• 15.01.2014, 11:44:23
  • /
  • OTS0087 OTW0087

Die 48er sparen Sprit

Teil 2 der wien.at-Serie stadUNbekannt

Utl.: Teil 2 der wien.at-Serie stadUNbekannt =

Wien (OTS) - Die neue Serie von wien.at "stadtUNbekannt" führt
diesmal nach Simmering, und zwar in das kürzlich eröffnete
Abfalllogistikzentrum Pfaffenau. Hier ist auch das Ausbildungszentrum
der MA 48 (Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark)
untergebracht. Auf das neueste Utensil ist die Abteilung besonders
stolz: auf Wiens ersten Spritsparsimulator.

Die Programme des Fahrsimulators beschränken sich nicht nur auf
das Spritsparen, sondern bieten auch Gefahrenschulungen an. Die
angebotenen Fahrzeugtypen entsprechen denen des Fuhrparks der MA 48.
Der Simulator ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil für die
sechzehnwöchige Berufskraftfahrerausbildung der MA 48, "der sich jede
Fahrerin und jeder Fahrer alle fünf Jahre unterziehen muss", sagt
Ausbildungsleiter Daniel Chum. Neben diesen gesetzlich
vorgeschriebenen Ausbildungen und den Erste Hilfe-Kursen müssen sich
die FahrerInnen der MA 48 nun auch ins Cockpit des Simulators setzen.

Der MA 48 Mitarbeiter Helmut Wukovits hat darin schon dreimal
Platz genommen. Sein erster Eindruck: "Ein bisschen
gewöhnungsbedürftig ist das 'Ding' schon! Vor allem die
nachgebildeten Landschaften irritieren mich beim Fahren." Aber
mittlerweile "taugt" ihm jedes Mal die Herausforderung, sich sicher
und sparsam auf dem virtuellen Straßennetz der Stadt fortzubewegen.

KursteilnehmerInnen werden zu SpritsparexpertInnen

Wie "super" dieser Simulator ist, hat sich innerhalb des Personals
der MA 48 bereits rasch herumgesprochen. Zusätzlich zu den
verpflichtenden Schulungen haben sich laut Chum 100 Freiwillige für
einen der nächsten Kurse angemeldet. Er plant für heuer die
Durchführung von 15 Lehrgängen. Jede Kandidatin und jeder Kandidat
macht im Zuge des Spritsparkurses mit dem Simulator zwei Fahrten auf
einer Strecke von fünf Kilometern. Die erste Fahrt absolvieren die
TeilnehmerInnen zu Kursbeginn. Danach werden kleine Gruppen gebildet,
um in Workshops das Thema "Ökonomisches Fahren" zu erarbeiten.

Darüber hinaus gibt es Fachvorträge von VerkehrsexpertInnen. Nach
acht Unterrichtsstunden fahren die KursteilnehmerInnen nochmals
denselben Parcours. "Die Unterschiede im Vergleich zur ersten Fahrt
waren beachtlich. Die Leute setzten das Gelernte über Öko-Fahren
hervorragend um. Die meisten haben zum Beispiel bereits bei einer
sehr niedrigen Drehzahl in den nächsthöheren Gang geschaltet und
aufgrund weiterer spritsparenden Verhaltensregeln beim Fahren auf
diese Weise einen halben Liter Treibstoff gespart", erklärt Chum.

Trotz Spritsparens schneller unterwegs

Das Ziel der Spritspar-Lehrgänge beschreibt der Ausbildungsleiter
so: "Super wär's, wenn jeder, der den Kurs besucht hat, auf lange
Sicht zumindest einen Liter auf hundert Kilometer einsparen könnte.
Bei rund 1.200 FahrerInnen ergäbe das ein jährliches
Sprit-Einsparpotential von 10.000 Litern Treibstoff." Die Anschaffung
des Fahrsimulators dürfte sich dann sehr bald amortisiert haben, ist
Chum optimistisch. Ein interessantes Phänomen war bei allen
KandidatInnen festzustellen: Trotz Spritsparens erreichten sie bei
der zweiten Fahrt mit dem Simulator eine höhere
Durchschnittsgeschwindigkeit

(Schluss). hl

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel