Reimon (Grüne): Haben Sie auch inhaltliche Positionen, Herr Freund?

EU-PolitikerIn dreht an großen Stellschrauben unserer Gesellschaft.

Wien (OTS) - Die Aussagen von SP-Spitzenkandidaten Eugen Freund im aktuellen profil sorgen bei Michel Reimon, EU-Kandidat der Grünen, für Kopfschütteln. "Ein Politiker muss im Interview ganz sicher nicht jede Zahl auswendig wissen, das kann niemand. Aber wenn er oder sie erfährt, dass das Durchschnittseinkommen bei 2.000 EUR brutto liegt und daher sehr viele Menschen noch weit unter diesem Durchschnitt verdienen, dann darf die Reaktion darauf nicht lauten: "Das ist sehr wenig. Aber ich glaube nicht, dass ich etwas dafür kann.""

"Kernaufgabe eines Politikers ist es doch, an einer gerechteren Welt zu arbeiten. Und gerade als Europa-Politiker dreht man da an den ganz großen Stellschrauben unserer Gesellschaft. Eugen Freund redet seit einer Woche über sich, seinen Job, seine Wohnung und die Studien seiner Kinder - aber er präsentiert keine einzige inhaltliche Position, auf die andere KandidatInnen eingehen könnten. Und selbst wenn er jetzt mit Inhalt konfrontiert wird, antwortet er, er könne nichts dafür", sagt Reimon.

Reimon fordert Freund auf, nach einer Woche endlich inhaltliche Positionen zu beziehen und öffentlich zu machen: "Herr Freund, das SPÖ-Programm zählt für Sie offensichtlich nicht, also geben Sie doch Einblick in ihr eigenes: Wie stehen Sie zum Krisenkurs der Union in den letzten fünf Jahren? Wie soll das weiter gehen? Was halten Sie vom Wettbewerbspakt, was von der Arbeit der Troika? Wie wollen Sie, dass die Union der Armut Griechenland umgeht, wie mit dem Soloweg der Briten, wie mit den undemokratischen Tendenzen in Ungarn? Was halten Sie von der Geheimhaltung des Freihandelsabkommens mit den USA, wie möchten Sie auf die Spionage der NSA reagieren? Was werden Sie mit dem allgegenwärtigen Lobbyismus im Europaparlament umgehen? Wie stehen Sie zur Energiepolitik, die erneuerbare Technologien zu benachteiligen beginnt und wieder auf Kohle, Gas, Öl und Atomenergie setzen möchte? Wie stehen sie zu Gentechnik, zu Netzpolitik, zur europäischen Verkehrsplanung? Zu irgendwas?"

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