- 15.01.2014, 16:18:34
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FORMAT Exklusiv: Buwog-Gerichtsgutachten belastet Grasser, Meischberger und Plech
Prüfung der Buwog-Provisionsflüsse abgeschlossen, Fall vor Klärung
Utl.: Prüfung der Buwog-Provisionsflüsse abgeschlossen, Fall vor
Klärung =
Wien (OTS) - Der Sachverständige in der Buwog-Affäre hat seine Arbeit
abgeschlossen und seine Expertise bei der Wirtschafts- und
Korruptionsstaatsanwaltschaft abgeliefert. Das FORMAT exklusiv
vorliegende "Gutachten in der Strafsache 12 St 8/11x - Faktum Buwog"
belastet die Hauptbeschuldigten in der Affäre rund um den 2004
eingeleiteten Verkauf von 60.000 Bundeswohnungen: den Lobbyisten
Walter Meischberger, den Immobilienmakler Ernst Plech und
Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser.
Auf insgesamt 343 Seiten analysiert Wirtschaftsprüfer Gerhard
Altenberger laut FORMAT alle in die Buwog-Affäre involvierten
Briefkastenfirmen, darunter die Ferint AG und die Mandarin Group.
Durchleuchtet werden dutzende Konten und Wertpapierdepots bei der
Hypo Investment Bank (HIB) in Vaduz, der Liechtensteiner Landesbank
(LLB) und der Raiffeisenbank Liechtenstein (RBL) sowie bei der Meinl
Bank in Wien. Belastender Email-Verkehr, fragwürdige Treuhandverträge
sowie Telefonüberwachungs- und Verhörprotokolle liegen dem Gutachten,
das neun Ordner mit 1.100 Dateien und 4.600 Seiten umfasst, ebenfalls
bei.
Das Konvolut erhärtet laut FORMAT den gegen Grasser, Plech,
Meischberger sowie den Lobbyisten Peter Hochegger gerichteten
Verdacht, sie hätten bei der Buwog-Privatisierung 2004 mehr als neun
Millionen Euro an Provisionen kassiert. Zwar betont der gerichtlich
beeidete Sachverständige Altenberger in seinem Gutachten, dass die
Beweiswürdigung alleine dem Staatsanwalt obliegt, doch er lässt
keinen Zweifel daran, dass er die Argumente von Grasser, Plech und
Meischberger nicht nachvollziehen kann. Im Gutachten werden
Widersprüche aufgedeckt und Behauptungen der Beschuldigten widerlegt.
Zudem wurde eindrucksvoll herausgearbeitet, auf welchem Weg ein Teil
der Buwog-Provisionen bei einer Grasser nahestehenden
Briefkastenfirma gelandet ist - und wie Meischberger und Plech sowie
der Schweizer Vermögensberater Norbert Wicki versuchten, jede
Verbindung zu KHG zu verschleiern.
Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung, sie haben
die Vorwürfe in der Vergangenheit mehrfach bestritten.
Weitere Details zur neuen BUWOG-Story werden ab Donnerstag auf
www.format.at veröffentlicht. Die gesamte Story lesen sie im Freitag
erscheinenden FORMAT.
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