NEWS: "Arbeit macht frei"-Schild auf Haus von ÖVP-Politiker

Rechtfertigung: "Da gibt es keinen Hintergedanken in Richtung Auschwitz"

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe, dass am Deutschlandsberger Haus des Kärntner ÖVP-Politikers Sven Skjellet ein Schild mit der in Frakturschrift verfassten Parole "Arbeit macht frei" hängt. Das Schild ist öffentlich einsichtig, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befinden sich die Deutschlandsberger Pflichtschulen.

Skjellet, Stadtrat und ÖVP-Chef in Ferlach in Kärnten, hat das in Deutschlandsberg befindliche Haus im Jahr 2010 von seinem Vater gekauft. Er hat das Schild bisher nicht abmontiert, da es ihn an seinen Vater erinnere. Der sei einst mittellos aus Berlin gekommen, habe hart gearbeitet. In diesem Sinne sei der Spruch auf dem Schild auch zu verstehen, so Skjellet.

Auf den Einwand, welche Bedeutung der Ausspruch habe und dass dieser auf den Eingangstoren von Konzentrationslagern wie etwa in Auschwitz zu lesen gewesen sei, sagt Skjellet. "Da gibt es keinen Hintergedanken in Richtung Auschwitz."

Wegen des Schildes habe es bereits zwei Anzeigen gegeben, die jedoch ergebnislos verlaufen sind.

Protest kommt vom Mauthausen-Komitee: "Die Anbringung derartiger, vermeintlich harmlos wirkender Sprüche, diente den Nationalsozialisten zur Verhöhnung der Häftlinge. Das Schild in Deutschlandsberg ist eine Verhöhnung aller KZ-Opfer und Überlebenden."

Rückfragen & Kontakt:

NEWS
Chefreporter Kurt Kuch
Tel.: 01/21312-1143

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0001