- 22.01.2014, 10:41:35
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FPÖ-Leyroutz fordert Erhalt der ärztlichen Hausapotheken zur Sicherung der ländlichen ärztlichen Versorgung
Gesundheitsreferentin Prettner ignoriert existenzielles Problem
Utl.: Gesundheitsreferentin Prettner ignoriert existenzielles
Problem =
Klagenfurt (OTS) - "Das Beispiel Bad Eisenkappel, wo ein beliebter
Hausarzt, der in Pension gehen wird, keinen Nachfolger findet, ist
ein Alarmsignal. Dasselbe droht in mehreren Landgemeinden Kärntens.
Es ist erschreckend, dass unsere Gesundheitsbürokratie diesen Mangel
durch unsinnige Regeln und Klientelpolitik noch verschärft, statt
endlich attraktivere Bedingungen für junge Ärzte zu schaffen",
kritisiert heute, Mittwoch, der freiheitliche Klubobmann Mag.
Christian Leyroutz.
Es sei absurd, dass man zukünftigen Landärzten nicht mehr die
Möglichkeit gibt, eine Hausapotheke zu betreiben. Das führe heute in
Bad Eisenkappel mitunter dazu, dass sich hier kein Hausarzt ansiedeln
möchte und morgen drohe dasselbe in Brückl, Weitensfeld, Maria Saal,
Winklern. "Quer durch Kärnten müssen wir befürchten, dass es bald
keine Landärzte mehr geben wird. Denn die Honorare der GKK sind zu
gering, um Landärzte, die aufgrund von häufigen Bereitschafts- und
Wochenenddiensten 80 Arbeitsstunden und mehr pro Woche absolvieren,
ein angemessenes Einkommen zu gewähren. Und dann raubt man ihnen
noch die Einnahmen aus einer Hausapotheke", erklärt Leyroutz. Zudem
sei das auch Patientenfeindlich. "Unsere Gesundheitsbürokratie zwingt
einen Bergbauern im Vellachtal dazu, dass er wegen seiner Medikamente
zur Apotheke nach Völkermarkt fahren muss. Der Arzt darf sie ihm
nicht geben.
Für Leyroutz ist es unverständlich, dass die Gesundheitsreferentin
LHstv. Dr. Beate Prettner dieses existenzielle Problem für den
ländlichen Raum ignoriert. Sie wäre im Zuge der Gesundheitsreform
auch verpflichtet, den best point of service für die Abgabe von
Medikamenten zu definieren. Am Land ist das zweifellos der Hausarzt.
"Aber sie tut nichts. Wir Freiheitliche werden sie jetzt durch
Anträge im Landtag zwingen, dass sie endlich ein Konzept vorlegt, wie
man das drohende Landärztesterben verhindert"! Heute gibt es in
Kärnten 154 Landärzte außerhalb der Bezirksstädte, 109 in Gemeinden
mit bis zu max. 3.000 Einwohnern. In den nächsten fünf Jahren werden
von diesen 109 Ärzten 50 in Pension gehen und niemand wisse, wie man
junge Mediziner dazu bewegen könne, ihre Praxen zu übernehmen.
"Für uns steht die lückenlose Versorgung und wohnortnahe
Leistungserbringung der Patienten in den Tälern und in den Regionen
in Kärnten im Mittelpunkt", so Leyroutz abschließend.
(Schluss)
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