- 15.01.2014, 14:41:46
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H.P. Martin: Sieg der Gen-Lobby im Honig-Streit
Straßburg (OTS) - Utl.: Gentechnisch veränderte Organismen (GVO)
dürfen unerkannt im Honig enthalten sein / Abstimmungsniederlage für
Konsumentenschützer heute im EU-Parlament / Zuvor blamable Rede des
EU-Kommissars mit Kabarett-Wert - im Stile Edmund Stoibers zum
Transrapid in München / Unnötige EU-Regulierung der "elektrischen
Leitfähigkeit von Honig" bleibt
Das fraktionsloses Mitglied des Europäischen Parlaments Hans-Peter
Martin aus Österreich erklärt:
"Bei der Abstimmung soeben im EU-Plenum in Straßburg haben die
Befürworter von genmanipulierten Nahrungsmitteln einen bitteren Sieg
errungen. Mit 430 Ja-Stimmen zu 224 Nein-Stimmen konnten sie
durchsetzen, dass GVO-Pollen als natürlicher Bestandteil von Honig
gelten und nicht gegenüber den Konsumenten deklariert werden müssen.
Das widerspricht einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom
06.09.2011 (C-442/09) und beraubt damit naturorientierten Imkern
ihrer rechtlichen Möglichkeiten, gegen eine Verunreinigung ihrer
Produkte vorzugehen.
Offensichtlich unter massivem Lobby-Einfluss bemühte sich zuvor der
zuständige EU-Kommissar Tonio Borg in einer Rede, die an die
legendäre Blamage des ehemaligen CSU-Ministerpräsidenten Edmund
Stoiber zum Transrapid in München erinnerte, das GVO-Honigproblem
wegzureden. "Was Sie da sagen, ist mit Verlaub ein Schmarren fürs
Kabarett, wenn nicht gar ein Topfen", konterte H.P. Martin.
Außerdem bleibt in der nunmehr veränderten EU-Richtlinie 2001/110/EG
auch die absurde Bestimmung, wonach "Grenzwerte der elektrischen
Leitfähigkeit für verschiedene Sorten von Honig" festgelegt werden.
H.P. Martin dazu: "In der Hitliste der unnötigen EU-Regulierungen
nimmt die Honig-Richtlinie eine Spitzenposition ein. Statt die
elektrische Leitfähigkeit zu regulieren, müsste es um die Abwehr der
Energie der Gen-Lobbyisten gehen. GVO-Honig passt allenfalls zum
Schmarren des lobbyierten EU-Kommissars."
Die Debatte ist als Video unter www.hpmartin.net abrufbar.
Hinweis: Die zum Ausdruck gebrachten Meinungen liegen in der
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unbedingt den offiziellen Standpunkt des Europäischen Parlaments
wieder.
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