H.P. Martin: Sieg der Gen-Lobby im Honig-Streit

Straßburg (OTS) - Utl.: Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) dürfen unerkannt im Honig enthalten sein / Abstimmungsniederlage für Konsumentenschützer heute im EU-Parlament / Zuvor blamable Rede des EU-Kommissars mit Kabarett-Wert - im Stile Edmund Stoibers zum Transrapid in München / Unnötige EU-Regulierung der "elektrischen Leitfähigkeit von Honig" bleibt

Das fraktionsloses Mitglied des Europäischen Parlaments Hans-Peter Martin aus Österreich erklärt:

"Bei der Abstimmung soeben im EU-Plenum in Straßburg haben die Befürworter von genmanipulierten Nahrungsmitteln einen bitteren Sieg errungen. Mit 430 Ja-Stimmen zu 224 Nein-Stimmen konnten sie durchsetzen, dass GVO-Pollen als natürlicher Bestandteil von Honig gelten und nicht gegenüber den Konsumenten deklariert werden müssen. Das widerspricht einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 06.09.2011 (C-442/09) und beraubt damit naturorientierten Imkern ihrer rechtlichen Möglichkeiten, gegen eine Verunreinigung ihrer Produkte vorzugehen.

Offensichtlich unter massivem Lobby-Einfluss bemühte sich zuvor der zuständige EU-Kommissar Tonio Borg in einer Rede, die an die legendäre Blamage des ehemaligen CSU-Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zum Transrapid in München erinnerte, das GVO-Honigproblem wegzureden. "Was Sie da sagen, ist mit Verlaub ein Schmarren fürs Kabarett, wenn nicht gar ein Topfen", konterte H.P. Martin.

Außerdem bleibt in der nunmehr veränderten EU-Richtlinie 2001/110/EG auch die absurde Bestimmung, wonach "Grenzwerte der elektrischen Leitfähigkeit für verschiedene Sorten von Honig" festgelegt werden.

H.P. Martin dazu: "In der Hitliste der unnötigen EU-Regulierungen nimmt die Honig-Richtlinie eine Spitzenposition ein. Statt die elektrische Leitfähigkeit zu regulieren, müsste es um die Abwehr der Energie der Gen-Lobbyisten gehen. GVO-Honig passt allenfalls zum Schmarren des lobbyierten EU-Kommissars."

Die Debatte ist als Video unter www.hpmartin.net abrufbar.

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