"Wir schaffen Zukunft" als Neujahrsempfangsmotto in Kärnten

Regierungskollegium gab Pläne und Ziele bekannt - LH Kaiser appellierte in Rede für Miteinander aller Kräfte - Großes Goldenes Ehrenzeichen für Herzchirurgen Markus Thalmann

Klagenfurt (OTS/LPD) - Der erste gemeinsame Neujahrsempfang der Kärntner Landesregierung stand heute, Montagabend, im Casineum Velden unter dem Motto "Wir schaffen Zukunft" und spiegelte auch tatsächlich eine positive Stimmung und große Zuversicht wider. Landeshauptmann Peter Kaiser, seine Stellvertreterinnen LHStv.in Beate Prettner und LHStv.in Gaby Schaunig sowie die Landesräte Christian Ragger, Wolfgang Waldner, Rolf Holub und Gerhard Köfer übermittelten den rund 1.000 geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirche, Sport, Kultur und Gesellschaft ihre Glückwünsche für 2014. Für den Herzchirurgen Markus Thalmann gab es beim Empfang das "Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten". Er hat 1998 am LKH Klagenfurt einem im Wasser verunfallten Mädchen das Leben gerettet und so für das "Wunder von Kärnten" gesorgt. Der gleichnamige, von Klaus Graf koproduzierte Fernsehfilm wurde im November 2013 mit einem International Emmy Award ausgezeichnet.

Der Landeshauptmann betonte in seiner Rede, dass es für die Zukunft ein Miteinander aller Kräfte geben müsse. "Vieles ist schon passiert, viel mehr muss noch passieren", meinte er und verwies auf eine lange Liste von Erfolgen und Erreichtem der neuen Landesregierung. Er erwähnte u.a. die Reduzierung der Nettoneuverschuldung, die Abschaffung des Pflegeregresses, die neue Asylpolitik, Beschäftigungsprojekte für 300 Langzeitarbeitslose, die Erhöhung der Arbeitnehmerförderung oder die Einleitung der Aufgaben-und Strukturreform in der Verwaltung sowie des Kinderbetreuungs- und Schulstandortekonzepts.

Kaiser betonte, dass die neue Landesregierung Kärnten geöffnet habe. Kärnten habe viel Potential, das man nützen müsse. "Wir müssen unser neu gewonnenes Selbstvertrauen zeigen und anwenden", appellierte der Landeshauptmann. Er verhehlte aber auch nicht, dass gemeinsam noch viele Probleme zu lösen seien, die ihren Ursprung in der Vergangenheit hätten, aber auch auf internationale Krisen zurückzuführen seien. Im Vordergrund müssten jedenfalls Kärnten und seine Menschen stehen. "Genauso wie das neue Kärnten Grenzen und Schranken - geistige und reelle - überwindet, müssen wir ideologische und parteipolitische Grenzen zum Vorteil Kärntens überwinden", betonte er.

Für den Landeshauptmann muss der 2013 begonnene Aufholprozess weiter intensiviert werden. Dafür brauche es eine neue Bescheidenheit, eine neue Gemeinsamkeit und eine neue Geduld. "Wir haben einen Gestaltungs-Marathon vor uns", meinte er als Triathlet und IRONMAN metaphorisch. Als Herausforderungen nannte er die hohe Arbeitslosigkeit, die negative demografische Entwicklung, die steigenden Lebenshaltungskosten, die Aufgaben- und Verwaltungsreform, den Infrastrukturausbau, die Intensivierung internationaler Beziehungen, die Umsetzung der Gesundheitsreform, das Engagement in der Kleinkindbetreuung und Schulentwicklung, weitere Schritte in Richtung Energieeffizienz, die Neuausrichtung bei Wirtschaftsförderung und Betriebsansiedlungen sowie die umfassende Verfassungsreform mit der Abschaffung des Proporzes und der Stärkung von Minderheitenrechten. In der zweiten Jahreshälfte übernehme Kärnten zudem den Vorsitz in der Landeshauptleutekonferenz. "Packen wir es an, ehrlich, transparent, nachhaltig und ohne Pomp und Trara", betonte Kaiser.

