Burgtheater-Prüfung: Neues zu Privatüberweisungen

Wien (OTS) - Die Überprüfung des Burgtheater-Budgets erbrachte erste Erkenntnisse zu den Überweisungen auf das Privatkonto der entlassenen Vizedirektorin Silvia Stantejsky. Das berichtet NEWS in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf ungenannte Quellen.

Die Eigenüberweisungen hätten sich gegenüber dem ursprünglich entdeckten - und von der Direktorin zurückgezahlten - Betrag von "unter 20.000 Euro" etwa verdoppelt. Die Summe von unter 40.000 Euro wird von Stantejskys Rechtsvertretung entschieden in Abrede gestellt. Zu den anderen Punkten wurde dort auf Anfrage nicht Stellung genommen. Selbstverständlich gilt für alle Bereiche die Unschuldsvermutung.

Künstlern wären ohne Wissen des Direktors und ohne vertragliche Grundlage höhere Summen ausgehändigt worden - zum Teil in niederem fünfstelligem Bereich und zum Teil in bar. Die erforderliche Unterschrift Hartmanns wurde nicht eingeholt. Mit diesen Titeln könnten Überweisungen auf das Privatkonto zu tun haben.

Sie selbst habe mehrere 1000 Euro in bar zur Burgtheater-Buchhaltung gebracht und angeordnet, den Betrag auf ihr Privatkonto zu überweisen. Das muss nichts Unrechtes bedeuten:
Vorstellbar, dass sie sich bloß der hauseigenen Infrastruktur bediente, um eine ihr gehörende Summe auf ihr Konto zu transferieren. Im Lichte des Vorgefallenen aber ist die Überweisung Gegenstand weiterer Nachforschungen.

Und schließlich habe sie in akuter Budget-Not erhebliche Summen, die für eine Folgesaison gebunden gewesen wären, widmungswidrig zur Deckung des laufenden Abgangs verwendet. Daraus, so berichtet NEWS, resultieren Budgetüberschreitungen.

Zum Abbau des Defizits gibt es hausinterne Überlegungen, die Nebenspielstätte Kasino aufzulassen und das Off-Geschehen an günstigere Orte zu transferieren. Erwogen wird auch der Verkauf von Wohnungen und Geschäftslokalen im Bundestheater-eigenen Hanuschhof.

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