Die 48er sparen Sprit

Teil 2 der wien.at-Serie stadUNbekannt

Wien (OTS) - Die neue Serie von wien.at "stadtUNbekannt" führt diesmal nach Simmering, und zwar in das kürzlich eröffnete Abfalllogistikzentrum Pfaffenau. Hier ist auch das Ausbildungszentrum der MA 48 (Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark) untergebracht. Auf das neueste Utensil ist die Abteilung besonders stolz: auf Wiens ersten Spritsparsimulator.

Die Programme des Fahrsimulators beschränken sich nicht nur auf das Spritsparen, sondern bieten auch Gefahrenschulungen an. Die angebotenen Fahrzeugtypen entsprechen denen des Fuhrparks der MA 48. Der Simulator ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil für die sechzehnwöchige Berufskraftfahrerausbildung der MA 48, "der sich jede Fahrerin und jeder Fahrer alle fünf Jahre unterziehen muss", sagt Ausbildungsleiter Daniel Chum. Neben diesen gesetzlich vorgeschriebenen Ausbildungen und den Erste Hilfe-Kursen müssen sich die FahrerInnen der MA 48 nun auch ins Cockpit des Simulators setzen.

Der MA 48 Mitarbeiter Helmut Wukovits hat darin schon dreimal Platz genommen. Sein erster Eindruck: "Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist das 'Ding' schon! Vor allem die nachgebildeten Landschaften irritieren mich beim Fahren." Aber mittlerweile "taugt" ihm jedes Mal die Herausforderung, sich sicher und sparsam auf dem virtuellen Straßennetz der Stadt fortzubewegen.

KursteilnehmerInnen werden zu SpritsparexpertInnen

Wie "super" dieser Simulator ist, hat sich innerhalb des Personals der MA 48 bereits rasch herumgesprochen. Zusätzlich zu den verpflichtenden Schulungen haben sich laut Chum 100 Freiwillige für einen der nächsten Kurse angemeldet. Er plant für heuer die Durchführung von 15 Lehrgängen. Jede Kandidatin und jeder Kandidat macht im Zuge des Spritsparkurses mit dem Simulator zwei Fahrten auf einer Strecke von fünf Kilometern. Die erste Fahrt absolvieren die TeilnehmerInnen zu Kursbeginn. Danach werden kleine Gruppen gebildet, um in Workshops das Thema "Ökonomisches Fahren" zu erarbeiten.

Darüber hinaus gibt es Fachvorträge von VerkehrsexpertInnen. Nach acht Unterrichtsstunden fahren die KursteilnehmerInnen nochmals denselben Parcours. "Die Unterschiede im Vergleich zur ersten Fahrt waren beachtlich. Die Leute setzten das Gelernte über Öko-Fahren hervorragend um. Die meisten haben zum Beispiel bereits bei einer sehr niedrigen Drehzahl in den nächsthöheren Gang geschaltet und aufgrund weiterer spritsparenden Verhaltensregeln beim Fahren auf diese Weise einen halben Liter Treibstoff gespart", erklärt Chum.

Trotz Spritsparens schneller unterwegs

Das Ziel der Spritspar-Lehrgänge beschreibt der Ausbildungsleiter so: "Super wär's, wenn jeder, der den Kurs besucht hat, auf lange Sicht zumindest einen Liter auf hundert Kilometer einsparen könnte. Bei rund 1.200 FahrerInnen ergäbe das ein jährliches Sprit-Einsparpotential von 10.000 Litern Treibstoff." Die Anschaffung des Fahrsimulators dürfte sich dann sehr bald amortisiert haben, ist Chum optimistisch. Ein interessantes Phänomen war bei allen KandidatInnen festzustellen: Trotz Spritsparens erreichten sie bei der zweiten Fahrt mit dem Simulator eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit

(Schluss). hl

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz
Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
Horst Lassnig
Stadtredaktion
Tel.: 01 4000-81043
E-Mail: horst.lassnig@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0004