Im Interview mit Moderatorin Ute Hofstätter-Pichler teilten die Regierungsmitglieder ihre Pläne und Ziele mit. Sie betonten die Gemeinsamkeit innerhalb der Regierung, die sich auch in diesem Empfang ausdrücke. LHStv.in Prettner teilte mit, dass 60 Mio. Euro im Bereich der KABEG investiert würden. Auch die Gesundheitsreform müsse bewältigt werden, um die hohen Standards im heimischen Gesundheitswesen zu halten. Im nächsten Jahr solle die von einer Frau besetzte gynäkologische Kassenstelle Realität werden, für Beschäftigte im Sozialbereich solle es Entlastungen geben. LHStv.in Schaunig nannte als große Ziele die Reform der Gemeindeordnung und des Raumordnungsrechtes. 1.800 neue Wohnungen sollen in den nächsten drei Jahren geschaffen werden, die Wohnbauförderung solle erhöht werden, um leistbares Wohnen zu ermöglichen.

Für LR Ragger ist es wesentlich, die Internationalisierung Kärntens weiter voranzutreiben. Zudem solle es Unternehmen einfacher gemacht werden, Genehmigungen zu erhalten. LR Waldner appellierte für ein Sparen und Investieren. Wichtig seien eine Exportoffensive und ein unternehmerfreundliches Klima. LR Holub kündigte die Fertigstellung des Energiemasterplans in wenigen Monaten an. Viele Talente würden an diesem mitarbeiten, es gebe einen Diskurs, Problem würden gemeinsam gelöst, es gebe kein Drüberfahren. LR Köfer verwies auf rund 60 Straßenbauvorhaben in Kärnten von der B100 bis zur S37. Es sei wichtig, das wenige vorhandene Geld sinnvoll und fair einzusetzen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte Saxroyal, die Tanzgruppe Dance Industry zeigte ihr schwungvolles Können. Auch ein Kurzfilm zur politischen Arbeit im vergangenen Jahr sowie über Kärntner Höhepunkte wie z.B. den IRONMAN wurde präsentiert. Unter den vielen Gästen aus dem Ausland waren Vizepräsident Sergio Bolzonello und Landtagspräsident Franco Iacop aus Friaul-Julisch Venetien, Landesrat Daniele Stival aus dem Veneto, der slowenische Staatssekretär Boris Jesih und Sloweniens Generalkonsulin Dragica Urtelj, eine russische Delegation mit Botschafter Sergej Netschajew an der Spitze sowie die Bürgermeister von Udine und Triest, Furio Honsell und Roberto Cosolini.

Weiters sah man den österreichischen Botschafter in Laibach, Clemens Koja, die Landtagspräsidenten Reinhart Rohr und Rudolf Schober, Superintendent Manfred Sauer, Bischofsvikar Olaf Colerus-Geldern, Gemeindebundpräsident Ferdinand Vouk als Gastgeberbürgermeister von Velden, Landesamtsdirektor Dieter Platzer und seinen Stellvertreter Markus Matschek, den leitendenden Staatsanwalt Friedrich Borotschnik, Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß, Militärkommandant Walter Gitschthaler, Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik, Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel, Rotkreuzpräsident Peter Ambrozy, Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger, Fachhochschul-Rektor Dietmar Brodel, Rektorin Marlies Krainz-Dürr von der Pädagogischen Hochschule, Paul Kellermann und Larissa Krainer von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, die Kelag-Direktoren Hermann Egger, Manfred Freitag und Armin Wiersma, AK-Präsident Günther Goach, WK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner, Landwirtschaftskammer-Präsident Johann Mößler, Ärztekammerpräsident Josef Huber, Industriellen-Präsident Christoph Kulterer, Kärnten-Werber Christian Kresse, Landesgerichtspräsident Bernd Lutschounig, Verwaltungsgerichtspräsident Armin Ragossnig, Landesrechnungshofdirektor Heinrich Reithofer, die Volksgruppenvertreter Bernard Sadovnik und Marjan Sturm, Hans Schönegger, Gilbert Isep und Ulrich Zafoschnig von der Landesholding, LAD a.D. Reinhard Sladko, GKK-Obmann Georg Steiner, Diakonie-Rektor Hubert Stotter, AMS-Landesgeschäftsführer Franz Zewell und viele mehr.
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