• 13.01.2014, 12:21:30
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Mitterlehner, Leitl, Pröll: EXPO Milano 2015 setzt positive Impulse für Export und Tourismus

Österreich-Pavillon bei Weltausstellung zeigt ökologische und technische Kompetenz Österreichs - Präsenz soll Interesse an heimischen Produkten und Urlaub in Österreich weiter verstärken

Österreich bei der EXPO 2015; Präsentation des
Österreich-Beitrages, Modell des EXPO Pavillions, im 21er Haus - Das
Museum für zeitgenössische Kunst

Utl.: Österreich-Pavillon bei Weltausstellung zeigt ökologische und
technische Kompetenz Österreichs - Präsenz soll Interesse an
heimischen Produkten und Urlaub in Österreich weiter
verstärken =

Wien (OTS/BMWFJ/WKÖ) - Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold
Mitterlehner hat am Montag gemeinsam mit Wirtschaftskammer-Präsident
Christoph Leitl und EXPO-Regierungskommissär Josef Pröll einen
Ausblick auf den österreichischen Beitrag zur Weltausstellung in
Mailand 2015 präsentiert. "Die EXPO bietet eine weltweite Plattform,
um die Stärken und das Know-how unserer Wirtschaft zu präsentieren.
Damit bauen wir die Präsenz in Italien aus und erhöhen so das
Interesse für unsere Produkte und an einem Urlaub in Österreich",
sagte Mitterlehner anlässlich der Präsentation des
Österreich-Pavillons im 21er Haus, dem Museum für zeitgenössische
Kunst. Das in einem EU-weiten Wettbewerb von einer Expertenjury
ausgewählte Pavillon-Konzept von team.breathe.austria thematisiert
sowohl die ökologische als auch die technische Kompetenz Österreichs.
Finanziert wird die heimische EXPO-Beteiligung durch das
Wirtschaftsministerium und die WKÖ.

Startvorteil für Österreich

"Mit dem Motto 'Feeding the Planet, Energy for Life' adressiert die
EXPO zentrale Herausforderungen für unseren Planeten. Moderne
Technologien sowie aktuelle Forschungen zu Nahrungsversorgung und
Umweltpolitik liefern wichtige Impulse, um unsere Lebensqualität
deutlich zu verbessern", unterstreicht WKÖ-Präsident Leitl. Die
Vision der Weltausstellung ist eine nachhaltige Zukunft, in der Natur
und Entwicklung, Innovation und Tradition miteinander im Einklang
sind. "Österreich hat einen Startvorteil: Unsere Exportbetriebe
können durch ihr weltweit anerkanntes Know-how bei Öko-Innovationen
und in der Lebens- und Genussmittelproduktion besonders von der
Weltausstellung profitieren. Zusätzlich zum Expo-Auftritt wollen wir
daher auch unsere Internationalisierungsoffensive 'go international'
finanziell aufstocken und die Zahl der Exporteure erhöhen, um mehr
Arbeitsplätze im Inland zu schaffen", kündigt Mitterlehner an.

84 Prozent der Österreicher ist EXPO-Beteiligung wichtig

Ein Großteil der Österreicher teilt die positive Einstellung zur
EXPO, wie eine aktuelle Umfrage von GfK Austria im Auftrag des
EXPO-Büros in Wien unter 1.000 Befragten zeigt: Demnach halten 84
Prozent eine Teilnahme an der Weltausstellung 2015 für sehr oder eher
wichtig. 63 Prozent der Befragten erwarten dadurch neue
Wirtschaftskontakte für Österreich, 51 Prozent sehen positive Effekte
für den Tourismus. Das Potenzial verdeutlicht auch ein Blick auf die
Wirtschaftsdaten: Italien ist gleich nach Deutschland mit rund 6,5
Prozent aller Importe und Exporte der wichtigste Wirtschaftspartner
Österreichs - die heimischen Exporte beliefen sich im Gesamtjahr 2012
trotz der anhaltend schwierigen Konjunkturentwicklung auf 8,4
Milliarden Euro. Und mehr als eine Million italienische Touristen
machen jedes Jahr hierzulande Urlaub. "Wir stehen bei der EXPO im
Ausstellungsfenster der Welt und werden Österreich vor allem als Land
der Technologie insbesondere in den Bereichen Umwelt und erneuerbare
Energien präsentieren", sagt Leitl.

