FPÖ-Leyroutz fordert Erhalt der ärztlichen Hausapotheken zur Sicherung der ländlichen ärztlichen Versorgung

Gesundheitsreferentin Prettner ignoriert existenzielles Problem

Klagenfurt (OTS) - "Das Beispiel Bad Eisenkappel, wo ein beliebter Hausarzt, der in Pension gehen wird, keinen Nachfolger findet, ist ein Alarmsignal. Dasselbe droht in mehreren Landgemeinden Kärntens. Es ist erschreckend, dass unsere Gesundheitsbürokratie diesen Mangel durch unsinnige Regeln und Klientelpolitik noch verschärft, statt endlich attraktivere Bedingungen für junge Ärzte zu schaffen", kritisiert heute, Mittwoch, der freiheitliche Klubobmann Mag. Christian Leyroutz.

Es sei absurd, dass man zukünftigen Landärzten nicht mehr die Möglichkeit gibt, eine Hausapotheke zu betreiben. Das führe heute in Bad Eisenkappel mitunter dazu, dass sich hier kein Hausarzt ansiedeln möchte und morgen drohe dasselbe in Brückl, Weitensfeld, Maria Saal, Winklern. "Quer durch Kärnten müssen wir befürchten, dass es bald keine Landärzte mehr geben wird. Denn die Honorare der GKK sind zu gering, um Landärzte, die aufgrund von häufigen Bereitschafts- und Wochenenddiensten 80 Arbeitsstunden und mehr pro Woche absolvieren, ein angemessenes Einkommen zu gewähren. Und dann raubt man ihnen noch die Einnahmen aus einer Hausapotheke", erklärt Leyroutz. Zudem sei das auch Patientenfeindlich. "Unsere Gesundheitsbürokratie zwingt einen Bergbauern im Vellachtal dazu, dass er wegen seiner Medikamente zur Apotheke nach Völkermarkt fahren muss. Der Arzt darf sie ihm nicht geben.

Für Leyroutz ist es unverständlich, dass die Gesundheitsreferentin LHstv. Dr. Beate Prettner dieses existenzielle Problem für den ländlichen Raum ignoriert. Sie wäre im Zuge der Gesundheitsreform auch verpflichtet, den best point of service für die Abgabe von Medikamenten zu definieren. Am Land ist das zweifellos der Hausarzt. "Aber sie tut nichts. Wir Freiheitliche werden sie jetzt durch Anträge im Landtag zwingen, dass sie endlich ein Konzept vorlegt, wie man das drohende Landärztesterben verhindert"! Heute gibt es in Kärnten 154 Landärzte außerhalb der Bezirksstädte, 109 in Gemeinden mit bis zu max. 3.000 Einwohnern. In den nächsten fünf Jahren werden von diesen 109 Ärzten 50 in Pension gehen und niemand wisse, wie man junge Mediziner dazu bewegen könne, ihre Praxen zu übernehmen. "Für uns steht die lückenlose Versorgung und wohnortnahe Leistungserbringung der Patienten in den Tälern und in den Regionen in Kärnten im Mittelpunkt", so Leyroutz abschließend.

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