0151 OTW0151
Wissenschaftliches Gutachten bestätigt geringe 'Risikogeneightheit' der MEL vor Ausbruch der Immobilien- und Finanzkrise
Wien (OTS) - - Gutachten von Universitätsprofessoren der WU - Wien: Darstellung der MEL als weniger "risikogeneigtes" Papier von Juni 2003 bis Juni 2007 war korrekt - Ex post Betrachtung der MEL - "Risikogeneigtheit" nach Erkenntnissen durch globale Immobilien- und Finanzkrise für Gerichtsentscheidungen nicht zulässig - Studie wichtig für MEL - Zivilverfahren: Bisher entschieden viele Gerichte 'freihändig' in dieser Frage - Juristisches Problem der unhaltbaren ex post Risikobewertung von Finanzprodukten durch Gerichte weist über MEL - Diskurs hinaus - Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl: "Begegnen emotionalem MEL- Diskurs mit wissenschaftlichen Fakten" In zivilrechtlichen MEL - Verfahren und entsprechenden
Gerichtsurteilen steht u.a. die Frage, der "Risikogeneigtheit" der
MEL-Zertifikate im Fokus. Der Begriff "Risikogeneigtheit" ist jedoch
eine bislang weder begrifflich bestimmte noch empirisch untersuchte
Kategorie. Die dahinterliegende Frage mit der sich die Gerichte
beschäftigen, ist also primär: Wurden MEL - Wertpapiereigenschaften,
also auch die Risiken eines möglichen Investments, korrekt
dargestellt.
Nahezu alle klagsstattgebenden Gerichtsentscheidungen werden in
diesem Zusammenhang auf der Basis einer ex post Betrachtung, also auf
der Grundlage nachträglichen Wissens, gefällt. Dies ist objektiv
unzulässig. Denn die korrekte Darstellung der Eigenschaften eines
Wertpapiers kann nur von den Informationen abgeleitet werden, die zum
jeweiligen Ankaufszeitpunkt verfügbar sind. Es ist unmöglich die
Zukunft vorherzusagen. Die juristische Debatte um MEL läuft durch die
Praxis der gerichtlichen ex post Betrachtungen Gefahr, sich von
diesen wirtschaftswissenschaftlichen Tatsachen zu lösen, sich von den
Fakten abzukoppeln; ein gravierendes rechtsstaatliches Problem.
Geringe MEL - "Risikogeneigtheit" vor Immobilien- und
Finanzkrise
Die Professoren der Wirtschaftsuniversität Wien, Stefan Bogner und
Stefan Pichler haben nun die tatsächliche "Risikogeneigtheit" der MEL
Zertifikate einer wissenschaftlichen Untersuchung unterzogen für die
ein umfassender Vergleich mit anderen Wertpapieren notwendig war. Das
Ergebnis: "Die Darstellung der MEL als eine Veranlagung, die weniger
"risikogeneigt" ist als andere Aktien, bzw. Zertifikate,
Aktienindizes, die meisten Immobilienindizes und Anleiheindizes für
lange Laufzeiten kann im Beobachtungszeitraum (30.06.2003 bis
30.06.2007; Anm) [...] für alle Untersuchungszeiträume bestätigt
werden.
Wissenschaftliche Erkenntnisse für Gerichte relevant
Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl: "Wir setzen unsere Strategie
der faktenbezogenen, rationalen Antworten auf einen emotional
geführten MEL - Diskurs fort. Daher veröffentlichen wir die aktuelle
Studie und werden diese in den Anlegerverfahren bei Gericht
einbringen. Es ist notwendig und wichtig - auch für den
Wirtschaftsstandort Österreich - dass sich die heimischen Gerichte
bei der Beurteilung wirtschaftlicher Fragen auf der Grundlage der
relevanten wissenschaftlichen Erkenntnisse bewegen und sich nicht
vorbehaltlos auf emotionalen Behauptungen stützen." Weinzierl
betonte, dass dieser Aspekt weit über den MEL - Diskurs hinausweise:
Es könne nicht sein, dass sich gerichtliche Entscheidungen von
wissenschaftlichen Erkenntnissen abkoppeln.
Executive Summary des Gutachtens
Die Meinl Bank veröffentlicht im Folgenden das executive statement
des Gutachtens der beiden Wissenschaftler der Wirtschaftsuniversität
Wien:
"Risikogeneigtheit von Meinl European Land Limited -
Zertifikate
Executive Statement
Die Universitätsprofessoren Stefan Bogner und Stefan Pichler
wurden von der Meinl Bank AG mit der Erstellung eines Gutachtens zur
Beurteilung der "Risikogeneigtheit" von Meinl European Land Limited
(MEL) - Zertifikate beauftragt.
