• 16.01.2014, 10:24:16
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VCÖ: Klimaschutzziele nur durch Verkehrswende erreichbar

Verkehr ist Österreichs größtes Klimaschutzproblem

Utl.: Verkehr ist Österreichs größtes Klimaschutzproblem =

Wien (OTS/VCÖ ) - Der Verkehr ist Österreichs größtes
Klimaschutzproblem, wie die gestern von Umweltminister Rupprechter
präsentierte Treibhausgasbilanz zeigt. Der Verkehr hat die
Kyoto-Klimaziele am stärksten von allen Sektoren verfehlt. Während
die Emissionen der Raumwärme seit dem Jahr 1990 um ein Drittel
gesunken sind, sind die Emissionen des Verkehrs um 54 Prozent
gestiegen. Der VCÖ fordert ein dichteres öffentliches Verkehrsnetz,
mehr Bahnverbindungen für Pendlerinnen und Pendler sowie mehr
Infrastrukturinvestitionen für den Radverkehr.

Im Kyoto-Zeitraum 2008 bis 2012 hat der Verkehr 110,4 Millionen
Tonnen Treibhausgas-Emissionen verursacht. Damit hat der Verkehr
seine Klimaziele um 15,9 Millionen Tonnen verfehlt. Kein anderer
Sektor war so weit vom Ziel entfernt, macht der VCÖ aufmerksam. Im
Vergleich zum Jahr 1990 weist der Verkehr mit 54 Prozent die stärkste
Zunahme der CO2-Emissionen auf. Der Sektor Raumwärme hat durch
umfassende Maßnahmen eine Redutkion der Emissionen um 34 Prozent
erreicht. "Der Verkehr machte alle Einsparungen, die durch
Wärmedämmung und klimafreundlichere Heizsysteme erreicht wurden,
zunichte", so VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Der VCÖ ist erfreut, dass Umweltminister Rupprechter Österreich
wieder zum Umwelt-Vorreiter in Europa machen möchte. Um dieses Ziel
zu erreichen, braucht es ein umfassendes Klimaschutzpaket für den
Verkehr. "Österreich soll zu Europas Kompetenzzentrum für
klimafreundliche Mobilität werden. Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr
sind ein starker Jobmotor. Österreich braucht ein dichteres
öffentliches Verkehrsnetz, mehr Bahn- und Busverbindungen für
Pendlerinnen und Pendler sowie eine Infrastrukturoffensive für den
Radverkehr. Es ist Aufgabe der Politik, den Menschen die
Möglichkeiten zu geben, auf klimafreundliche Verkehrsmittel
umzusteigen, umso mehr als Bahn, Bus und Fahrrad kostengünstiger sind
als der eigene Pkw", betont VCÖ-Expertin Rasmussen. Pro Milliarde
Euro bringt der Ausbau der Radfahrinfrastruktur um 55 Prozent mehr
Arbeitsplätze als der Autobahnbau, der Ausbau des Öffentlichen
Verkehrs bringt sogar um 60 Prozent mehr Arbeitsplätze.

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