• 17.01.2014, 09:55:13
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AK Bankenmonitoring: Spesen teilweise saftig erhöht 1

Wien (OTS) - Bankspesen können sich teuer zu Buche schlagen. Ein
aktuelles AK Bankenmoni-toring zeigt: Neun von zwölf Banken haben
innerhalb eines Jahres (Dezember 2012 bis November 2013) bei ihren
Spesen an der Preisschraube gedreht - und das teilweise sehr kräftig.
Nur vereinzelt gab es Preissenkungen.

Die AK hat 53 Spesensätze (Zahlungsverkehr, Sparen, Kredit,
Wertpapiere) bei zwölf Banken in Wien zwischen Dezember 2012 und
November 2013 erhoben. Das Ergebnis:

Drei von zwölf Banken - easybank, Santander Bank und WSK - haben
die Spesen nicht verteuert. Acht Banken haben an mehreren, eine Bank
an einer Preisschraube gedreht. Auffallendster Ausreißer: ING DiBa
erhöhte "nur" die Stundungsgebühren bei Kre-ditraten, dafür aber
üppig: von 14,50 auf 45 Euro - ein Plus von 210 Prozent! AK
Kon-sumentenschützerin Gabriele Zgubic kritisiert, "dass die
Stundungsgebühren für Kreditra-ten bei allen Banken generell sehr
teuer sind." Die Bandbreite geht von 38 (Santander) bis 150 Euro
(Hypo NÖ). "Diese hohen Spesen sind aus zwei Gründen unverständlich.
Zum einen treffen sie jene, die ohnehin schon Zahlungsprobleme haben.
Zum anderen zahlen Kreditnehmer ohnehin eine Bearbeitungsgebühr bei
der Kreditaufnahme, laufend verrechnete Kontospesen und Zinsen", so
Zgubic. "Kreditnehmer sollen die Stundungsspesen jedenfalls
verhandeln."

Acht Banken haben mehrere Spesen angehoben, meist Spesen im
Zahlungsverkehr wie für Mahnungen, Bareinzahlungen am Schalter oder
auf ein fremdes Konto:

+ Die Bank Austria hat bei rund der Hälfte der erhobenen 53 Spesen
die Preisspirale nach oben in Gang gesetzt (6,35 bis zu acht
Prozent).
+ Die Generali Bank erhöhte 19 ihrer Preise (6,67 bis zu 25 Prozent).
Zwei Preise wurden neu eingeführt (Änderungs- und Schließungsgebühr
bei Daueraufträgen betragen jetzt jeweils zwei Euro). Zwei Preise
wurden um die Hälfte gesenkt (Sperrgebühr für Sparbuch bzw. Konto im
Verlassenschaftsverfahren - von 60 auf 30 Euro).
+ Bei der Erste Bank gab es Preissteigerungen bei zwölf von 53 Spesen
(1,18 bis zu 163,16 Prozent). Die Spesen für
Kreditrestschuldbestätigungen wurden gestrichen.
+ Jeweils neun Gebühren erhöhten BAWAG PSK (2,43 bis zu zehn Prozent)
und bankdi-rekt.at (zwischen 2,78 und 2,82 Prozent).
+ Die Volksbank Wien-Baden hat fünf Spesen um 9,09 bis zu 166,67
Prozent verteuert. Außerdem hat sie zwei neue Gebühren eingeführt -
das manuelle Überweisungsentgelt (50 Cent) sowie der Eigenerlag (ein
Euro) waren noch vor einem Jahr kostenlos.
+ Bei der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien schnalzten fünf Posten (11,87
bis zu 50 Pro-zent) in die Höhe.
+ Die Hypo NÖ erhöhte vier Spesensätze in einem Ausmaß von durchwegs
20 Prozent.

SERVICE: Das AK Bankenmonitoring finden Sie unter
wien.arbeiterkammer.at

(Forts.)

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