Studie zeigt Vorteile für Export heimischer Lebensmittel

Eine Studie der KMU Forschung Austria hat mögliche wirtschaftliche
Effekte der EXPO für die heimische Wirtschaft untersucht. "Die EXPO
2015 kann ein wesentlicher Hebel für das Image unserer Lebensmittel
sein. Durch den Country-of-Origin-Effekt ist alleine durch den
Preisauftrieb für heimische Nahrungsmittel ein Umsatzwachstum von
Euro 31,5 Mio. im Jahr 2015 möglich, ergibt die Hochrechnung der KMU
Forschung Austria", erläutert Regierungskommissär Josef Pröll. "Durch
die Impulse der EXPO ergeben sich auf längere Sicht noch weitere
ökonomische Effekte: ein Mehrabsatz bei der Menge sowie
Ausstrahlungseffekte auf andere Produktgruppen", so Pröll. Österreich
exportierte zuletzt Nahrungsmittel im Wert von 1,2 Milliarden Euro
jährlich nach Italien, das auch in dieser Sparte der zweitwichtigste
Handelspartner ist.

Tourismus-Steigerung durch Imageprofilierung in Italien

Der EXPO-Auftritt wird auch dem Tourismus nützen. Zuletzt besuchten
pro Jahr über eine Million Italiener Österreich und verbrachten rund
drei Millionen Nächtigungen. "Damit ist Italien unser
drittwichtigster Herkunftsmarkt", erläutert Mitterlehner. Eine
Imageprofilierung im Zuge der EXPO kann laut einer Hochrechnung der
KMU-Forschung Austria zu einem Plus von rund 61.000 Nächtigungen
jährlich führen. Das würde auf Basis der derzeitigen
Tourismus-Nachfrage zusätzliche Erlöse von 6,3 Millionen Euro
jährlich bringen. "Der sorgsame Umgang Österreichs mit seinen
natürlichen Ressourcen - Seen mit Trinkwasserqualität, die
einzigartige Alpenregion, Nachhaltigkeit als Leitprinzip - fügt sich
perfekt in das Präsentationsthema ein. Die EXPO ist daher auch eine
Chance, das Qualitätstourismusland Österreich in die Auslage zu
stellen", so Mitterlehner.

Öko-innovativer Österreich-Pavillon

Der Österreich-Pavillon soll sowohl die breite Öffentlichkeit als
auch potenzielle Touristen und Wirtschaftspartner ansprechen. 450
Interessenten forderten die Ausschreibungsunterlagen an, 56
Kreativ-Teams reichten im Rahmen eines EU-weiten
Gestaltungswettbewerbs Entwürfe ein. Eine Fachjury ermittelte im
Anschluss den hinsichtlich Idee, Raumkonzept, Realisierbarkeit und
Nachhaltigkeit bestgeeigneten Entwurf. Wettbewerbssieger ist das
interdisziplinäre team.breathe.austria, dem unter anderem Vertreter
der TU Graz und der BOKU Wien angehören. Ihr energieautarkes Konzept
breathe.austria rückt mit der Luft das "Lebensmittel Nummer eins" ins
Zentrum. Die Ausstellungsfläche von 560 Quadratmetern wird dicht mit
heimischen Bäumen bepflanzt, die gesamte Vegetation von Stauden bis
Großgehölzen durchläuft während der EXPO einen regulären
Jahreszeitenzyklus. "Wir nützen das hohe Identifikationspotenzial der
einmaligen Luft- und Lebensqualität in Österreich und thematisieren
die natürliche wie technische Kompetenz unseres Landes. Nach dem
Motto 'Energy for Life' realisieren wir einen Pavillon zum Durchatmen
- mit dem gefühlten Klima eines dichten Waldes aus Österreich. Ein
Atemzug in unserem österreichischen Wald bleibt zwei Jahre in der
Lunge", unterstreicht Klaus. K. Loenhart, der Verfasser des
Siegerprojekts.

Dass sich der Auftritt bei einer Weltausstellung bezahlt macht,
zeigte schon die EXPO 2010 in Shanghai, bei der 3,3 Millionen Gäste
den Österreich-Pavillon besuchten. Im Zuge der Teilnahme stiegen die
österreichischen Exporte nach China auf rund drei Milliarden Euro
(2010) und legten somit um 39,2 Prozent zu. Auch in den Folgejahren
gab es deutliche Anstiege. Einen Boom erlebte auch der Tourismus.
"Die Anzahl chinesischer Touristen ist deutlich gestiegen. 2010 kamen
20 Prozent mehr chinesische Touristen in unser Land, 2011 sogar um 43
und 2012 um 36 Prozent mehr", so Mitterlehner abschließend.

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