• 13.01.2014, 13:59:19
  • /
  • OTS0133 OTW0133

AK: Ökostrom-Reform muss in Angriff genommen werden

AK sieht sich durch E-Control bestätigt

Utl.: AK sieht sich durch E-Control bestätigt =

Wien (OTS) - Die neuesten Daten der E-Control bestätigen die AK in
ihrer Forderung nach einer raschen Reform der Förderung von Ökostrom.
Die Stromrechnungen werden 2014 kräftig ansteigen: Denn für die
Förderung des Ökostroms zahlt ein durchschnittlicher Haushalt (3.500
kWh) im kommenden Jahr bereits 83 Euro (inkl. USt) - und somit um ein
Drittel mehr als 2013. "Angesichts der steigenden Kosten muss daher
die im Regierungsprogramm angekündigte Reform des Ökostromgesetzes
rasch umgesetzt werden", fordert AK Wien Direktor Werner Muhm.

Haushalte bekommen immer nur die Belastungen zu spüren, kritisiert
die AK. Obwohl die Großhandelspreise bei Strom im letzten Jahr um 21
Prozent gesunken sind, hat sich das bei den Energiepreisen der
Haushalte kaum ausgewirkt. Nur einige Anbieter haben die Strompreise
für ihre HaushaltskundInnen gesenkt. Dabei wird es 2014 für die
Haushalte noch teurer. Die Förderbeiträge für den Ökostromausbau
steigen auf durchschnittlich 83 Euro (inkl. USt). Geschont werden
große Industrieunternehmen, die auf Netzebene 1 bis 2 angeschlossen
sind: deren Beiträge werden gegenüber 2013 um 70 Prozent reduziert.

Diese ungerechte Verteilung der Kosten resultiert aus dem derzeitigen
Ökostrom-Förderregime, durch das die Ökostromgelder über einen
Zuschlag zu den Netzentgelten aufgebracht werden. Somit ergibt sich
folgende Schieflage: Haushalte verbrauchen knapp 25 Prozent des
Stromes, zahlen aber bis zu 40 Prozent der Kosten der
Ökostromförderung. Der Verbrauch der Industrie beträgt immerhin 20
Prozent, ihr Kostenbeitrag lediglich sechs Prozent. "Es kann nicht
sein, dass die Kosten für die natürlich auch aus AK Sicht notwendige
und wichtige Energiewende zu einem großen Teil von den KonsumentInnen
getragen werden. Eine faire Verteilung muss her", sagt AK Muhm.

Die AK fordert daher die rasche Umsetzung der im Regierungsprogramm
angeführten Maßnahmen wie:

+ ein sozial-, umwelt- und wirtschaftsverträgliches Ökostromsystem
mit einer Verbesserung des Fördersystems

+ die Sicherung von bestehenden Biogasanlagen der 2. Generation durch
Nachfolgetarife

+ ein entsprechendes Ausstiegsszenario für ineffizient wirtschaftende
Biogasanlagen

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel