• 22.01.2014, 11:55:31
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NEWS: "Arbeit macht frei"-Schild auf Haus von ÖVP-Politiker

Rechtfertigung: "Da gibt es keinen Hintergedanken in Richtung Auschwitz"

Utl.: Rechtfertigung: "Da gibt es keinen Hintergedanken in Richtung
Auschwitz" =

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am
Donnerstag erscheinenden Ausgabe, dass am Deutschlandsberger Haus des
Kärntner ÖVP-Politikers Sven Skjellet ein Schild mit der in
Frakturschrift verfassten Parole "Arbeit macht frei" hängt. Das
Schild ist öffentlich einsichtig, auf der gegenüberliegenden
Straßenseite befinden sich die Deutschlandsberger Pflichtschulen.

Skjellet, Stadtrat und ÖVP-Chef in Ferlach in Kärnten, hat das in
Deutschlandsberg befindliche Haus im Jahr 2010 von seinem Vater
gekauft. Er hat das Schild bisher nicht abmontiert, da es ihn an
seinen Vater erinnere. Der sei einst mittellos aus Berlin gekommen,
habe hart gearbeitet. In diesem Sinne sei der Spruch auf dem Schild
auch zu verstehen, so Skjellet.

Auf den Einwand, welche Bedeutung der Ausspruch habe und dass
dieser auf den Eingangstoren von Konzentrationslagern wie etwa in
Auschwitz zu lesen gewesen sei, sagt Skjellet. "Da gibt es keinen
Hintergedanken in Richtung Auschwitz."

Wegen des Schildes habe es bereits zwei Anzeigen gegeben, die
jedoch ergebnislos verlaufen sind.

Protest kommt vom Mauthausen-Komitee: "Die Anbringung derartiger,
vermeintlich harmlos wirkender Sprüche, diente den
Nationalsozialisten zur Verhöhnung der Häftlinge. Das Schild in
Deutschlandsberg ist eine Verhöhnung aller KZ-Opfer und
Überlebenden."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES

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