AK: Ökostrom-Reform muss in Angriff genommen werden

AK sieht sich durch E-Control bestätigt

Wien (OTS) - Die neuesten Daten der E-Control bestätigen die AK in ihrer Forderung nach einer raschen Reform der Förderung von Ökostrom. Die Stromrechnungen werden 2014 kräftig ansteigen: Denn für die Förderung des Ökostroms zahlt ein durchschnittlicher Haushalt (3.500 kWh) im kommenden Jahr bereits 83 Euro (inkl. USt) - und somit um ein Drittel mehr als 2013. "Angesichts der steigenden Kosten muss daher die im Regierungsprogramm angekündigte Reform des Ökostromgesetzes rasch umgesetzt werden", fordert AK Wien Direktor Werner Muhm.

Haushalte bekommen immer nur die Belastungen zu spüren, kritisiert die AK. Obwohl die Großhandelspreise bei Strom im letzten Jahr um 21 Prozent gesunken sind, hat sich das bei den Energiepreisen der Haushalte kaum ausgewirkt. Nur einige Anbieter haben die Strompreise für ihre HaushaltskundInnen gesenkt. Dabei wird es 2014 für die Haushalte noch teurer. Die Förderbeiträge für den Ökostromausbau steigen auf durchschnittlich 83 Euro (inkl. USt). Geschont werden große Industrieunternehmen, die auf Netzebene 1 bis 2 angeschlossen sind: deren Beiträge werden gegenüber 2013 um 70 Prozent reduziert.

Diese ungerechte Verteilung der Kosten resultiert aus dem derzeitigen Ökostrom-Förderregime, durch das die Ökostromgelder über einen Zuschlag zu den Netzentgelten aufgebracht werden. Somit ergibt sich folgende Schieflage: Haushalte verbrauchen knapp 25 Prozent des Stromes, zahlen aber bis zu 40 Prozent der Kosten der Ökostromförderung. Der Verbrauch der Industrie beträgt immerhin 20 Prozent, ihr Kostenbeitrag lediglich sechs Prozent. "Es kann nicht sein, dass die Kosten für die natürlich auch aus AK Sicht notwendige und wichtige Energiewende zu einem großen Teil von den KonsumentInnen getragen werden. Eine faire Verteilung muss her", sagt AK Muhm.

Die AK fordert daher die rasche Umsetzung der im Regierungsprogramm angeführten Maßnahmen wie:

+ ein sozial-, umwelt- und wirtschaftsverträgliches Ökostromsystem mit einer Verbesserung des Fördersystems

+ die Sicherung von bestehenden Biogasanlagen der 2. Generation durch Nachfolgetarife

+ ein entsprechendes Ausstiegsszenario für ineffizient wirtschaftende Biogasanlagen

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