• 17.01.2014, 11:52:13
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Wlodkowski: "Ländliche Entwicklung" für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Große Sorge wegen starker Zunahme der Handelsmarken im Billigsegment

Utl.: Große Sorge wegen starker Zunahme der Handelsmarken im
Billigsegment =

Berlin/Wien (OTS) - "Trotz anhaltend guter Nachfrage nach
Lebensmitteln steigt der Druck auf Verarbeiter und Bauern, da ein
hoch konzentrierter Handel vermehrt auf Eigenmarken, speziell im
Billigsegment, setzt. Wir beobachten diese Entwicklung mit großer
Sorge, weil dadurch nicht nur ein gewaltiger Kostendruck auf die
Verarbeitungswirtschaft, sondern vor allem auf die bäuerlichen
Erzeuger ausgelöst wird. Außerdem öffnen die Handelsmarken gerade im
Diskontbereich anonymen Rohstoff-Herkünften Tür und Tor. Österreich
muss im neuen Programm der Ländlichen Entwicklung (LE) diesen Trends
aktiv entgegenwirken und durch Diversifikation und Innovation die
Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe steigern. Daher begrüßen wir sehr,
dass im neuen Regierungsprogramm die volle Kofinanzierung solcher
Programme gewährleistet ist", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident
der Landwirtschaftskammer Österreich, vor Journalisten im Rahmen der
Grünen Woche in Berlin.

AMA-Gütesiegel statt anonymer Herkunft

"Alle uns vorliegenden Umfragen bestätigen, dass die
Konsumentinnen und Konsumenten auf regionale Herkunft und auf
nachvollziehbare Qualität ein enorm starkes Augenmerk legen. Nicht
zuletzt erklärt sich daraus auch der hohe Bekanntheitsgrad des
AMA-Gütesiegels. Dies widerspricht auch diametral dem Trend in
Richtung billige Lebensmittel mit anonymen Herkünften, der vom Handel
forciert wird. Im neuen Programm Ländliche Entwicklung brauchen wir
daher geeignete Instrumente, um das Angebot an Lebensmitteln für
heimische, aber auch für ausländische Konsumenten, wie die
österreichischen Exporterfolge deutlich zeigen, noch attraktiver zu
machen. Unser Ziel ist es, die Wertschöpfung der Land- und
Forstwirtschaft, aber auch die des vor- und nachgelagerten
Wirtschaftssektors deutlich zu erhöhen. Dazu brauchen wir starke
Erzeugergemeinschaften, Genossenschaften und Verarbeitungsbetriebe,
die dem Verlangen der Verbraucher nach Frische, Regionalität und
heimischer Herkunft entsprechen", so Wlodkowski weiter.

Erneuerbare: Bioenergie bleibt Spitzenreiter

"Die nachwachsenden Rohstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft
tragen nach wie vor den weitaus wichtigsten Beitrag zum Portfolio der
erneuerbaren Energieträger bei. Auf Bioenergie beruhen in der EU etwa
70% der erneuerbaren Energie. Auch in Österreich kommen mehr als 60%
der Erneuerbaren aus biogenen Quellen, der Beitrag der Bioenergie ist
damit auch bei uns doppelt so groß wie jener der Wasserkraft. Unser
Sektor wird auch in Zukunft der wichtigste Partner beim dringend
notwendigen Umbau des Energiesystems bleiben. Biomasse hat nämlich
gegenüber anderen erneuerbaren Technologien den großen Vorteil, dass
nicht nur Strom, sondern auch Wärme und Treibstoffe erzeugt werden
können. Und vor allem ist Bioenergie durch die Genialität der
Photosynthese kostengünstig speicherbar und steht damit bei Bedarf
verlässlich zur Verfügung. Nicht umsonst gilt der Slogan 'Gute Wärme
wächst nach'", stellte Wlodkowski fest und ergänzte: "Österreich
liegt zudem im Bereich Energie- und Umwelttechnologie sowohl in der
EU als auch weltweit im Spitzenfeld. Diese Sektoren sind auch Teil
der Forschungs- und Exportstrategie unseres Landes. Darüber hinaus
ist die Unterstützung der Forschungsinitiative Bioökonomie im
Arbeitsprogramm der Bundesregierung fixiert. Wer also auf
nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie setzt, wie die heimische Land-
und Forstwirtschaft, schützt nicht nur die Umwelt, er setzt auch
wirksame Initiativen für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und
sichert dringend notwendige Arbeitsplätze gerade im ländlichen Raum."

(Schluss)

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