Causa Begas - Mehr als 970.000 Euro zu viel verrechnet

Ermittler fordern Vermögenssicherstellung bei Planer der Müllverbrennungsanlage Heiligenkreuz.

Wien (OTS) - In der Polit-Affäre um den früheren Begas-Chef Rudolf Simandl rückt die umstrittene Sondermüllverbrennungsanlage in Heiligenkreuz, die letztlich nie gebaut wurde, ins Zentrum der Ermittlungen. Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat die Korruptionsstaatsanwaltschaft die Abrechnungen jenes Ziviltechnikers überprüfen lassen, dessen Firma von der Begas mit der Planung der Müllverbrennungsanlage beauftragt worden war. Das Ergebnis: Laut Ermittlern liegt eine unrechtmäßige Bereicherung von 978.697,68 Euro vor.

Mitarbeiter des Planungsbüros wurden befragt, um vorgelegte Stundenlisten zu überprüfen, wobei sich eine Reihe von Widersprüchen ergab. Zum Beispiel erklärte ein Mitarbeiter: "Am 13.11.2007 sind fünf Stunden eingetragen, diese stimmen sicher nicht, ich war zu dieser Zeit in Afrika unterwegs." Die Ermittler gehen davon aus, dass Simandl trotz überhöhter Kosten von einer Beauftragung Fischers nicht abgesehen habe, "weil er vermutlich im Gegenzug von diesem Leistungen in seinem persönlichen Umfeld erhielt." Sie regen die Sicherstellung von Vermögenswerten des Heiligenkreuz-Planers und eine vorzeitige Verwertung einiger seiner Fahrzeuge an.

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