Neues Design der Klima-und Energiepolitik bringt neue Impulse

E-Wirtschaft begrüßt flexibleren Kurs bei Klimaschutz und erneuerbaren Energien

Wien (OTS) - Neue Impulse für die kommenden Jahre sieht Österreichs E-Wirtschaft in der nun vorgelegten Mitteilung der EU-Kommission zur Klima- und Energiepolitik bis 2030, die am 22. Jänner, gleichzeitig mit der EU-Initiative zur Stärkung des Industriestandorts, präsentiert wurde. "Mit einer guten Balance zwischen Standort- und Klimapolitik und mehr Flexibilität bei den Zielen steigert Europa die Akzeptanz", erklärt Peter Layr, Präsident von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der E-Wirtschaft.

Oesterreichs Energie, so Layr, geht konform mit dem im Rahmen von Eurelectric befürworteten Ziel einer Senkung der CO2-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990, insbesondere wenn dies mit effizienten und ökonomisch sinnvollen Rahmenbedingungen und Maßnahmen einhergeht. Layr: "Das 2030-Ziel ist ambitioniert, kann aber erreicht werden." Wichtig sei jedoch, parallel zu den Umweltzielen auch die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu erhalten und den Stellenwert der erneuerbaren Energien zu gewährleisten. Bei den Strompreisen liegt Österreich im Mittelfeld vergleichbarer Länder.

Flexiblere Instrumente reduzieren Kosten

Dass es in Zukunft keine verbindlichen nationalen Ziele für den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch mehr geben soll, sondern lediglich ein EU-Ziel von 27 Prozent wird aus Sicht der E-Wirtschaft zielgenauere Investitionen ermöglichen. Layr: " Wir sehen darin ein wichtiges Signal für Investitionen in das europäische Energieversorgungssystem und die Zielerreichung für ein ressourcenschonendes Europa 2050."

Energieeffizienz in Österreich bereits vorbildlich

Bereits jetzt vorbildlich für Europa ist Österreich in Bezug auf Energieeffizienz. Layr: "Die bestehenden europäischen Zielvorgaben kann Österreich weitgehend durch den Ausbau bzw. die Fortführung politisch-strategischer Maßnahmen erfüllen." Ergänzend dazu kann durch Branchenverpflichtungen der Energieunternehmen und der energieverbrauchenden Unternehmen ein zusätzlicher Beitrag zur Energieeffizienz in diesen Sektoren geleistet und damit die Zielerreichung Österreichs auf Basis der Richtlinie Energieeffizienz unterstützt werden. Damit zeigt sich schon heute aus wirtschaftlicher und technischer Sicht ein praktikabler Weg, der die Potenziale für Energieeffizienzmaßnahmen berücksichtigt und auf bestehenden Instrumenten aufbaut.

Über Oesterreichs Energie

Oesterreichs Energie vertritt seit 1953 die gemeinsam erarbeiteten Brancheninteressen der E-Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Als erste Anlaufstelle in Energiefragen arbeiten wir eng mit politischen Institutionen, Behörden und Verbänden zusammen und informieren die Öffentlichkeit über Themen der Elektrizitätsbranche.
Die rund 140 Mitgliedsunternehmen erzeugen mit knapp 21.500 Mitarbeitern mehr als 90 Prozent des österreichischen Stroms und betreiben die Transport- und Verteilnetze Österreichs. Die Stromproduktion der Mitglieder von Oesterreichs Energie erreichte 2012 rund 65 Milliarden Kilowattstunden, davon 65 Prozent aus nachhaltiger Wasserkraft.

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