Stöger: Keine Zulassung von gentechnisch verändertem Mais in Österreich

Volle Unterstützung für die Entschließung des Europäischen Parlaments zum Stopp des Zu-lassungsverfahrens der Genmais-Sorte 1507

Wien (OTS) - Gesundheitsminister Alois Stöger spricht sich einmal mehr gegen jede Zulassung für einen Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Österreich aus. "Die gestern im Europäischen Parlament verabschiedete Entschließung, das Zulassungsverfahren der Genmais-Sorte 1507 der Firma Pioneer zu stoppen, wird von mir begrüßt und unterstützt" macht Stöger deutlich.

Diese Entschließung sei ein Signal in die richtige Richtung und zeige auch, dass die jahre-lange Überzeugungsarbeit seitens Österreichs Früchte trägt. Heute werde beim Ausschuss der Ständigen Vertreter in Brüssel das Abstimmungsverhalten der Mitgliedstaaten zum Anbau-Dossier im Hinblick auf die kommenden Räte ausgelotet. Hintergrund dazu ist der im November 2013 von der Europäischen Kommission verabschiedete Textvorschlag zur Marktzulassung von 1507-Mais der Fa. Pioneer an den Rat.

"Österreich spricht sich dort klar gegen diesen Vorschlag aus und versucht durch Überzeu-gungsarbeit weitere Mitgliedstaaten davon zu überzeugen", so der Gesundheitsminister, der seit Jahren auf allen Ebenen in der EU sowohl für ein Verbot der Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzensorten als auch für die Wiederaufnahme der Gespräche zu einem Selbstbestimmungsrecht der Mitgliedstaaten in Bezug auf den Anbau von GVO eintritt.

Dies ist bis dato jedoch aufgrund der Blockade der GVO-befürwortenden Mitgliedstaaten gescheitert. Sollte der Worst-Case eintreten und diese Maissorte trotz der österreichischen Interventionen zugelassen werden, so wird Österreich von seiner Möglichkeit der Verhän-gung eines Anbauverbots nach Art. 23 der Richtlinie 2001/18/EG Gebrauch machen und den Status "gentechnikfrei im Anbau" aufrecht erhalten.

"Wir werden alles daran setzen, einen Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut in un-serem Land zu verhindern", schloss Stöger.

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