NEWS: Heinz Marolt verweigerte bei Justiz Aussage aus Sorge um "berufliche Reputation" seiner Tochter Larissa

Schuldennachlass für Vater des "Dschungelcamp"-Stars durch Kärntner Hypo sorgt wieder für Ärger.

Wien (OTS) - Es ist eine Angelegenheit, über die der Kärntner Hotelier und Ex-FPÖ-Politiker Heinz Marolt nicht gerne spricht. Die Kärntner Hypo ließ ihm 1997 für seinen Hotelbetrieb 15 Millionen Schilling an Schulden nach. Weitere 15 Millionen Schilling wurden in Besserungskapital umgewandelt, das nur unter bestimmten Umständen zurückzuzahlen wäre.

Nachdem die Staatsanwaltschaft Klagenfurt wegen der Marolt-Kredite Ermittlungen gegen ehemalige Hypo-Manager eingeleitet hatte, wollte sie auch den Hotelier, der selbst nicht als Beschuldigter gilt, befragen. Der verweigerte jedoch die Zeugenaussage - und zwar mit einer spannenden Begründung: "Durch öffentliche Meinungsbildung in Verknüpfung mit dem Hypo-Skandal haben er, seine Familienmitglieder und insbesondere seine Tochter Larissa Marolt an beruflicher Reputation und Kreditwürdigkeit eingebüßt", wird Marolt von den Ermittlungsbeamten in einem Bericht zitiert, der NEWS vorliegt:
Aussageverweigerungsgründe wie "Schande oder Gefahr eines unmittelbaren und bedeutenden vermögensrechtlichen Nachteils eines Angehörigen" würden laut Marolt auf seine Tochter Larissa zutreffen. Sein Tochter arbeite als Schauspielerin und Model, ihr beruflicher Erfolg hänge auch davon ab, wie über sie und ihre Familie in Medien berichtet werde, geben die Ermittler Marolts Begründung wieder.

Diese Sorge um die berufliche Reputation seiner Tochter äußerste Marolt übrigens im Juli 2012 - also lange vor dem RTL-Dschungelcamp-Abenteuer seiner Tochter. Wie NEWS in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sorgt der Hypo-Schuldennachlass nun gerade für neuen Ärger. Dem Vernehmen nach hat die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren vor wenigen Tagen eingestellt. Die Hypo dürfte sich damit jedoch nicht zufrieden geben und die entsprechenden Fristen ausnutzen.

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