Prison is a prison

Wien (OTS) - Am 15. Februar soll das neue Abschiebegefängnis in Vordernberg eröffnet werden. Ein "innovativer Zugang" wird kommuniziert, ein "Projekt", das man nicht mit einem Gefängnis vergleichen könne. "Eine würdevolle Wartezeit" wird versprochen.

"Das ist ein Versuch Menschenrechtsverletzungen menschlich darzustellen. Doch es gibt keine gerechte Inhaftnahme und Abschiebung von Refugees!", empört sich Mir Jahangir über die Eröffnung des neuen Schubhaftzentrums. "Sie feiern sich, weil sie Menschen vor der Abschiebung nun in schönen Gebäuden die Freiheit rauben. Doch selbst gitterlose Fenster werden nicht davon ablenken, dass dieses Gefängnis ein Teil der Festung Europa ist!"

Dass G4S, ein privates Unternehmen, nun auch bei dem Geschäft der Abschiebungen mitmacht, stößt bei Khan Adalat auf grobes Unverständnis: "Österreich folgt damit dem schlechten Beispiel von England und Australien. Viele Menschen verdienen hier sehr gut, indem sie Politik gegen Geflüchtete betreiben. Satellitentechnik, Schiffe, Gefängnisse und Frontex zur Grenzabschottung sind die eine Seite. Damit soll sichergestellt werden, dass auf der anderen Seite Konflikte angefacht und Waffenlieferungen in Kriegsgebiete stattfinden können, ohne Refugees dieser Kriegspolitik in die EU aufnehmen zu müssen. Was passiert denn gerade in Syrien? Hier wird schmutziges Geld gemacht."

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