Eine Beurteilung oder Einschätzung der Risikogeneigtheit eines
Wertpapiers ist immer nur auf Basis der ex-ante (also zum
Betrachtungszeitpunkt) verfügbaren Informationen möglich. Es ist eben
unmöglich die Zukunft vorherzusagen. Folglich ist es auch nicht
möglich, von einem ex-post Wertverlauf eines Wertpapiers auf eine
falsche ex-ante Risikoeinschätzung zu schließen.
In dieser Analyse wird die Risikogeneigtheit von MEL für
verschiedene hypothetische Investitionszeitpunkte in der
Vergangenheit mit der Risikogeneigtheit zahlreicher anderer
Veranlagungsformen (Immo-Aktien und andere Aktien, Zertifikate und
Indizes, in- und ausländische Anleihen sowie Gold) verglichen. Das
ermöglicht eine sehr gute relative Einordnung der Risikogeneigtheit
der MEL.
Die Messung der Risikogeneigtheit erfolgt durch die Berechnung
einer Reihe unterschiedlicher Risikomaße (Volatilitäten,
Value-at-Risk, Expected Shortfall, Shortfall Wahrscheinlichkeit sowie
Maximum Drawdown), die das gesamte Spektrum der in Wissenschaft und
Praxis etablierten Risikomaße sehr gut abdecken.
Die durchgeführten Analysen zeigen in Bezug auf die jeweils
gewählten Vergleichsveranlagungen klar, dass die Risikogeneigtheit
von MEL teilweise deutlich geringer war als andere Veranlagungen in
Aktien oder mit Aktien vergleichbare Veranlagungsformen. Teilweise
lag die Risikogeneigtheit der MEL sogar im Bereich langfristiger
Anleiheinvestments. Dabei zeigt sich, dass die Risikogeneigtheit von
MEL vor allem dann als besonders gering einzustufen war, wenn
Risikomaße verwendet wurden, die sehr stark auf Extremereignisse
abzielen (Value-at-Risk, Maximum Drawdown).
Die Darstellung der MEL als eine Veranlagung, die weniger
"risikogeneigt" ist als andere Aktien bzw. Zertifikate,
Aktienindizes, die meisten Immobilienindizes und Anleiheindizes für
lange Laufzeiten kann im Beobachtungszeitraum auf Basis dieser
Untersuchungen für alle Untersuchungszeiträume bestätigt werden.
Bei den hier gewählten Zeitpunkten zur Beurteilung der
Risikogeneigtheit der MEL-Zertifikate folglich auch im Lichte der
sich Mitte 2007 anbahnenden globalen Immobilien und Finanzkrise
waren auf Basis der ex-ante verfügbaren Informationen keine
Ereignisse absehbar, die eine wesentliche Änderung dieser
Risikoeinschätzung erkennbar gemacht hätten."
Hintergrundinformationen:
Soziale Vergleiche der Meinl Bank für unerfahrene Kleinanleger
Unabhängig von den bisherigen Gerichtsentscheidungen hat die Meinl
Bank im Sommer 2010 als einziges österreichisches Institut gemeinsam
mit der Bundesarbeiterkammer ein richtungsweisendes Modell für
soziale Vergleiche für Kleinanleger entworfen und seither umgesetzt.
Im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise entstandene Kursverluste
unerfahrener Kleinanleger können damit abgemildert werden. Bislang
wendete die Bank für 6.139 Anleger rund EUR 31,9 Mio. auf. Die Meinl
Bank ist damit das einzige Bankinstitut Österreichs, das ein
derartiges klares Signal für soziale Verantwortung setzt.
Die Anzahl der MEL Zivilverfahren hat sich indessen deutlich
verringert, waren es mit Jahresende 2010 rund 2.700 Verfahren, belief
sich die Zahl mit Jahresende 2011 auf 1.800, mit Jahresende 2012 auf
1.464 und mit Jahresende 2013 waren es 1.252 offene Zivilverfahren.
Mit Rückstellungen von rund EUR 18 Mio (Stand Jahresende 2012) hat
das Institut entsprechend den relevanten Gesetzten und Regeln
vorgesorgt.
Meinl Bank AG
Die Meinl Bank bietet als Privatbank Leistungen im Bereich
Corporate Finance, Fondsmanagement sowie privater und
institutioneller Vermögensverwaltung an. Mit der Julius Meinl
Investment GmbH verfügt die Meinl Bank über eine eigene
Investmentfondsgesellschaft. Die Meinl Bank steht eigenständig auf
einem starken ökonomischen Fundament, die Eigenmittel des Instituts
sind mit 17% mehr als doppelt so hoch wie die gesetzlich
vorgeschriebene Eigenmittelunterlegung. Damit ist die Bank für die
Zukunft gut positioniert.
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