• 09.01.2014, 12:55:19
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Stronach/Steinbichler zu Milchpreis: Faire Partnerschaft zwischen Bauern und Konsumenten

Intransparente Preisspannen durch Supermarktketten - Eigenmarken untergraben Wertigkeit der Lebensmittel

Utl.: Intransparente Preisspannen durch Supermarktketten -
Eigenmarken untergraben Wertigkeit der Lebensmittel =

Wien (OTS) - "Es braucht endlich eine faire Partnerschaft zwischen
Konsumenten und Landwirten mit klar nachvollziehbaren Preisen!",
forderte Team Stronach Agrarsprecher Abg. Leo Steinbichler in einer
Pressekonferenz und hofft, dass der neue Agrarminister Andrä
Rupprechter den Slogan "faire Partnerschaft mit den Konsumenten" auch
endlich umsetzt. Das betreffe vor allem die laut
Medienberichterstattung "angeblich so hohen Milchpreise".

Wenn die Preisentwicklung von 25 Cent auf 40 Cent pro Liter beklagt
werde, dürfe man nicht vergessen, dass der Milchpreis vor dem
EU-Beitritt noch 50 Cent pro Liter betrug, so Steinbichler. Und
weiter: "In China, wird für den Liter drei Euro gezahlt". Angesichts
der Kostensteigerung "bei Futtermitteln, tierärztlicher Versorgung,
Versicherungen und genereller Steuerbelastung" stelle sich die
berechtigte Frage, wohin die Differenz zwischen dem Preis für die
Konsumenten und dem Ertrag der Landwirte wandere.

Steinbichler wies auf Bayern hin, wo den Erzeugern 3,5 Cent mehr
bezahlt werden, die Milchprodukte für die Konsumenten aber günstiger
sind als bei uns. "Was also macht die österreichische im Gegensatz
zur bayrischen Milchwirtschaft falsch?", fragte Steinbichler. Weiters
prangerte Steinbichler die "sinnlosen Milchtransporte" innerhalb
unserer Landesgrenzen an, die weder "dem Verbraucher noch dem
Erzeuger etwas bringen".

"Wir haben 20 verschiedene Milchsorten, aber keine einheitliche
Verpackung zur eindeutigen Identifizierbarkeit als rein
österreichisches Produkt", kritisierte der Team Stronach
Agrarsprecher. Auch die Sprühsahne, die nicht auf Schweine- und
Butterfett sondern auf Pflanzenfetten basiere, sei zu hinterfragen,
weil sie aufgrund der Inhaltsstoffe indirekt zur Zerstörung der
Regenwälder beitrage.

Die Preisverzerrung im Agrarsektor setzt sich laut Steinbichler auch
in der Holzwirtschaft fort. Anders sei es nicht zu erklären, dass der
heutige Preis bei 104 Euro pro Festmeter liege, während er 1990 noch
- umgerechnet -128 Euro ausmachte. "Inflationsbereinigt müsste der
Holzpreis heute mindestens bei 200 Euro liegen", berechnete
Steinbichler.

Insgesamt verwundere es also nicht, dass "in den letzten Jahren 20
Jahren das stärkste Bauernhöfesterben seit jeher" zu beobachten war.
Der ländliche Raum werde immer mehr ausgedünnt, KMUs sperren
dutzendweise zu, von der Bildung bis zur Altenbetreuung werden laufen
Kapazitäten abgebaut. Die aktuelle Arbeitslosenrate sei großteils
auch dadurch zu erklären, so Steinbichler.
Mitschuld an dieser traurigen Entwicklung tragen auch die
Supermarktketten, mahnte Steinbichler, denn "70 Prozent der
österreichischen Lebensmittel werden in Sonderaktionen
verschleudert". Damit werde nicht nur die Wertigkeit dieser wichtigen
Lebensmittel, sondern auch die der heimischen Landwirtschaft
untergraben. "Lebensmittel werden als Lockmittel eingesetzt und die
Eigenmarken der Supermarktketten tragen das ihre dazu bei!"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TSK

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